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HB-LL: HSG-Reserve müht sich zum Sieg - Nümbrecht und Oberwiehl ebenfalls mit großen Schwierigkeiten

pn; 15. Nov 2005, 00:00 Uhr
Oberberg Aktuell
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HB-LL: HSG-Reserve müht sich zum Sieg - Nümbrecht und Oberwiehl ebenfalls mit großen Schwierigkeiten

pn; 15. Nov 2005, 00:00 Uhr
(pn/30.10.2005-23:00 AKTUALISIERT) Oberberg -Während Bergneustadt-GM mit viel Glück gegen Strombach gewinnt, erleidet Wallefeld eine deutliche Niederlage in der Rheindorf - Die Südkreisler bekleckern sich auch nicht mit Ruhm. Die Handball-Landesliga der Männer wird präsentiert von der 'Bäckerei Lange'.
HSG Bergneustadt-Gummersbach II - TV Strombach 32:30 (15:18).

Der HSG-Sieg war sicherlich kein Spiel für Handball-Ästheten, aber dennoch äußerst spannend. Strombach hatte die Partie über 50. Minuten eigentlich klar in der Hand, um am Ende dann doch mit leeren Händen dazustehen. HSG-Coach Schumacher konnte es eigentlich nicht treffender zusammenfassen: "Wir haben grottenschlecht gespielt und trotzdem gewonnen." Aufgrund des schwachen Saisonstarts der Strombacher merkte man den HSG-Spielern an, dass der Gegner zu leicht genommen wurde. Doch kampflos wollte dieser die Punkte nicht auf dem Bursten lassen. Von Anfang an führten die Strombacher mit ein bis zwei Toren. Zwar konnten die Bergneustädter immer wieder mal ausgleichen, doch eine Führung gelang zu keinem Zeitpunkt der ersten Halbzeit.

[Bilder: Michael Kleinjung ---- Auch zehn Tore von Spielertrainer Mirko Müller konnten die Niederlage bei der HSG nicht verhindern.]

So führte Strombach nach einer Viertelstunde vor allem dank Tino Steuck, der fünf Treffer in Folge aus unmöglichem Winkel von Aussen erzielte, mit 10:8. Zwar kämpften sich die Akteure von Schumacher wieder auf 13:13 heran, doch nun zog der Gast wieder das Tempo an und erspielte sich so eine 18:15-Pausenführung. Den Start in die zweite Halbzeit verschlief die Mannschaft um Trainer Mirko Müller, der erneut mitspielte und neben Torwart Christian Mertens bester Akteur war, jedoch kräftig.

Schnell glich die HSG zum 19:19 aus. Von nun an führten die Gäste erneut mit ein bis zwei Toren, was die HSG allerdings ab der 42. Minute immer wieder ausgleichen konnte. Beim 25:25 (48) war das Spiel dann völlig offen. Bergneustadt hatte per Siebenmeter die Chance zur ersten Führung, verschoss selbigen jedoch an den Pfosten. Erst zwei Minuten später gelang die erste Führung zum 27:26. Aufbauend auf einen immer stärker werdenden Stanislav Gorobtschuk im Tor setzten sich die HSGler immer weiter ab und führten zehn Sekunden vor Schluss mit 32:29. Die letzte Aktion des Spiels blieb Mirko Müller überlassen, der das letzte Tor der Partie per Siebenmeter erzielte.

[Dominik Prystaw wird hier von Arthur Kunkel hart angegangen.]

"Gut gekämpft aber leider verloren", war Müller nach dem Spiel ein wenig enttäuscht über die verschenkten Punkte. Allerdings sollte seine Mannschaft, die am Ende unter Kräfteverschleiss zu leiden hatte, da alle Spieler fast durchspielen mussten, mit solchen Leistungen in Zukunft sicherlich noch den einen oder anderen Punkt gegen Teams aus der oberen Hälfte holen.




Tore HSG Bergneustadt-Gummersbach: Mathias Kakuschki (7/1), Jens Scheurer (6), Stefan Kuxdorf (6/3), Dominik Prystaw (5), Kenny Dahm (4), Thomas Bescheid (2), Timo Bay (2).

Tore TV Strombach: Mirko Müller (10/4), Tino Steuck (5), Oliver Dax (5), Eric Voss (3), Oliver Meyer (3), Michael Schaldach (2), Arthur Kunkel (2/2).

TV Niederseßmar - CVJM Oberwiehl 24:30 (12:14).

