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28:27-Sieg in Pfullingen: Island-Express hält VfL weiter auf Champions League-Kurs

pl; 22. May 2006, 00:00 Uhr
Oberberg Aktuell
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28:27-Sieg in Pfullingen: Island-Express hält VfL weiter auf Champions League-Kurs

pl; 22. May 2006, 00:00 Uhr
(pl/7.5.2006-1:55) Gummersbach/Pfullingen – Mit dem 23. Saisonsieg, einem knappen 28:27-Erfolg beim Abstiegskandidaten VfL Pfullingen, behauptete der VfL Gummersbach am Abend den dritten Tabellenplatz und steuert so weiter in Richtung Champions League.
Auch sechs Spieltage vor Saisonschluss bleibt es in der Handball-Bundesliga spannend – zumindest in Sachen Qualifikation für die Champions-League. Während Titelverteidiger Kiel (25:23 in Wilhelmshaven) und Verfolger Flensburg (36:30 gegen Hamburg) an der Spitze ihre Kreise ziehen, behauptete der VfL Gummersbach durch einen verdienten 28:27-Sieg beim Vorletzten in Pfullingen den dritten Rang. Zwei Punkte Vorsprung haben die Blau-Weißen auf Magdeburg (Sonntag in Nordhorn), während Lemgo (30:18 gegen Melsungen) mit vier Zählern dahinter in Lauerstellung auf dem fünften Platz rangiert.

VfL Pfullingen-Stuttgart – VfL Gummersbach 27:28 (13:15).

Im mit 1.200 Zuschauern restlos ausverkauften Pfullinger Haus machten es die Gummersbacher in einer hektischen Schlussphase selbst noch einmal spannend. Auf 24:19 hatten sich die Blau-Weißen nach ausgeglichener ersten Halbzeit bis zur 46. Minute absetzten können, verpassten es dann aber, vorzeitig den Sack zu zumachen.

[Gudjon Valur Sigurdsson bildete mit Robert Gunnarsson heute in Pfullingen den "Island-Express". "Gokir" war mit acht Treffern bester VfL-Werfer.]

In der kampfbetonten Partie merkten die Zuschauer gleich von Beginn an, dass für beide Teams viel auf dem Spiel stand. Bei ständig wechselnder Führung konnte sich keine Mannschaft in den ersten 30 Minuten entscheidend absetzen. „Wir mussten jedes Tor hart erarbeiten, uns wurde nichts geschenkt“, so VfL-Coach Velimir Kljaic, der offenbar in der Kabine die richtigen Töne angeschlagen hatte.

Nach dem Seitenwechsel nämlich rissen die Gäste aus dem Oberbergischen das Ruder an sich. Zwar hatte der Zwei-Tore-Pausenvorsprung auch noch in der 42. Minute Bestand, aber zwei Ege-Paraden und Treffer von Daniel Narcisse, zweimal Robert Gunnarsson und Michael Hegemann brachten den Gummersbacher VfL mit erstmals fünf Tore in Front - und scheinbar auf die Siegerstraße.

Eckhard Nothdurft, seines Zeichens Trainer der engagiert kämpfenden Hausherren, ließ in den verbleibenden 14 Minuten Gummersbachs Goalgetter Kyung-Shin Yoon und Daniel Narcisse per 4:2-Deckung an die kurze Leine nehmen – mit Erfolg. Szymanski, Alexander Trost und der wie schon im Hinspiel sehr starke Linksaußen Andreas Blank brachten Pfullingen wieder ins Spiel – 22:24 aus Sicht der Gastgeber. Nun reagierte „Velko“ Kljaic, nahm zehn Minuten vor Schluss die Auszeit und schickte Christian Ramota zwischen die Pfosten.

Zwar bekommt „Eros“ auch einige Bälle zu packen, aber Unkonzentriertheiten im Gummersbacher Angriff bestrafen die Hausherren gnadenlos: In Überzahl - von Behren auf der Sünderbank – machen es die Pfullinger mit dem 26:27 (58.) wieder eng. Daniel Narcisse kontert zum 26:28, aber Andreas Blank trifft 28 Sekunden vor der Schlusssirene erneut. Mit Glück und Geschick retten die Gummersbacher den knappen Vorsprung über die Zeit – der 23. Sieg im 29. Liga-Spiel ist in trockenen Tüchern.

Während der VfL mit Gudjon Valur Sigurdsson (8 Tore) und Robert Gunnarsson (5) seinen „Island-Express“ voll auf Kurs hatte, überzeugten bei Pfullingen Keeper Goran Stojanovic mit starken 12 Paraden und Linksaußen Andreas Blank, der es auf zehn Treffer brachte. „Heute hat die Mannschaft auf allen Positionen wie in den besten Tagen gekämpft, jeder hat alles gegeben. Dazu zwei Punkte – ich bin zufrieden“, so Kljaic nach dem letztendlich auch völlig verdienten Erfolg.

VfL Gummersbach

Steinar Ege (1.-50. / 5 Paraden)
Christian Ramota (50.-60. / 3 Paraden)

Kyung-Shin Yoon (5)
Frank von Behren (1)
Francois-Xavier Houlet (1)
Denis Bahtijarevic
Daniel Narcisse (5)
Alexander Mierzwa
Ian Marko Fog
Robert Gunnarsson (5)
Michael Spatz
Michael Hegemann (3)
Gudjon Valur Sigurdsson (8/3)
Denis Zakharov

VfL Pfullingen

Goran Stojanovic (12 Paraden)
Tobias Heger

Andreas Blank (10/1)
Petr Kust
Ralf Bader
Björn Navarin (2)
Marco Bräuning
Markus Gaugisch (5)
Axel Kromer (2)
Trost (3)
Szymanski (3)
Michael Baran
Holger Breitenbacher (2)
Aleksandar Stevic

Zuschauer: 1.200.

Schiedsrichter: Geipel/Helbig (Steuden/Landsberg).

Siebenmeter: 1/1 – 4/3 (Yoon scheitert an Stojanovic).

Zeitstrafen: 2:8 Minuten (Kromer – je zweimal von Behren und Hegemann).

Spielfilm: 2:0 (2.), 4:4 (8.), 7:6 (14.), 9:8 (17.), 11:11 (24.), 11:13 (26.), 12:15 (29.), 13:15 (Halbzeit), 14:17 (33.), 16:17 (36.), 17:18 (39.), 17:20 (41.), 19:21 (43.), 19:24 (46.), 23:25 (51.), 24:25 (53.), 24:27 (55.), 26:27 (57.), 27:28 (Endstand).

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