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Bezirksliga: Borussia Derschlag verlor drei Punkte und zwei Spieler mit Rot

bl; 6. Oct 2004, 06:22 Uhr
Oberberg Aktuell
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Bezirksliga: Borussia Derschlag verlor drei Punkte und zwei Spieler mit Rot

bl; 6. Oct 2004, 06:22 Uhr
(bl/19.9.2004-23:40) Oberberg – Nichts zu holen gab es für den SV Hermesdorf beim 1:4 gegen Klassenprimus Worringen – Baris Spor Hackenberg und Lindlar rücken nach Siegen vor – Derschlag im Pech – Rückschlag für Bröltal – RS 19 weiter ohne Sieg.
[Bilder: Michael Kleinjung --- Einen schweren Stand hatte der Hermesdorfer Manndecker Stephan Koch, der in der Pause ausgewechselt wurde.]

Den ersten Rückschlag musste der TuS Homburg-Bröltal bei der 1:4-Heimpleite gegen den TuS Oberpleis hinnehmen. Baris Spor Hackenberg und der TuS Lindlar bewältigen ihre „Pflichtaufgaben“ und ziehen an den Bröltalern vorbei. Der FC Borussia Derschlag verlor beim SC Uckerath unglücklich drei Punkte und zwei Spieler mit roten Karten. Tabellenführer SG BP Köln-Worringen brachte SV Hermesdorf die erste Niederlage bei. Der RS 19 Waldbröl unterlag in Dattenfeld mit 0:4 und bleibt mit nur einem Punkt auf Platz 14.

[Und auch Remus Romonti konnte nicht die gewohnten Akzente setzten.]

SV Hermesdorf – SG BP Köln-Worringen 1:4 (1:3).

Die Gäste aus der Domstadt zeigten am heutigen Nachmittag, dass dem SVH doch noch einige Attribute für eine Spitzenmannschaft fehlen. „Das ist schon eine echte Klassemannschaft“, gestand auch Trainer Roland Golombeck ein, der mitansehen musste, wie schnell, aggressiv und fußballerisch versiert, die Worringer zu Werke gingen. Darüber hinaus machten sie weniger Fehler, denn die Hermesdorfer stellten sich bei den Gegentoren nicht besonders geschickt an. Beim 0:1 vertendelte Stephan Koch den Ball, und das dritte Tor der Gäste resultierte aus einem Missverständnis zwischen Verteidiger Maik Schrade und Keeper Andreas Klein.

[Sabahattin Yiolmaz merkte man an, dass er angeschlagen in die Partie ging.]

Damit war zur Pause auch schon so etwas wie eine kleine Vorentscheidung gefallen. Hermesdorf steckte aber nicht auf, machte nach der Pause noch einmal Druck, und der Anschlusstreffer lag auch in der Luft. Ivan Mrsic (57. und 80.) ließ die besten Chancen der Platzherren aber aus. Kurz vor Schluss blitzte dann noch einmal die Klasse der Gäste auf, als sie eine Kontersituation über die linke Seite nahezu perfekt zum 1:4 vollendeten. „Der Sieg geht auf jeden Fall in Ordnung, zumal wir auch teilweise zu weit von den pfeilschnellen Gegenspielern entfernt waren“, erklärte der Hermesdorfer Übungsleiter zum Abschluss.

Torfolge
0:1 (6.), 1:1 Zoran Rados (25. Indirekter Freistoß aus sechs Metern), 1:2 (28. Elfmeter nach Foul von Paul Wall), 1:3 (40.), 1:4 (83. Konter).

SV Hermesdorf
Andreas Klein; Zoran Rados, Stephan Koch (46. David Jurzyca), Maik Schrade, Sascha Jonen, Paul Wall (62. Ilija Ljubicic), Remus Romonti, Sabahattin Yilmaz (46. Fahdil Ruhani), Robert Wilde, Denis Muratovic, Ivan Mrsic.

[Die Gäste aus Worringen gingen sehr aggressiv zur Sache und schenkten dem SVH nichts.]

SC Uckerath – FC Borussia Derschlag 1:0 (1:0).

