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AOK präsentiert: Top-Unternehmen in Oberberg: Unitechnik
(sl/29.7.2005-16:10) Von Simone Liebelt
Wiehl-Bomig In dieser Reihe stellt Oberberg-Aktuell die größten und bekanntesten Unternehmen der Region vor präsentiert von der AOK Rheinland: Heute die Unitechnik Cieplik & Poppek AG aus Wiehl-Bomig.
1971 wurde in Gummersbach eine Firma gegründet, die fast 35 Jahre später nicht nur zur Aktiengesellschaft werden soll, sondern auch weltweit tätig ist. A.S. Creation, Alcan, AVEA, BMW, Qantas, Tchibo, BPW und die Deutsche Bahn das sind nur einige Kunden des mittlerweile in Wiehl ansässigen Unternehmens Unitechnik.
[Bilder: Unitechnik --- Die Firma Unitechnik Cieplik & Poppek AG ist im Bomiger Industriegebiet beheimatet.]
Seit nunmehr drei Jahrzehnten gehört Unitechnik nun zu den führenden Anbietern von Industrie-Automatisierung und Informatik. Dabei lösen die rund 300 Mitarbeiter in Wiehl, Eisenhüttenstadt, Viernheim und Basel komplexe Aufgaben der Regel-, Steuerungs- und Leittechnik für Maschinen, Anlagen und Logistiksysteme.
[Lenken die Geschicke der Aktiengesellschaft: Wolfgang Cieplik (v.l.n.r.), Bernhard Hoffmann, Torsten Ley, Knut Kröckel und Rainer Poppek.]
Je nach Wunsch des Kunden treten wir als Gesamtanbieter oder Teilprojektlieferant auf, erklärt Wolfgang Cieplik, der nach der Neufirmierung des Unternehmens in eine Aktiengesellschaft dem Vorstand angehört und für den Bereich Marketing und Vertrieb verantwortlich ist. Sie können bei uns ein komplettes Distributionszentrum oder die elektrische Ausrüstung für eine solche Anlage kaufen, erläutert Cieplik weiter. Die eigene Leistung von Unitechnik besteht in der kompletten Steuerungs- und Leittechnik. Dies beinhaltet die Planung und reicht vom Projektmanagement über Hardware-Engineering, Software-Engineering und Fertigung bis hin zur weltweiten Montage und Inbetriebnahme sowie dem anschließenden Service.
Die Tätigkeitsschwerpunkte von Unitechnik können derweil in drei Geschäftsbereiche eingeteilt werden. Zum einen wäre da der Bereich Logistiksysteme. Hier beschäftigt sich Unitechnik vorwiegend mit dem Aufbau von Distributionszentren, Cargo-Terminals, Produktionslogistik und dem Gepäcktransport.
Ein komplettes Distributionszentrum mit allen erforderlichen Systemen gehört zum Leistungsspektrum.]
Auch im Bereich der Betonfertigteiltechnik ist Unitechnik aktiv. Hier werden CAD/CAM-gesteuerte Betonfertigteilwerke zur automatischen Produktion von Decken und Wänden erdacht. Das dritte Standbein ist die Maschinen- und Prozesstechnik, die zum Beispiel Müllverwertungsanlagen automatisiert und Walzwerke auf den neusten technischen Stand bringt.
[Service wird bei Unitechnik groß geschrieben.]
Ein Blick in das Leistungsspektrum des oberbergischen Unternehmens: Am Flughafen Dubai wird zurzeit an einem Frischwaren-Terminal gebaut. Mit dem Bau der gesamten Logistikanlage für das Dubai Flower Center wurde die Viernheimer Firma ICM Airport Technics GmbH beauftragt, eine Tochtergesellschaft von Unitechnik. Der Auftragswert liegt im Übrigen bei rund 11,5 Millionen , davon entfallen 3,2 Millionen auf Unitechnik. Die Bereiche des Lagers sind mit Fördertechnik vernetzt. Alle Bewegungen innerhalb des Terminals laufen rechnergesteuert und automatisch ab. Und damit alles so läuft, wie es laufen soll, dafür sorgt Unitechnik. Neben der gesamten Steuerungstechnik wird auch das Inventory Control System entwickelt. Hier laufen alle Informationen und Daten zusammen, und das ganze System wird von dort aus gesteuert.
Aber dies ist nicht das einzige Großprojekt der oberbergischen Denker. Das größte Betonfertigteilwerk der Welt wurde im Juni dieses Jahres in Bangkok eröffnet. Die Eröffnung der größten Restmüllverwertungsanlage Baden-Württembergs in Buchen steht kurz bevor. In allen Anlagen ist Unitechnik für das Gehirn und die Sinne verantwortlich.
