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Gesundheitsgerechte Alternative zur Seniorenresidenz

cn; 9. May 2007, 00:00 Uhr
Oberberg Aktuell
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Gesundheitsgerechte Alternative zur Seniorenresidenz

cn; 9. May 2007, 00:00 Uhr
(cn/24.4.2007-17:00) Von Christian Neeb
Gummersbach – Heute Vormittag wurde in der Kreishandwerkerschaft das Verbundprojekt „Zu Hause wohnen“ der Öffentlichkeit präsentiert.
[Bilder: Christian Neeb - Stolze Präsentation des Zukunftsprojektes: Hartmut Wüster, Michael Wurth, Michael Hans, Uwe Stranz, Dr. Ellen Lorentz, Kai Uffelmann, Jens Eichner, Michael Korthaus]

Intelligente und geschmackvolle Lösungen beim altersgerechten Umbau des Eigenheims. Und das auch noch aus einer Hand und zu wirtschaftlichen Preisen. Das klingt wie ein Traum, ist aber ab heute im Oberbergischen Realität. Unter der Projektleitung von Dr. Ellen Lorentz haben sich drei oberbergische Unternehmen zum ersten interdisziplinären Handwerkerverbund zusammengeschlossen, der sich auf gesundheits- und altersgerechtes Wohnen spezialisiert hat. Auslöser war der Unfall und die anschließenden Reha-Maßnahmen der Projektleiterin Lorentz. An ihrem eigenen Fall habe sie die Dringlichkeit einer Rundum-Lösung im baulichen Bereich wahrgenommen, so Lorentz.

Schnell waren mit der Hans GmbH und Platten König zwei starke Partner aus den Bereichen Installation, Heizungsbau und Fliesen gefunden, die im Verbund vestärkt auf die Bedürfnisse der Generation 50+ eingehen werden. Unter dem Motto „Komfortabel, individuell und praktisch“ war bald auch der Dritte im Bunde, die Korthaus Wohnbau GmbH gefunden, die mit ihrem wissen um Architektur, Bau, Fenster, Elektro und Türen das Team ergänzt. Fachlich begleitet wird das Verbundprojekt durch die Kreishandwerkerschaft.

[Uwe Stranz verdeutlichte die demographische Situation in Oberberg]

„Das Verbundprojekt hat die gleiche Zielrichtung wie das Demographieforum Oberberg“, stellte Uwe Stranz, Amtsleiter „Kreis- und Regionalentwicklung“, fest. In einer kurzen Vorstellung der Arbeit des Demographieforums (OA berichtete), zeigte Stranz nochmals die entscheidenden Faktoren der Zukunftsgestaltung des Kreises auf. Es gelte, die Bedürfnisse einer immer älteren und schrumpfenden Gesellschaft wahrzunehmen. „Wir können den demographischen Wandel nicht ändern, aber wir können uns darauf einstellen“, schloss Stranz. Das Verbundprojekt füge sich nahtlos in die Initiative ein, die beispielsweise mit dem Qualitätssiegel „Wohnen im Alter“ und Musterwohnungen neue Standards für gesundheitsbewußtes Wohnen setzen will.

[Gut gelaunte Gesichter bei der Vorstellung der einzelnen Unternehmen; Im Bildvordergrund Koordinator Hartmut Wüster]

Ziel des Projektes ist, den altersgerechten Umbau eines Eigenheimes professionell geplant und ohne großen Aufwand durchführen zu lassen. Die enge Zusammenarbeit zwischen den drei beteiligten Betrieben soll zur Entwicklung neuer Modelle und der Erschließung des Zukunftsmarktes 50+ dienen. Vor allem soll, laut Projektleiterin Lorenzt, eine „gesundheitsgerechte Alternative zur Seniorenresidenz“ geboten werden. Dazu wird mit speziellen Qualifizierungen der Mitarbeiter und genauen Koordinationen der Arbeiten gewährleistet, in einem möglichst kurzen Zeitraum eine perfekt auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmtes Ergebnis zu erreichen. Viele Menschen wollen auch im Alter ihre vertraute Umgebung nicht verlassen. Genau diese Klientel gelte es zu erreichen, stellte Lorentz fest und Michael Hans, von der Hans GmbH verdeutlichte: „Seniorenresidenz bedeutet sich mit wildfremden Menschen auf engem Raum vollkommen neu zu orientieren.“ Dazu wollen die drei Unternehmen eine sinnvolle Alternative geben, indem sie Erfahrungen bündeln und neue Lösungen bieten.

Wichtigster Ansprechpartner für alle Kunden ist Hartmut Wüster. Er wird in Zukunft alle Arbeiten der drei Unternehmen und deren Ansprechpartner, wie Rehaktiv, koordinieren und die Kunden über Finanzierungsmöglichkeiten aufklären. Denn nicht nur der Verbund wird vom Land und der Europäischen Union gefördert. Auch der Endverbraucher könne attraktive Finanzierungen einstreichen und profitiere durch die kurzen Wege zwischen den Unternehmen, erklärte Jens Eichner und Kreishandwerkerschafts-Chef Uffelmann verdeutlichte: „Durch hohe Haltezeiten bei den Immobilien, gilt es deren Wert zu steigern und für die Zukunft zu rüsten.“ Auch als Vermieter könne man von dem Projekt profitieren. „Man muss es nur wissen.“

Weitere Informationen zu dem Projekt finden sich im Internet unter www.zu-hause-wohnen.de


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