Gerade in der turbulenten Schlussphase hatten die Gäste im Schiedsrichter ihren Buhmann ausgemacht. „Er hat katastrophal gepfiffen, und das auf beiden Seiten. Am Ende mussten wir das aber ausbaden“, ärgerte sich Trainer Stefan Witt, der nicht nur die Punkte, sondern auch noch zwei Spieler mit Rot verlor. Beide Platzverweise waren mehr als umstritten und belasten die ohnehin schon sehr angespannte Personallage kolossal. Darüber hinaus hatten auch noch Alain Rothenpieler und Sascha Obst den Ausgleich auf den Füßen. Bereits in der ersten Hälfte vergaben Willi Kanelias und Hans-Jürgen Schlottner die ersten Möglichkeiten in einem ansonsten ausgeglichenen Spiel. Witt: „Hier war auf jeden Fall mehr drin.“

Torfolge
1:0 (35.).

Besondere Vorkommnisse
Gelb-Rote Karte gegen den Derschlager Markus Runkel (65.).
Keeper Dirk Isenhardt hielt einen Elfmeter (70. Foul von Andre Germer).
Rote Karte gegen den Derschlager Andre Germer (70. wiederholtes Foulspiel).
Rote Karte gegen den Derschlager Willi Kanelias (85. Beleidigung).

FC Borussia Derschlag
Dirk Isenhardt; Andre Germer, Ali Demirkaya, Hardy Göckler, Stefan Witt, Hayder Tokmak (60. Sascha Obst), Chris Burger, Markus Runkel, Willi Kanelias, Alain Rothenpieler, Hans-Jürgen Schlottner.

[SV-Stürmer Ivan Mrsic hatte noch die besten Chancen für den SVH auf dem Fuß.]

TuS Lindlar – Siegburger SV 3:1 (3:0).

In den ersten 45 Minuten spielten die favorisierten Gastgeber sehr stark und ließen den Gästen überhaupt keine Chance. „Das war schon begeisternd“, erfreute sich Trainer Wilfried Berkele über die auch in dieser Höhe verdiente Pausenführung. Im Gefühl des sicheren Sieges, schalteten die TuS-Kicker dann einen Gang zurück, und der Absteiger kam zu seinem Treffer. Nur zwei Minuten später hatte der starke Dominik Kaesberg mit einem Pfostenschuss die Möglichkeit, den alten Abstand wiederherzustellen. In der Schlussphase brannte dann nichts mehr an. „Siegburg hat streckenweise gut mitgespielt und ist besser als der Tabellenstand“, erklärte Berkele abschließend.

Torfolge
1:0 Uwe Ommer (10. Distanzschuss), 2:0 Dominik Kaesberg (18. Sololauf), 3:0 Dominik Kaesberg (36. Stefan Pilgram), 3:1 (58. Elfmeter nach Foul von Heiko Dietz an Taner Durdu).

TuS Lindlar
Marko Katzorke; Heiko Dietz (65. Daniel Steiner), John Klabuhn, Jimmy Mckoy, Thorsten Linke, Erkan Yorganci, Daniel Eimermacher, Stefan Pilgram, Uwe Ommer, Dominik Kaesberg (85. Carsten Clever), Philipp Menzler (70. Tobias Hoffmann).

[Gut 100 Zuschauer verfolgten dieses unterhaltsame Spiel.]

Baris Spor Hackenberg – TuS Marialinden 1:0 (0:0).

Der TuS erwies sich als der erwartet unangenehme Gegner. Das starke Mittelfeld der Müller-Schützlinge machte den Gastgebern das Leben schwer. Erst nach einer halben Stunde konnten die Hackenberger dem Gast ihr Spiel aufzwingen und die Oberhand gewinnen. Dennoch dauerte es weitere 35 Minuten, ehe mit Ugur Karakavuz einer der Besten das sehenswerte „Tor des Tages“ erzielte. Marialinden versuchte nun noch einmal, in die Partie zurückzukehren. Die Angriffe verpufften aber meist, und auf der Gegenseite hatte Baris Spor Platz zum kontern. Daniel Sakowski (Kopfball) sowie Eduard Landel und Viktor Köhn, die vom agilen Marcel Walker eingesetzt wurden, vergaben aber aus nächster Nähe. „Am Ende wäre sicherlich ein höherer Sieg möglich gewesen, dennoch bin ich zufrieden“, erklärte Trainer Theo Boxberg nach dem zweiten Sieg in Folge.

