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FC-Fanclub "Die Engelsböck" holte himmlischen Hennes ins bergische Freilichtmuseum

mho; 9. Oct 2005, 00:00 Uhr
Oberberg Aktuell
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FC-Fanclub "Die Engelsböck" holte himmlischen Hennes ins bergische Freilichtmuseum

mho; 9. Oct 2005, 00:00 Uhr
(mho/25.9.2005-20:35) Lindlar - Rechtzeitig vor dem Heimspiel des 1. FC Köln kam Maskottchen Hennes mit Herrchen Bauer Schäfer ins Bergische, um sich noch einwenig Inspiration zu holen – auch wenn es heute gegen Herta BSC Berlin nicht ganz reichte.
[Bilder: Martina Hoffmann.]

Der Engelskirchener FC Fanclub „Die Engelsböck“ (Bild) hatten ins Lindlarer Freilichtmuseum geladen und präsentierten ihr Logo - den Hennes, natürlich himmlisch schnell mit Flügeln und hatten als Ehrengast das FC-Maskottchen aus Köln „einfliegen“ lassen. Die Fußballfans um Rita und Klaus Noss begrüßten aber nicht nur den Bock, sondern auch zahlreiche Nachbarfanclubs und „freie“ FC Anhänger. Mit einem Torwandschießen, und einem Sportquiz stimmte man sich auf das sonntägliche Spiel ein, tauschte Erfahrungen aus und Fachsimpelte gemeinsam.

[Rita Noss hatte auch die eine oder andere Möhre für Hennes parat.]

Dr. Gero Karthaus begrüßte den Bock gebührend, der immerhin mit einer über 50 Jahre andauernde Tradition als einziges lebendes Wahrzeichen eines Fußball Bundesliga Clubs aufwarten kann. Das Hennes nun schon in der siebten Auflage blökt, stört dabei niemanden. Der Geißbock, der im FC-Wappen andeutet, über die Türme des Kölner Doms springen zu wollen, wurde dem Club sozusagen als Fastelovendsscherz und Glücksbringer von der Zirkus Direktorin Carola Williams geschenkt.

Namensgeber des ersten, etwas nervösen Bocks war im übrigen Hennes Weisweiler, der von Bock Nr. 1 „angepieselt“ wurde. Damals lebte der Bock noch neben dem Cremerstadion. Hennes Nummer 2, war laut Erzählungen kein wirklicher Fußballfan- er miet das Stadion und unternahm so manchen Fluchtversuch. Dem dritten Hennes wurde nach einem tragischen Tod durch Vergiftung die große Ehre zu teil, als Präparat die Eingangshalle des FC zu schmücken. Nummer 4 liebte das Autofahren und war somit bestens geeignet die großen Triumphe des FC als Meister und Pokalsieger in den 70er Jahren zu begleiten.

[Dr. Gero Karthaus begrüßte den Bock gebührend.]

Hennes Nummer 5 hatte ein Problem mit der Bekleidungsvorschrift- er entledigte sich allzu oft des roten Deckchens und Nummer 6. starb „angemessen“ nach einer 0:1-Niederlage gegen Karlsruhe. Die amtierende Nummer 7 hat in den vergangenen Jahren echte Bockigkeit bewiesen. Tapfer ertrug er die Abstiege und genoss den Aufstieg und ließ sich lediglich durch die Maul und Klauenseuche im Jahre 2001 aus dem Stadion verbannen.

Da Hennes VII als Genießer gilt, wollte man ihm eigentlich artgerechte Gesellschaft gönnen, leider sind aber die Ziegen des Freilichtmuseums zurzeit etwas schwach auf der Brust und so musste man aufgrund der Ansteckungsgefahr auf ein tierisches Tet a tet verzichten.



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