ARCHIV
Ein Sprachrohr für die Jugend - HVM-Präsident wird 70 Jahre alt
(bv/30.11.2005-19:10) Von Bernd Vorländer
Oberberg - Frank Gebhardt aus Refrath hat mehr als 50 Jahre Funktionärstätigkeit hinter sich. Ihm ist die Entwicklung der Jugendarbeit ein besonderes Anliegen.
[HVM-Präsident Frank Gebhardt vollendet morgen sein 70. Lebensjahr.]
Nein, bequem ist er nicht. War er nie, will er auch nicht sein. Er trägt seine Meinung vor, macht sich nicht immer nur Freunde, aber er ist das kämpferische Sprachrohr der Handball-Jugend am Mittelrhein. Frank Gebhard, Präsident des Handballverbandes Mittelrhein, wird morgen 70 Jahre alt. Und ans Aufhören denkt der frühere Stahlhändler und selbständige Manager für Arbeitssicherheit in der Industrie noch lange nicht. Ich will mich weiterhin für die Belange der Jugend einsetzen, ihnen im Handball die bestmöglichen Startmöglichkeiten eröffnen, so Gebhard. Ende der vierziger Jahre begann Gebhard in seiner Heimat Refrath mit dem Handballspielen. Der Sport habe ihn fasziniert, als er erstmals im sauerländischen Arnsberg ein Feldhandballspiel gesehen habe, aber ich war nie ein guter Spieler, gibt Gebhardt heute mit einem Lächeln zu. So widmete er sich schon früh den Funktionärsaufgaben, ohne die ein Sport nicht existieren kann. In Refrath baute er die Handballabteilung wieder auf, wurde seinem Verein aber später nach einem Streit untreu, was ihn im Nachhinein heute noch wurmt. Das ärgert mich, denn so etwas tut man nicht.
Gebhardt kam jedenfalls schon früh mit dem Handballverband am Mittelrhein in Kontakt, war Kassenprüfer, Frauenwart, Spielwart ab 1972 und 34 Jahre Kreisvorsitzender. Den Kreisvorsitz gab er ab, als er 1988 zum HVM-Chef gewählt wurde. So ein Engagement kann man sich nur dann leisten, wenn man eine wirklich verständnisvolle Ehefrau hat, die hinter einem steht, meint der Refrather, der auch bei den Blauen Funken im Kölner Karneval aktiv ist. 1997 wurde ihm für seine Verdienste um den Handballsport das Bundesverdienstkreuz verliehen. 2002 ehrte ihn der DHB mit der goldenen Ehrennadel.
Dass die Förderung der Jugend am Mittelrhein auch künftig im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen wird, ist für Eingeweihte längst klar. Wir brauchen den Spitzenhandball genauso wie den Breitensport-Handball, ist Gebhardt überzeugt, der häufig auf Jugend- und Miniturnieren zu Gast ist, und damit seine Affinität zu diesem Thema unterstreicht. Und nicht zuletzt will der HVM-Präsident die Interessen des kleinsten Verbandes in NRW neben Westfalen und dem Niederrhein weiterhin mit Verve vertreten.