[Das Hermesdorfer Trainergspann Roland Golombeck und Driton Asani beobachtete das Geschehen skeptisch.]

Torfolge
1:0 Ugur Karakavuz (65. Schuss aus 25 Metern in den Winkel).

Baris Spor Hackenberg
Andreas Roemmer; Eduard Welk, Isa Bülbül, Ugur Karakavuz, Erkan Koc, Seyfi Yilmaz (65. Daniel Sakowski), Murat Sarica, Marcel Walker, Eduard Landel, Mohammed Kara (60. Viktor Köhn), Kilian Gärtner (65. Rolf Zikeli).

[Im Angriff der Gastgeber fehlte am heutigen Nachmittag die Duchschlagskraft.]

FC Germania Dattenfeld – RS 19 Waldbröl 4:0 (1:0).

Die Dattenfelder hatten einige Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft dabei, da diese bereits am Freitag in Troisdorf gespielt hatte. Dennoch begannen die Rasensportler, wie schon beim Gastspiel in Worringen, forscht und hatten durch Marco Erdmann und Ilhan Tokac die ersten guten Chancen. Mit dem 1:0 kurz vor der Pause nach einem Standart, bekamen sie dann aber den ersten psychologischen Knacks versetzt. Als dann auch noch fünf Minuten nach Wiederanpfiff der zweite Treffer fiel, ließen die meisten Waldbröler bereits die Köpfe hängen. Der Rest war mehr oder weniger Formsache. „Wir hatten am Anfang etwas Pech, aber Dattenfeld ist auch nicht unser Maßstab“, erklärt Trainer Klaus Kaltenbach nach der Partie.

Torfolge
1:0 Guido Langenbach (40. Sascha Glatzel), 2:0 Gerrit Gerhards (50.), 3:0 Rabi Al Saleh (71.), 4:0 Eugen Tschumakow (79.).

RS 19 Waldbröl
Ioannis Stavropoulos; Janus Oschlisniok, Kai Klemmer, Al Hachji Muntari, Said Mustafa, Roman Kasischke (80. Sascha Raicevic), Igor Bola, Oliver Lewin (46. Ali Sewim), Uwe Olschewski, Ilhan Tokac, Marco Erdmann (82. Stefan Rößler).

[Per Freistoß erzielte Zoran Rados den zwischenzeitlichen Ausgleich.]

TuS Homburg-Bröltal – TuS Oberpleis 1:4 (0:3).

Bereits nach wenigen Minuten wurden die Gastgeber eiskalt erwischt. „In den ersten 20 Minuten waren wir gar nicht auf dem Platz“, echauffierte sich Trainer Dieter Jacobs, der bei seinen Jungs am heutigen Nachmittag den letzten Willen und die Zweikampfbereitschaft vermisste. Bereits vor dem 0:2 musste Keeper Christof Schiwy zweimal sein ganzes Können unter Beweis stellen. Erst nach dem Platzverweis der Gäste, hatte Festim Mimini die erste Chance, ehe der Gast erneut zuschlug. Nach der Pause vergaben Festim Mimini, Sasa Grbesa und Geburtstagskind Veton Ajvazi (30) die Chancen zum ersten Tor. Das 1:3 in der Schlussphase kam dann zu spät.

[Auf der anderen Seite konnten die Gäste aus Worringen in den ersten 45 Minuten bereits mehrfach jubeln.]

Besonderes Vorkommnis
Gelb-Rote Karte gegen einen Oberpleiser Spieler (36.).

Torfolge
0:1 Tim Miebach (6.), 0:2 Tim Miebach (30.), 0:3 Manuel Ferrara (41.), 1:3 Sasa Grbesa (82. Handelfmeter), 1:4 Marc Müllenholz (90.).

TuS Homburg-Bröltal
Christof Schiwy; Pawel Warkentin, Sasa Grbesa, Denis Heidenpeter, Timo Kuhn (46. Tim Breidenbach), Shpetim Ajdari, Dennis Gerlach, Festim Mimini, Vitali Kelm, Eduard Kelm, Renzo Mascara (46. Veton Ajvazi).

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