"Not gegen Elend und Elend hat gewonnen." Besser als der beste Oberwiehler Sebastian Maassen hätte man es nicht ausdrücken können. Auch sein Trainer Rolf Schuster sprach nach dem Spiel vom "befürchteten Arbeitssieg". Den Beginn der Partie hatte seine Mannschaft kräftig verschlafen. Nach fünf Minuten führe der TVN mit 3:0. Fünf Minuten später mit 6:3. Vor allem Nils Thönes, der angeschlagen ins Spiel gegangen war und zudem kurz gedeckt wurde, verschoss in dieser Phase viel.


[Machte eine klasse Partie und ließ die Niederseßmarer mit seinem Tempogegenstößen immer wieder schlecht aussehen, Kreisläufer Sebastian Maassen.]

Erst eine Zeitstrafe gegen Jorgo Stavrou liess die Oberwiehler den Drei-Torerückstand aufholen. Vor allem durch die nun deutlich besser stehende Abwehr gelang es den Südkreislern sich auf 10:8 (20) leicht abzusetzen. Vorne hatte man allerdings damit zu kämpfen, dass die Schiedsrichter sehr viel Härte seitens der Niederseßmarer zuliessen. Bis zur Halbzeitpause wurde so die Zwei-Toreführung konstant gehalten.

[Erzielte zwar sieben Tore aber erlaubte sich auch zuviele Fahrkarten, Dennis Bauer]

Nach dem Pausentee erlebten beide Mannschaften zunächst eine kleine Schrecksekunde: Nils Hühn und Andreas Granzin schmissen sich nach dem Ball und prallten dabei heftig mit den Köpfen zusammen. Für Hühn war die Partie danach beendet. Granzin konnte nach einer längeren Verschnaufpause wieder mitmischen. Das Spiel plätscherte danach weiter vor sich hin. Die Südkreisler setzen sich dabei allerdings langsam ab. Auch die Einwechslung von Daniel Giese im Seßmarer Tor brachte nicht den gewünschten Effekt. Nach 45. Minuten stand es 18:22 aus Sicht der Gastgeber.

Kurz vor Ende stand es sogar 20:26 (55). Diese Führung wurde nun nicht mehr verspielt und Oberwiehl gewinnt am Ende glanzlos aber souverän das Derby. Stark waren vor allem Sebastian Maassen der sieben Tore bei acht Versuchen verbuchen konnte sowie Jan Balkhausen im Tor, der 15 Paraden, darunter zwei Siebenmeter, zu verzeichnen hatte. Auf der anderen Seite stach vor allem Dennis Bauer mit sieben Toren hevor. Allerdings schoss er auch elf Fahrkarten, darunter zwei Siebenmeter, und leistete sich vier technische Fehler.


Sein Trainer Küsters, der erneut auf Marc Bubenzer verzichten musste, machte auch die insgesamt schlechte Chancenauswertung - weniger als 50% der Seßmarer Würfe landeten im Tor - für die Niederlage verantwortlich. "Unsere kämpferische Moral hat mir allerdings sehr gut gefallen. Wir haben uns hier gut verkauft", zeigt er sich nicht ganz unzufrieden. Sein Gegenüber war froh, dass seine Truppe diszipliniert zu Ende spielte und sich durch die Ausfälle von Jörg Dannenberg sowie Nils Hühn nicht hat schwächen lassen.

Tore TV Niederseßmar: Dennis Bauer (7/1), Andreas Granzin (6/2), Andreas Becker (5), David Rodriguez (2), Arif Marovac (2), Jorgo Stavrou (1), Stefan Dirlenbach (1).

Tore CVJM Oberwiehl: Nils Thönes (9/3), Sebastian Maassen (7), Florian König (3), Christian Sommer (3), Matthias Ullenboom (3), Mischa Peters (2), Florian Vierbaum (2), Nils Hühn (1).



[Arif Marovac scheitert hier am glänzend aufgelegten Jan Balkhausen - Seinen Trainer Küsters (rechts) freute dies verständlicherweise wenig.]

TuS Rheindorf - TV Wallefeld 26:16 (13:7).

"Mit solch einer Angriffsleistung haben wir nichts in der Liga verloren", fasst ein enttäuschter Schorsch Lahr den gestrigen Auftritt in Rheindorf zusammen. Zu Anfang der Begegnung hatte alles nach einem offenen Spiel ausgesehen. Gegen sichtlich nervöse Gastgeber führte der TVW nach einer Viertelstunde sogar mit 5:4. Doch dann schlichen sich genau die gleichen Fehler wie schon gegen Strombach ins Spiel der Oberberger ein. Tempogegenstosspässe wurden zum Gegner gespielt und so drehten diese das Ergebnis zu ihren Gunsten innerhalb weniger Minuten zum 7:5.

