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Portraitmalerei im Waldbröler Rathaus zu bewundern

fn; 19. Jun 2007, 12:50 Uhr
Oberberg Aktuell
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Portraitmalerei im Waldbröler Rathaus zu bewundern

fn; 19. Jun 2007, 12:50 Uhr
(fn/19.6.2007-10:20) Waldbröl - David Uessem, Portraitmaler aus Gummersbach, präsentiert seine unter anderem mit Kugelschreiber gemalten Bilder bis zum 18. Juli im Waldbröler Rathaus.
[Bilder: Fabian Nitschmann --- Bürgermeister Christoph Waffenschmidt (links) und Kurt Mai mit dem Künstler David Uessem.]

Der 26-jährige Künstler aus dem Oberbergischen Kreis, der vor zwei Jahren seine Ausbildung zum Diplom-Illustrator in Bochum beendete und im selben Jahr den 2. Platz beim Kulturförderpreis des Oberbergischen Kreises belegte, hat sich während seiner Ausbildung für die Portraitmalerei spezialisiert. Seine Portraits sind einerseits mit einer Mischtechnik aus Acryl, Airbrush und Öl, andererseits ganz simpel und ausschließlich mit Kugelschreiber gemalt.

Am gestrigen Abend fand die Eröffnung seiner aktuellen Ausstellung "Faces - Realistische Portraitmalerei" im Waldbröler Rathaus statt. Zu Gast waren unter anderem Bürgermeister Christoph Waffenschmidt und der Vorsitzende des Waldbröler Kulturtreffs, Kurt Mai. Waffenschmidt verwies in seinem kurzen Vortrag besonders auf die Reinheit und Genauigkeit in den einzelnen Bildern des Gummersbacher Künstlers. "Als ich ihr Selbstportrait zum ersten Mal sah, dachte ich, es wäre eine Fotografie von ihnen", so der Bürgermeister.

Mai bezog sich in seinem Vortrag auf den Titel der Ausstellung, da ihn Portraitmalerei eher an vergangene Jahrhunderte erinnerte. Auch er zeigte sich begeistert von den Werken von David Uessem und gab mehrmals mit einem Lachen in Auftrag, die Waldbröler Ahnensammlung demnächst mit Bildern vom Künstler zu vervollständigen. "Ich freue mich sehr, dass das Bedürfnis nach Handgemachtem gegen die Welt der Digitalkameras noch bestand hat", erklärte Mai am Ende seines Vortrags.

Uessem selbst verwies vor allem auf die Stimmung, die ein Portrait bewirken kann und soll. Die Kugelschreibertechnik, die er bei einigen seiner Bilder verwendet hat, soll zeigen, dass auch mit den einfachsten Hilfsmitteln Kunst gemacht werden kann. "Die Kugelschreiber-Werke sind viel einfacher und damit auch viel näher am Betrachter", sagte der Künstler.