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Alperbrücker Schützen feierten ihre neuen Majestäten

Red; 25. Aug 2006, 00:00 Uhr
Oberberg Aktuell
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Alperbrücker Schützen feierten ihre neuen Majestäten

Red; 25. Aug 2006, 00:00 Uhr
(Red./10.8.2006-11:05) Wiehl-Alperbrück – Nicole Gudewitz holte das hölzerne Federvieh mit einem Kunstschuss herunter - RSB-Vizepräsident Karl Heinz van Eisern ehrte Wolfgang Pühler.
[Bilder: privat --- Die neuen Alperbrücker Majestäten.]

Es war eine Premiere. Und Peter Gudewitz hat sie mit Bravour gemeistert. Zum ersten Mal führte der neue Vereinsvorsitzende durchs Programm und begrüßte alle Gäste die zum Schützenfest auf die ‚Oberste Sohle’ gekommen waren – das waren nicht wenige: Gemeinsam mit starken Abordnungen der Schützenvereine Kaltenbach und Ründeroth feierten die Alperbrücker am Samstag ausgelassen zur Live-Musik von Late-Night-Special bis in die frühen Morgenstunden.

Zunächst galt es allerdings noch die neuen Majestäten zu krönen, und hier musste Ehrenvorsitzender Wolfgang Pühler noch mal ran. Peter Gudewitz hatte nämlich auch den Königsvogel im letzten Jahr herunter geschossen und konnte sich nun – inzwischen 1. Vorsitzender – schlecht selbst entmachten. Die Königswürde bleibt allerdings in der Familie. Nicole Gudewitz, die jüngste Tochter des Schützenchefs und amtierenden Königs hatte dem schief hängenden hölzernen Federvieh mit einem Kunstschuss den Garaus gemacht und sich gegen ihre zwei Mitstreiter durchgesetzt. „Dabei kann ich sonst gar nicht so gut schießen“, stapelte die neue Regentin tief.

Zuvor waren alle Anwärter aufs Prinzen-Amt angetreten, die Nachfolge von Sabrina Weier zu klären. Jan Philip Tolkemit entschied die Sache mit dem 66. Schuss für sich, zur Prinzessin an seine Seite nahm er sich Sophie Melzer. Einiges länger hatte die Entscheidung um die Kinderkönigswürde gedauert. Ganze 239 (!) Schuss mit der Luftbüchse waren nötig, bis Hannes Tolkemit als neuer Kinderkönig feststand. Seine Mitstreiterin Charlene Rodenkirchen musste nicht traurig sein, sie darf ein Jahr lang als Kinderkönigin mitregieren.

[Die Gewinner des Mannschaftsschießen.]

Alle Schützen standen Spalier als Alperbrücks Ehrenvorsitzender Wolfgang Pühler für seine inzwischen 45-jährige Mitgliedschaft, davon 20 Jahre als 1. Vorsitzender geehrt wurde – und dazu war hoher Besuch vom Rheinischen Schützenbund auf die ‚Oberste Sohle’ gekommen. Nachdem Kai Bolten zunächst Werdegang und Verdienste Pühlers beleuchtet hatte, fand auch Karl Heinz van Eisern, Vizepräsident des Rheinischen Schützenbundes die richtigen Worte bevor er ihm das bronzene Ehrenkreuz des Deutschen Schützenbundes verlieh. Die versammelten Schützen bedankten sich mit stehendem Applaus und verabschiedeten Wolfgang Pühler in den wohl verdienten Ruhestand.

Bolten selbst wurde für 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet, der Sportschütze und ehemalige Bezirksvorsitzende blickt auf umfangreiche Tätigkeiten als Jugendleiter, Pressewart und Geschäftsführer zurück. Vom Bezirksvorstand waren der Vorsitzende Albert Braun mit Sportwart Achim Wagener gekommen und vom Oberbergischen Schützenbund ehrte Vizepräsident Franz Willi Speck einige erfolgreiche Schützen für ihre Siege bei den verschiedenen Wettbewerben des OSB. Einen Frühstückskorb für besonderen Arbeitseifer erhielt Webmaster Andreas Jurenda.

Den zünftigen Frühschoppen am Sonntag begleiteten die Nümbrechter Jagdhornbläser, nicht nur zur Freude der Steinenbrücker und Vollmerhäuser Schützenkameraden. Für die Kleinen war mit Kinderschminken und -belustigung bestens gesorgt. Wiehls Bürgermeister Werner Becker-Bloningen war mit dem Stadtsportverbandsvorsitzenden Karlo Riegert nach Alperbrück gekommen, denn es galt die Sieger des Wiehler Fraktionsschießens zu ehren. Wilfried Bast, Fraktionsvorsitzender der siegreichen SPD, versprach auch im nächsten Jahr wieder mit seinen Mannen mit sportlichem Ehrgeiz anzutreten.

Beim Mannschaftswettschießen für Nichtsportschützen hätten sich die Gastgeber etwas mehr Beteiligung aus der Bevölkerung gewünscht, denn den Siegern winkten immerhin üppige Getränkepreise. Den Alpetaler Alt-Traktorenschmieden sowie einigen Bürgern der Perkerstrasse war dies einerlei, denn sie heimsten fast alle begehrten Gutscheine aus Bielsteiner Landen ein.

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