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Bezirksliga: Golombeck schimpft auf sein Team - Berkele fühlt sich vom Schiri betrogen
(bl/7.11.2004-21:25) Oberberg - Baris Spor Hackenberg verbesserte sich durch den knappen Sieg in Neunkirchen wieder auf den dritten Platz - peinliche Pleite des SVH - TuS Lindlar fühlte sich um Erfolg betrogen - Derschlag hatte Pech in Oberpleis - Bröltal und Waldbröl patzten zu Hause.
Einen rabenschwarzen Tag erwischten die oberbergischen Vertreter in der Bezirksliga. Lediglich Baris Spor Hackenberg konnte beim Aufsteiger Neunkirchen-Seelscheid einen "Dreier" landen. Die übrigen fünf Clubs aus Homburg-Bröltal, Derschlag, Lindlar, Waldbröl und Hermesdorf holten zusammen keinen einzigen Punkt und kamen auf 5:13-Tore. Die SG BP Köln-Worringen baute durch den Sieg im Schlagerspiel gegen den TuS Lindlar ihre Spitzenposition auf nunmehr 25 Punkte aus.
RS 19 Waldbröl TuS Marialinden 0:1 (0:1).
In der zweiten Hälfte hat uns einfach der nötige Biss gefehlt, um dieses Spiel noch zu drehen, erklärte RS 19-Trainer Klaus Kaltenbach nach dieser unnötigen Heimniederlage. Zwar hatten seine Jungs mehr vom Spiel, den letzten Willen und die Durchschlagskraft im Angriff ließen die Rasensportler aber vermissen, so dass der TuS den Sieg nach Hause schaukeln konnte. In den ersten 45 Minuten versäumten es die Hausherren bereits bei optischer Überlegenheit, den abgezockten Gästen einen Treffer einzuschenken. Marialinden reichte eine wirklich gefährliche Aktion zum goldenen Tor.
Torfolge
0:1 Sascha Wallmeroth (38.).
RS 19 Waldbröl
Ioannis Stavropoulos; Janus Oschlisniok, Ali Sewim, Al Hatchji Muntari, Said Mustafa (68. Kai Klemmer), Michael Karger, Igor Bola, Jan Oravec, Uwe Olschewski, Ilhan Tokac (52. Selcuk Alay), Marco Erdmann.
RS 19 Waldbröl TuS Marialinden 0:1 (0:1).
In der zweiten Hälfte hat uns einfach der nötige Biss gefehlt, um dieses Spiel noch zu drehen, erklärte RS 19-Trainer Klaus Kaltenbach nach dieser unnötigen Heimniederlage. Zwar hatten seine Jungs mehr vom Spiel, den letzten Willen und die Durchschlagskraft im Angriff ließen die Rasensportler aber vermissen, so dass der TuS den Sieg nach Hause schaukeln konnte. In den ersten 45 Minuten versäumten es die Hausherren bereits bei optischer Überlegenheit, den abgezockten Gästen einen Treffer einzuschenken. Marialinden reichte eine wirklich gefährliche Aktion zum goldenen Tor.
Torfolge
0:1 Sascha Wallmeroth (38.).
RS 19 Waldbröl
Ioannis Stavropoulos; Janus Oschlisniok, Ali Sewim, Al Hatchji Muntari, Said Mustafa (68. Kai Klemmer), Michael Karger, Igor Bola, Jan Oravec, Uwe Olschewski, Ilhan Tokac (52. Selcuk Alay), Marco Erdmann.
[Torschütze Sascha Obst war der beste Spieler des FC Borussia Derschlag in Oberpleis.]
TuS Oberpleis FC Borussia Derschlag 3:1 (1:1).
Das Ergebnis stimmte auch am heutigen Tag nicht, dafür lässt die durchaus ansprechende Leistung der Derschlager Rumpftruppe Trainer Stefan Witt aber auf mehr hoffen. Die Einstellung war völlig in Ordnung, und wir haben auch streckenweise guten Fußball gespielt, erklärte der Übungsleiter, der kurzfristig auch noch Markus Runkel ersetzen musste. Nach der verdienten Führung passten die ansonsten sicheren Borussen einmal nicht auf, und prompt stand es 1:1. Auch nach dem Pausentee verkauften sich die Gäste teuer und waren sogar am Drücker, ehe der Gegentreffer in einer 4:2-Überzahl einen neuerlichen Rückschlag bedeutete. In der Schlussphase setzten die Derschlager dann noch einmal in Überzahl alles auf eine Karte, und wurden nach einem Ballverlust von Andre Germer eiskalt ausgekontert.
