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'Joseph'-Musical eine unterhaltsame Kombination von Farben, Musik und Tanz

rw; 30. Dec 2005, 00:00 Uhr
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'Joseph'-Musical eine unterhaltsame Kombination von Farben, Musik und Tanz

rw; 30. Dec 2005, 00:00 Uhr
(rw/15.12.2005-8:50) Von Richard Witsch
Gummersbach - "Joseph and the amazing technicolor dreamcoat" feierte europaweit Erfolge: Die von Andrew Lloyd Webber musikalisch gefasste Geschichte aus dem 1. Buch Mose, Kapitel 37, wurde nun auch im Gummersbacher Theater imponierend aufgeführt.
[Bilder: Richard Witsch --- Auch im Gummersbacher Theater sorgte das Musical "Joseph" für viel Begeisterung.]

Dem Musical „Joseph and The Amazing Technicolor Dreamcoat“ liegt die biblische Geschichte von Jakobs Lieblingssohn Joseph, der von seinen elf Brüdern aus Neid auf seine hellseherische Begabung und seinen bunt schimmernden Mantel nach Ägypten verkauft wird, um dort dem Kämmerer des Pharaos als Sklave zu dienen, zugrunde. Dank seiner Fähigkeiten gelangt Joseph am Hofe des Pharao zu Ruf und Würden. Als „Happy End“ kommt es zur Versöhnung mit seinen Brüdern, nachdem ihnen vorher Furcht und Schrecken eingejagt wurde.

Den Text schrieb Tim Rice für Andrew Lloyd Webber, der den musikalischen Part komponierte beziehungsweise zusammensetzte. Heinz Rudolf Kunze verfasste den deutschen Text. Regie führte Stanislav Mosa, die Choreographie leitete Igor Barberic, das Bühnenbild setzte Ondrej Zicha j.h. zusammen, und für die Kostüme war Andrea Kucerová zuständig. Die musikalische Leitung hatten Karel Cón und Milan Vidlák.

Die Hauptrolle (Joseph) wurde von Alan Schuler gesungen, getanzt und gespielt. Schuler, der durch „Anatevka“ und „My fair Lady“ bekannt wurde und inzwischen das Musical „Die Schneekönigin“ komponierte, beeindruckte durch seine vielseitige Begabung. Er verstand es, Gesang und Tanz schauspielerisch so zu kombinieren, dass alle künstlerischen Elemente miteinander harmonierten. Eine wichtige künstlerische und koordinierende Funktion erfüllte Miriam Dusza als „Erzählerin“. Ihr wohlklingender Gesang und die attraktive Statur passten vorzüglich in die jeweiligen Szenen hinein. Auch der technisch implizierte Chorgesang wirkte im Sound der Instrumentalband nicht übermäßig störend. Das weibliche und das männliche Tanzensemble präsentierte seine Darbietungen gekonnt, elegant und fürs Auge attraktiv.

Der gesamte variable künstlerische Komplex aus Gesang, Instrumentalbegleitung, Tanz, Text, farbenprächtigen Kostümen und Bühnenbildern sowie schauspielerischen Darbietungen beeindruckte das Publikum in jeder der 23 Szenen aufs Neue. Besonders unterhaltsam wirkten die „Pharao-Szenen“, „Joseph jetzt wie einst“ und „Wie vom Traum verführt“. Während der konzentrierten Darbietungen in der „Reprise“ sowie im „Megamix“ applaudierten die vom musikalischen Rhythmus, der dargebotenen Farbenpracht und der Choreographie mitgerissenen Zuschauer besonders intensiv.





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