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Neuer HSG-Coach Uli Pohl: Gehen unseren Weg trotz Rückschlägen konsequent weiter
(bv/25.5.2005-22:10) Bergneustadt Auch wenn einige Stammspieler die HSG Gummersbach/Bergneustadt verlassen haben, und andere Akteure von ihrer Zusage abrückten, will die HSG in der kommenden Oberliga-Saison Akzente setzen.
[Noch mindestens zwei "Knaller" will der neue HSG-Coach Uli Pohl für sein Oberliga-Team holen.]
Dass Kreisläufer Maik Pallach seine Zusage an die HSG nicht einhält und nunmehr den Nachbarn TuS Derschlag vorzieht, ärgert Trainer Uli Pohl gewaltig, auch wenn der neue Coach der Spielgemeinschaft seinen Zorn im Griff hat. Ich will das nicht öffentlich kommentieren, aber jeder kann sich einen Reim darauf machen. Er hatte uns sein Wort gegeben, erklärt Pohl. Trotz dieses personellen Rückschlages und dem Abgang von Rückraumtalent Holger Magdzack ebenfalls nach Derschlag werde man den Weg der konsequenten Nachwuchsförderung weiter gehen. Helfen dabei soll der Berliner Linkshänder Sascha Kunigk, der auf Vermittlung des neuen Jugendtrainers Axel Renner an die Dörspe wechselt. Der neue Spieler ist sowohl im rechten Rückraum als auch Rechtsaußen einsetzbar.
Doch die HSG sucht nach weiteren Verstärkungen. Gehandelt werden derzeit sogar Hochkaräter mit Zweitliga-Erfahrung, die das junge Team in der Oberliga in vordere Tabellenregionen führen sollen. Natürlich müssen wir besser werden und weiter vorne mitspielen, weiß auch Pohl, dass nichts anziehender ist als Erfolg. Damit würden dann auch diejenigen Kritiker stiller, die immer noch die Spielgemeinschaft reserviert betrachten. Das Konzept der HSG wie auch das VfL-Jugendkonzept sind der richtige Weg. Ich bin von beiden Maßnahmen absolut überzeugt, und schon in wenigen Jahren werden wir erleben, dass sich Erfolge einstellen, glaubt Pohl.
Allerdings gibt er zu, dass man insgesamt zu euphorisch an die Sache herangegangen sei. Für ihn als Coach sei wichtig, die jungen Spieler bestmöglich zu fördern, ihnen aber auch Grenzen aufzuzeigen. Mancher glaube, bereits mit 17, 18 Jahren Regionalliga spielen zu müssen, obwohl man die körperlichen und mentalen Voraussetzungen nicht mitbringe. Manchmal kommt der Schub erst einige Jahre später. Die Jungs müssen lernen, dass sich das Warten und Arbeiten lohnt.