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Geldsegen für Welthungerhilfe-Gruppe: Gummersbacherin vermachte über 150.000 €

ms; 23. Oct 2004, 06:22 Uhr
Oberberg Aktuell
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Geldsegen für Welthungerhilfe-Gruppe: Gummersbacherin vermachte über 150.000 €

ms; 23. Oct 2004, 06:22 Uhr
(ms/8.10.2004-17:50) Gummersbach - Exakt 155.136,37 € vermachte die Gummersbacherin Anna Elisabeth Lorenz der örtlichen Aktionsgruppe der Welthungerhilfe, die das Geld zur Bekämpfung von Aids im Entwicklungsland Lesotho verwenden will.
[Bild: Björn Loos --- Bürgermeister Paul-Gerhard Schmitz (2.v.r) übergab die Spende an die lesothische Botschaftsekretärin Qenehelo Tsokeli und dem Schirmheer der Gummersbacher Wlthungerhilfe-Aktionsgruppe, Karl Holthaus.]

Mit der Übergabe des Spendenschecks über 155.136,37 € wurde der letzte Wille der im vergangenen Januar im Alter von 95 Jahren verstorbenenen Anna Elisabeth Lorenz erfüllt. Lorenz, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Schlesien zunächst nach Gummersbach kam und dort auch ihren Lebensabend verbrachte, hatte auf ihren zahlreichen Studienreisen in aller Welt die Schönheit und Vielfältigkeit schätzen gelernt, aber auch viel Leid und Not gesehen.

Bürgermeister Paul-Gerhard Schmitz vermutete, dass sie mit ihrer großzügigen Spende ein wenig von diesem Leid zu lindern wollte. Auch der ehemalige Bürgermeister Karl Holthaus zeigte sich beeindruckt von der Großherzigkeit der Dame: "Es ist nicht alltäglich, wenn jemand an die Not der dritten Welt denkt. Deshalb ist es schade, dass wir uns bei Frau Lorenz nicht mehr bedanken können."

Die Aktionsgruppe plant, dass Geld zur Aids-Bekämpfung in dem Königreich im Süden Afrikas einzusetzen - die Krankheit ist in dem Zwei-Millionen-Einwohner-Staat ein großes Problem. Die extra aus Berlin gekommene Botschaftssekretärin Qenehelo Tsokeli betonte, dass oft der Haupternährer der Familie betroffen ist und so eine unvollständige Versorgung der Mitglieder entsteht. Oftmals wissen die Betroffenen nicht einmal, dass sie infiziert sind und das Virus weiter verbreiten. Mit der Spender, so hoffte Tsokeli, können im ganzen Land Institute gebaut werden, wo sich die Einwohner von Lesotho auf Aids testen lassen und sich über die Krankheit informieren können.

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