Bis zur Halbzeitpause erhöhten die Rheindorfer die Führung kontinuierlich bis zum 13:7. Mit diesem Pausenrückstand war die Messe aus Wallefelder Sicht also fast schon gelesen. In der zweiten Hälfte konnten die Fehler im Angriff auch nicht mehr über eine gute Abwehr kompensiert werden. Am Ende hatte der Gastgeber allein zwölf Tempogegenstosstore zu verzeichnen. "Sascha Dehn fehlt uns leider immens, da mit ihm ein Spieler ausfällt, der enorm Ballsicher ist", vermisste der Trainer seinen Spielmacher schmerzlich.

[Nils Hühn blieb heute unter seinen Möglichkeiten und mußte in der 32. Minute verletzt ausscheiden.]

"Ob wir das Spiel nun mit zehn oder zwanzig Toren verlieren, macht keinen Unterschied, aber gegen einen nicht gerade übermächtigen Gegner war hier deutlich mehr drin. Wir schaffen es einfach nicht mehr unsere Stärken nach der Herbstpause ausspielen", zeigt sich Lahr enttäuscht über die letzten beiden Auftritte seines Teams. Durch die Niederlage setzt sich der TV Wallefeld im Tabellenkeller fest und muss hoffen wenigstens aus den nächsten drei Spielen, bei denen unter anderem gegen die Kangaroos und Niederseßmar gespielt wird, Punkte zu holen.

Tore TV Wallefeld: Markus Deubel (10/6), Andre Gerhardt (3), Holger Kleinjung (2), Uwe Merten (1).

HC Cologne Kangaroos - SSV Nümbrecht 23:26 (11:13).

Die erste Hiobsbotschaft ereilte Trainer Holger Faulenbach bereits vor der Abreise nach Rodenkrichen: Alex Winkler fuhr aus privaten Gründen nicht mit. Stattdessen mussten erneut Spieler aus der Kreisligareserve aushelfen, die derzeit die Landesligamannschaft unterstützen, wo es nur geht. Bei der Ankunft in Köln gab es dann den nächsten kleinen Schock - die Kangaroos hatten alles Alterfahrene was sie im Kader vorhanden ist mit an Bord.

Faulenbach war erstaunt wie "cool" die Kölner den Anfang gestalten konnten. Bis zur sechsten Minute lagen die Oberberger mit 1:4 hinten. Die Deckung stand bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht. Nachdem man dieses Problem nun langsam in den Griff bekam, kämpfte sich die Mannschaft bis zur 20. Minute auf 7:7 heran. Neun Minuten später stand es immer noch pari beim 11:11. Zwei glücklich gewonnene Bälle verwandelte Jens Jürges noch jeweils per Tempogegenstoss im Kölner Kasten, so dass die Südkreisler mit einer äußerst glücklichen 13:11-Führung in die Kabine gingen.

Der Start nach der Pause gelang deutlich besser als noch zu Beginn der Partie. Beim 20:15 (42) aus Nümbrechter Sicht sah man schon wie der sichere Sieger aus. Doch die folgenden zehn Minuten gelang im Angriff überhaupt nichts mehr. Fehlabgaben häuften sich und das Tor wurde ebenfalls nicht mehr getroffen. Innerhalb von zehn Minuten hatten die Kangaroos das Spiel gedreht und führten mit 22:21.

Faulenbach wechselte nun wieder Michael Rösner für den gut haltenden Phillip Winkler ein. Dies erwies sich als Glücksgriff. Das Team fing sich wieder und spielte die letzten acht Minuten wieder den gewohnt schnellen Ball, so dass am Ende ein äußerst glücklicher, aber nicht unverdienter Sieg zu Buche steht. "Hauptsache gewonnen", lautet Faulenbachs abschließender Kommentar. Nümbrecht steht mit dem Sieg weiter ungeschlagen vor der Verfolgern aus Leichlingen und Oberwiehl an der Tabellenspitze.

Tore SSV Nümbrecht: Jens Jürges (7), Patrick Seebaum (7), Mario Jatzke (6), Jörg Weber (3), Linus Biegale (2), Gunnar Jürges (1).

Ergebnisse und Tabelle Landesliga Männer B