Torfolge
0:1 Sascha Obst (10.), 1:1 (30.), 2:1 (55.), 3:1 (85.).
Besonderes Vorkommnis
Rote Karte gegen einen Oberpleiser Spieler (75. Foul an Sascha Obst).
FC Borussia Derschlag
David Becker; Ali Demirkaya, Andre Germer, Carsten Morwinsky, Hardy Göckler, Alain Rothenpieler, Hayder Tokmak (70. Willi Kanelias), Stefan Witt, Dirk Isenhardt, Sascha Obst, Hans-Jürgen Schlottner.
SV Eitorf SV Hermesdorf 4:2 (1:1).
Nach dem TuS Lindlar patzte nun auch die zweite oberbergische Mannschaft ganz gewaltig auf dem Eitorfer Kunstrasen. Das war wirklich eine unterirdische Leistung, schimpfte Trainer Roland Golombeck nach der desolaten und emotionslosen Vorstellung seiner Jungs. Lediglich Maik Schrade und Paul Wall stemmten sich gegen die Niederlage, die hoch gelobte Kreativabteilung war hingegen ein Totalausfall. Hinzu gesellten sich auch noch Anfängerfehler, die zu den Gegentreffern führten. Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen, keinen Einsatz gezeigt und gegen eine völlig biedere Mannschaft vier Tore kassiert. Das darf einfach nicht wahr sein, wetterte Golombeck, der hilflos an der Seitenlinie stand, weiter. Nach dem 2:1 der Gastgeber ließen seine Jungs dann vollends die Köpfen hängen, woran auch der Anschlusstreffer nichts mehr änderte.
Torfolge
1:0 (35.), 1:1 Paul Wall (41.), 2:1 (63. Freistoß aus 40 Metern), 3:1 (84.), 3:2 Denis Muratovic (85. Zoran Rados), 4:2 (89.).
SV Hermesdorf
Andreas Klein; Maik Schrade, Benjamin Trampenau, Adrian Kubek, Fahdil Ruhani (46. Robert Wilde), Zoran Rados, Remus Romonti, Sebahattin Yilmaz, Paul Wall (67. Ivan Mrsic), Denis Muratovic, Ilija Ljubicic.
[Einmal mehr eine starke Leistung zeigte der Hackenberger Torhüter Andreas Roemmer.]
FSV Neunkirchen-Seelscheid Baris Spor Hackenberg 1:2 (0:0).
Die Gäste aus dem Oberbergischen wären am heutigen Tag gegen die keineswegs gefährlichen Gastgeber um ein Haar an ihrer desolaten Chancenverwertung gescheitert. Das war wirklich ungenügend, erklärte Baris Spor-Geschäftsführer Fevzi Cevik, der mit ansehen musste, wie seine Jungs bereits in Halbzeit eins eine Vorentscheidung vergaben. Auf der anderen Seite mussten sie sich sogar beim erneut überzeugenden Andreas Roemmer bedanken, dass hinten die Null stand. Nach der Pause setzte sich die Überlegenheit der Gäste fort. Dennoch mussten sie bis kurz vor Schluss zittern, ehe der hochverdiente Sieg unter Dach und Fach war.
Torfolge
0:1 Kilian Gärtner (61. Elfmeter nach Foul an Eduard Landel), 0:2 Mohammed Kara (84.), 1:2 (90.).
Besondere Vorkommnisse
Der Hackenberger Torhüter Andreas Roemmer hielt einen Elfmeter (44. Foul von Adem Ilkay).
Gelb-Rote Karte gegen den Hackenberger Marcel Walker (83. wiederholtes Foulspiel).