Nachdem Unitechnik als oHG gegründet und später zur GmbH wurde, hat man in Wiehl-Bomig im vergangenen Jahr den Generationenwechsel vorgenommen. Die Firmengründer Bernd Cieplik und Heinz Poppek wechselten in den Aufsichtsrat und machten den Jungen Wilden Platz. Im Vorstand sind jetzt Wolfgang Cieplik, Bernhard Hoffmann, Knut Kröckel, Torsten Ley und Rainer Poppek für die Geschicke von Unitechnik verantwortlich.
[Natürlich werden auch die Kunden entsprechend geschult.]
Aktuelle Lage/Ausblick:
Die Auftragslage ist sehr gut, erklärt Cieplik, wobei viele Aufträge direkt oder indirekt aus dem Ausland kommen. Der deutsche Markt hingegen sei nach wie vor verhalten. Dennoch blickt man sehr positiv in die Zukunft: Bei Unitechnik soll das Endkundengeschäft weiter forciert werden. Außerdem wollen die Macher von Unitechnik strategische Allianzen mit Maschinenbaupartnern auf- und ausbauen. Das internationale Geschäft soll in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Firmenhistorie:
- 1971: Gründung des Ingenieurbüros Cieplik & Poppek oHG durch Bernd Cieplik und Heinz Poppek
- 1973: Umzug innerhalb Gummersbach in die Gimborner Straße, 10 Mitarbeiter
- 1975:< Umzug in erstes eigenes Firmengebäude nach Wiehl-Bomig, Robert-Bosch-Straße (Büro mit Fertigungshalle), 14 Mitarbeiter
- 1977: Aufbau einer Entwicklungsabteilung für Industrie-Elektronik, z. B. für elektronische Relais und Mikroprozessorsteuerungen; Erweiterung der Hallenfläche auf 500 Quadratmeter
- 1979: Änderung der Firmierung in Unitechnik Cieplik & Poppek GmbH, 28 Mitarbeiter
- 1980: Einsatz der ersten speicherprogrammierbaren Steuerung; Entwicklung eines Einplatinen-Computers
- 1982: Verlegung des Firmensitzes in die Fritz-Kotz-Straße, Neubau mit 2.700 Quadratmetern Büro und Hallenfläche, 60 Mitarbeiter
- 1984: Installation der ersten Bürocomputer und eines CAD-Arbeitsplatzes, 75 Mitarbeiter
- 1989: Bau eines vierstöckigen Verwaltungsgebäudes und Erweiterung der Fertigungshalle, 133 Mitarbeiter
- 1991: Gründung der Firma Unitechnik Automatisierungstechnik in Eisenhüttenstadt; Bau eines zweiten vierstöckigen Verwaltungsgebäudes und einer Montagehalle; Eröffnung des Schulungszentrums für Automatisierungstechnik; 179 Mitarbeiter
- 1995: Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001
- 1997: Gründung der Brisoft AG in der Schweiz, Unitechnik hält 48 Prozent der Anteile
- 1999: Verabschiedung des Geschäftsführers Heinz Poppek, an seiner Stelle tritt sein Sohn Rainer Poppek in die Geschäftführung ein
- 2000: Umbau einer Werkshalle zu einem zweistöckigen Bürogebäude, in dem unter anderem die Service-Abteilung, das Schulungszentrum und die Kantine untergebracht sind
- 2004: Übernahme der Anteilmehrheit der ICM Airport Technics GmbH in Viernheim; Änderung der Gesellschaftsform in eine Aktiengesellschaft
Unternehmensdaten:
Unternehmensform: Aktiengesellschaft
Vorstand: Wolfgang Cieplik, Bernhard Hoffmann, Knut Kröckel, Torsten Ley, Rainer Poppek
Aufsichtsrat: Bernd Cieplik (Vorsitzender), Heinz Poppek, Uwe Koch
Beschäftigte: 300 Mitarbeiter in der Unternehmensgruppe, 170 Mitarbeiter am Standort Wiehl
Produkte: Industrie-Automatisierung und Informationsverarbeitung, z. B. Produktionslogistik, Distributionszentren, Cargo-Terminals, Betonfertigteilwerke, Anlagen zur Folienproduktion, Abfallbehandlungsanlagen
Kunden: weltweite Unternehmen aus Industrie, Verkehr, Handel und Entsorgung, unter anderem A.S. Creation, Alcan, BMW, BPW, Deutsche Bahn, EGAC (Taiwan), Leppe-Deponie, Norandal (USA), Meyer Werft, Moeller Electric, Preuksa (Thailand), soft-carrier, Storck, Tchibo, VOSS, VW.
Produktionsstandort: Engineering und Schaltschrankfertigung in Wiehl-Bomig
Tochter- und Schwesterunternehmen: Unitechnik Automatisierungs GmbH in Eisenhüttenstadt, ICM Airport Technics GmbH in Viernheim, Brisoft AG in Basel
Sitz des Unternehmens: Fritz-Kotz-Straße 14, 51674 Wiehl
Internet: www.unitechnik.com
Den Firmenservice der AOK Rheinland, die bei Oberberg-Aktuell die Top-Unternehmen präsentiert, finden Sie hier.