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Seit fünf Jahren Hilfe bei der Existenzsicherung

Red; 2. Nov 2006, 00:00 Uhr
Oberberg Aktuell
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Seit fünf Jahren Hilfe bei der Existenzsicherung

Red; 2. Nov 2006, 00:00 Uhr
(Red./18.10.2006-12:25) Oberberg - Das Betreute Wohnen (BeWo) der Diakonie Michaelshoven im Oberbergischen Kreis Mitte – Gummersbach, Marienheide, Bergneustadt und Engelskirchen – wird im Oktober fünf Jahre alt.
Seit fünf Jahren wird Betroffenen Hilfe bei der Existenzsicherung, der Entwicklung von beruflichen Perspektiven und der Bewältigung von Krisen angeboten. „Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Wohnungssicherung“, so BeWo-Leiterin Andrea Steinbinder. „Das kommt daher, dass einfach viele Menschen ohne Wohnung sind oder in sehr schlechten Verhältnissen leben. Mit Hartz IV in der Tasche ist es ihnen kaum möglich, eine preiswerte Wohnung zu finden.“ Mit im Zuge von gesetzlichen Änderungen in den letzten Jahren nach unten korrigierten Mietobergrenzen hat sich die Wohnraumsituation noch verschärft, so Steinbinder weiter.

Die BeWo-Chefin benennt noch weitere Gründe, die sich in der Arbeitssituation seit den Anfängen des Betreuten Wohnens merklich verändert haben: „Nicht wenige Menschen erleben einen sozialen und finanziellen Abstieg, mit dem sie früher nicht gerechnet hätten. Und für viele unserer Kunden sind Anträge, Fristen und Verpflichtungen schwerer durchschaubar als früher.“ Diese Erfahrung macht sich dann auch in der Statistik des Betreuten Wohnens bemerkbar: Insgesamt haben alle drei Standorte im Oberbergischen Kreis kontinuierlich steigende Kundenzahlen. Wurden 2003 66 Menschen betreut, waren es im Jahr 2005 76.

Eine weitere Beobachtung aus der Arbeit im Betreuten Wohnen ist die zunehmende Zahl junger Erwachsener im Alter von 18 bis 25 Jahre, die weder eine Berufsausbildung noch einen Schulabschluss haben. Zudem sind es immer mehr Frauen, die auf die Hilfe des BeWo zurückgreifen. Den Weg in die Unterstützung finden zunehmend mehr Menschen, die neben den praktischen Hilfen des BeWo auf Unterstützung bei psychischen Problemen angewiesen sind. Der Geschäftsbereich Integrationshilfe hat darauf entsprechend reagiert. Seit Januar diesen Jahres werden auch psychisch Kranke und Menschen mit Suchtproblemen kreisweit in ihren Wohnungen unterstützt.

Kontakt

Kreis Süd
Brölbahnstraße 1-5
51545 Waldbröl
Telefon 02291/80 85 80

Kreis Mitte
Am Wehrenbeul 9
51643 Gummersbach
Tel.: 02261/91 93 27

Kreis Nord
Radiumstraße 4
51688 Wipperfürth
Tel.: 02267/65 72 22

Internet: www.diakonie-michaelshoven.de.

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