Baris Spor Hackenberg
Andreas Roemmer; Eduard Welk (46. Isa Bülbül), Ugur Karakavuz, Murat Sarica (46. Daniel Sakowski), Adem Ilkay (46. Mohammed Kara), Erkan Koc, Rolf Zikeli, Eduard Landel, Rudi Giebler, Marcel Walker, Kilian Gärtner.
TuS Homburg-Bröltal TuS Immekeppel 1:2 (0:1).
Einen herben Rückschlag mussten auch die Bröltaler hinnehmen. Dabei hatten sie gerade in den ersten gut 25 Minuten alles im Griff, nur das fällige Tor wollte nicht fallen. Dabei leiteten gerade Festim Mimini und Shpetim Ajdari immer wieder gefährliche Situationen der sehr agilen und druckvollen Gastgeber ein. Die Gäste kamen erst gegen Ende der Hälfte besser ins Spiel, und Dennis Repa verwertete seine zweite gute Möglichkeit. Nach dem Wechsel waren die Bröltaler weiterhin feldüberlegen, allerdings längst nicht mehr so zwingend. Dennoch hätten sie nach dem späten Anschlusstreffer bei Chancen von Shpetim Ajdari und Dennis Gerlach zumindest noch einen Punkt verdient gehabt.
Torfolge
0:1 Dennis Repa (42.), 0:2 (78. Konter), 1:2 Eduard Kelm (83.).
TuS Homburg-Bröltal
Manuel Niederhausen; Torsten Jungjohann (84. Sebastian Wolf), Dennis Heidenpeter, Timo Kuhn, Pawel Warkentin, Shpetim Ajdari, Eduard Kelm, Marc Nossol (68. Kujtim Kastrati), Festim Mimini, Vitali Kelm, Dennis Gerlach.
[TuS-Trainer Wilfried Berkele fühlte sich vom Schiedsrichter um einen möglichen Erfolg betrogen.]
SG BP Köln-Worringen TuS Lindlar 3:1 (1:1).
Wir sind heute von A bis Z beschissen worden. Wir hatten Null Chancen, dieses Spiel zu gewinnen, wetterte TuS-Trainer Wilfried Berkele nach dem Spiel los und ließ kein gutes Haar an der Leistung des Schiedsrichters. Das Unheil begann aus seiner Sicht bereits mit dem Elfmeter zum 1:0: Das war zunächst einmal deutlich außerhalb des Strafraums und darüber hinaus überhaupt kein Foul. Die lächerliche gelbe Karte für Stefan Pilgram in dieser Szene führte dann auch noch dazu, dass die Gäste ab der 40. Minute in Unterzahl spielen mussten. Aber damit noch nicht genug. Nach dem verdienten Ausgleich der sehr stark aufspielenden Gäste, führte ein klares Abseitstor zum neuerlichen Rückstand. Berkele: Das war das I-Tüpfelchen. Da standen zwei Worringer so etwas von deutlich im Abseits, dass es Jeder auf dem Platz gesehen hat.
Das erste reguläre Tor der Worringer zum 3:1 bedeutete dann die endgültige Entscheidung. Aus Sicht der Gäste hatte der Unparteiische damit ein wirklich gutes Fußballspiel komplett auf dem Gewissen und brachte die Oberberger um den verdienten Lohn. Meine Mannschaft hat wirklich gut gespielt, aber gegen diesen Mann hatten wir keine Chance. Es kotzt mich an, dass solche Leute in regelmäßigen Abständen derart wichtige Spiele entscheiden, verschaffte Berkele seinem Unmut weiter Luft. Eines ist klar: Durch dieses Ergebnis sind für sein Team erst einmal alle Titelträume zerplatzt.
Torfolge
1:0 (10. Elfmeter nach Foul von Stefan Pilgram), 1:1 Uwe Ommer (20. Christian Beckmann), 2:1 (75.), 3:1 (80.).
Besonderes Vorkommnis
Gelb-Rote Karte gegen den Lindlarer Stefan Pilgram (40.).
TuS Lindlar
Marko Katzorke; Heiko Dietz, Daniel Eimermacher, Jimmy McKoy, Stefan Pilgram, Erkan Yorganci, Fabian Höffgen (77. Tim Kemmerling), Dominik Kaesberg, Philipp Menzler, Christian Beckmann, Uwe Ommer.