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Waffenschmidt kündigt beim Neujahrsempfang Gründung einer Bürgerstiftung an
(mp/24.1.2007-14:10) Waldbröl Der diesjährige Neujahrsempfang fand erstmals im Festsaal des Kreiskrankenhauses statt.
[Bilder: Mischa Peters --- Die Gastgeber des gestrigen Empfangs: Bürgermeister Christoph Waffenschmidt (links) und der Geschäftsführer des Waldbröler Krankenhauses, Dr. Klaus Bellingen]
Stadt und Kreiskrankenhaus hatten gerufen und zahlreiche Gäste aus Politik, Sport, Kultur und regionalen Institutionen waren der Einladung zum Neujahrsempfang gefolgt, der in diesem Jahr erstmals nicht mehr im Gebäude der Bundeswehrakademie sondern im Festsaal des Krankenhauses veranstaltet wurde. Bürgermeister Christoph Waffenschmidt und der Geschäftsführer des Krankenhauses, Dr. Klaus Bellingen, konnten neben der lokalen Prominenz auch die Bürgermeister der drei Partnerstädte Jüterbog, Witham und Swiebodzice sowie den Generalkonsul der Republik Polen begrüßen.
[Die Waldbröler Taekwondo-Schule Lyong Ho zeigte die Ergebnisse ihrer Arbeit.]
In der Rückschau richtete Waffenschmidt den Blick neben den vielen Jubiläen im vergangenen Jahr unter anderem 875 Jahre Waldbröl oder 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr vor allem auf die Fußball WM, mit den Übertragungen in der Waldbröler Markthalle, in der bisweilen eine Stimmung wie in den Stadien geherrscht habe. Beim entscheidenden Tor im Spiel gegen Polen sei sicher die größte Dezibelstärke erricht worden, die je in Waldbröl gemessen wurde.
Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Bellingen hatte in seinen Grußworten aus gegebenem Anlass eher die Anliegen des Krankenhauses im Auge. So habe das Bürgermeisterpapier, mit seinen Ideen zur Privatisierung der Kreiskrankenhäuser, im letzten Jahr für einige Unruhe in Reihen der Belegschaft gesorgt. Daher waren einige klärende Worte nötig, so Dr. Bellingen. Die habe der Landrat gestern hier an gleicher Stelle gegenüber den Mitarbeitern gefunden und bestätigt, dass der Kreis als größter Gesellschafter nicht darüber nachdenke, die Krankenhäuser zu verkaufen. Dieser Meinung habe sich in einem Gespräch auch der Bürgermeister angeschlossen, so Dr. Bellingen.
[Christoph Waffenschmidt mit den Bürgermeisterkollegen der Partnerstädte: Bernd Rüdiger (Jüterbog), Phil Barlow (Witham) und Bogdan Kozuchowics (Swiebodzice) (von rechts).]
Der berichtete ferner von den Planungen für das laufende Jahr, in dem natürlich die Feier zum 50. Jahrestag der Waldbröler Stadtrechte im Vordergrund stehe. Ein weiteres großes Vorhaben sei es, eine Bürgerstiftung zu gründen. Daher rief Waffenschmidt die Gäste gleich zu ersten Spenden auf eine Gelegenheit die Landrat Hagen Jobi nicht ungenutzt verstreichen ließ, um an Ort und Stelle die ersten 10 zu übergeben. Die Stiftung soll ein Geschenk der Waldbröler für Waldbröl werden, erläuterte der Rathaus-Chef und berichtete von einer Erbschaft der Stadt, die in die Stiftung eingebracht werden solle.
[Christoph Waffenschmidt hat gerade von Landrat Hagen Jobi die ersten 10 für die neue Bürgerstiftung entgegen genommen.]
In Anbetracht der drängenden Probleme wie etwa dem immensen Spardruck der Kommune, dem Abzug von Behörden aus der Stadt oder der drohenden ISE-Insolvenz sei es für die Zukunft besonders wichtig, so Waffenschmidt, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und nicht auf Hilfe von Außen zu hoffen. In diesem Zusammenhang sei auch die Gründung der in dieser Art einmaligen Wir für Waldbröl GmbH zu sehen. Den größten Applaus erhielt der Bürgermeister aber für seinen Dank an die Waldbröler Feuerwehr, deren Helfer während des Sturms in der vergangenen Woche großartiges für uns alle geleistet haben.
Umrahmt wurden die Redebeiträge gestern von verschiedenen Programmpunkten. Neben den Grußworten der Bürgermeister der Partnerstädte traten der Frauenchor Frohsinn Rossenbach, die Taekwondo-Schule Lyong Ho, das WKTheater und die Breakdance freaks der Realschule auf.
