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Scheideweg startet Gefährdetenhilfeprojekt in Kenia

Red; 13. Aug 2005, 00:00 Uhr
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Scheideweg startet Gefährdetenhilfeprojekt in Kenia

Red; 13. Aug 2005, 00:00 Uhr
(Red./29.7.2005-16:30) Hückeswagen – Die Gefährdetenhilfe Scheideweg hat mit dem Erwerb von 60 Hektar Farmland den ersten Schritt beim Aufbau eines Großprojektes für ehemalige Häftlinge in Kenia gemacht.
[Bilder: privat --- Die Reisegruppe mit Strafvollzugsverantwortlichen im Gefängnis
Kisumu am Viktoriasee.]


In Songhor bei Kisumu am Viktoriasee erwarb der Verein 60 Hektar Farmland - den Kaufvertrag unterzeichneten der Vereinsvorsitzende Hans Eichbladt und Verkäufer Charles Okumu während der Reise in Nairobi. In Songhor und Umgebung warb die Gefährdetenhilfe für ihr Anliegen, haftentlassenen Menschen eine Chance zu geben - und stieß dabei auf offene Ohren. Die Pfarrer, Lehrer und Dorfältesten trafen sich mit den deutschen Gästen auf dem Farmgrundstück und brachten ihre Unterstützungsbereitschaft zum Ausdruck.

[Thomas Gröninger und Reuben Gitau auf dem neu erworbenen Farmland.]

Das Farmprojekt in Songhor werden der Gefährdetenhilfe- Mitarbeiter Thomas Gröninger und sein kenianischer Kollege Reuben Gitau gemeinsam entwickeln. Zunächst wird Land gerodet und ein Landhaus gebaut, im nächsten Jahr mit der Landwirtschaft begonnen. Parallel dazu ist der Aufbau einer Kontaktgruppenarbeit mit ehrenamtlichen Mitarbeitern der Region in den umliegenden Gefängnissen geplant. Kenianischer Projektpartner ist die African Inland Church (AIC). "Wir brauchen Projekte wie diese Farm der Gefährdetenhilfe, denn für viele Haftentlassene gibt es zurzeit keine Lebensperspektive", betonte Bischof Silas K Yego bei einer Begegnung mit der deutschen Gruppe in Nairobi.

[Charles Okumu und Hans Eichbladt bei der Unterzeichnung des Kaufvertrages.]

Das Team der Gefährdetenhilfe Scheideweg traf auch mit dem deutschen Botschafter in Nairobi, Bernd Braun, zusammen und besuchte ein Heim für HIV-infizierte Kinder in der Stadt Ngechek, das die deutsche Missionsgesellschaft Diguna unterhält. Insgesamt war die Gruppe in 16 Gefängnissen zu Gast und beging gemeinsam mit etwa 16.000 Gefangenen und den Seelsorgern Gottesdienste. Dabei reiste die Gruppe während ihres dreiwöchigen Aufenthaltes von Nairobi bis in die Stadt Kisumu am Viktoriasee. In Songhor selbst veranstaltete das Reiseteam Konzerte mit Liedern in kenianischer Sprache und stellte auch dort ihr Projekt vor.

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