Archiv

KSK bekennt sich zum Mittelstand: Über neue Fördermittel informiert

om; 9. Jun 2004, 06:22 Uhr
Oberberg Aktuell
ARCHIV

KSK bekennt sich zum Mittelstand: Über neue Fördermittel informiert

om; 9. Jun 2004, 06:22 Uhr
(om/28.5.2004-18:30) Oberberg - Über 100 Unternehmer aus dem Kreis kamen jetzt auf Einladung der Kreissparkasse Köln ins Rathaus Engelskirchen, um sich über neue öffentliche Fördermittel und Instrumente der Unternehmenssteuerung zu informieren.
Gerade in wirtschaftlich schwieriger Zeit bedürfe es neuer Konzepte und Ideen, um Unternehmen und mit ihnen die gesamte Wirtschaftsregion voranzubringen, sagte Heinrich Hendricks, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Köln (KSK), bei der Veranstaltung im Engelskirchener Rathaus. Die Sparkasse lasse in ihrem Engagement nicht nach, die Wirtschaftskraft vor Ort zu stärken und damit auch neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dazu trügen nicht zuletzt öffentliche Fördermittel bei, bei deren Vermittlung die Sparkasse seit Jahren an der Spitze aller nordrhein-westfälischer Sparkassen stehe. „Die Kreditanstalt für Wiederaufbau macht die Programme, die Sparkassen machen daraus Kredite, indem sie Risiken übernehmen und für den Vertrieb sorgen.“ Diese Arbeitsteilung habe sich bewährt, so Hendricks. Vorgestellt wurden die neuen Mittelstandsförderprogramme KfW-Unternehmerkredit und KfW-Unternehmenskapital.

Über den Preis von Krediten entscheide künftig stärker als heute die individuelle Bonität eines Unternehmens. Dies sähen die neuen Eigenkapitalvorschriften für Kreditinstitute vor, im Fachjargon Basel II genannt. „Für Kredite an Unternehmen mit geringer Bonität muss ein Kreditinstitut dann mehr Eigenkapital als für ein Unternehmen mit guter Bonität vorhalten“, führte Michael Pecher, Direktor für den Zentralbereich Kredit-Risiko-Management der Kreissparkasse Köln aus. Als Verfahren zur Ermittlung der Firmenbonität wird das sogenannte Rating ab 2007 verpflichtend. Vergleichbar mit Schulnoten sagt das Rating in Zahlen die Wahrscheinlichkeit vorher, mit der ein Unternehmen in Zukunft seinen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen wird.

Welche Möglichkeiten ein Unternehmen wiederum hat, sein Rating zu verbessern, erläuterte Werner Blanke von blanke-consult. Wichtig sei es, alle Prozesse in einem Unternehmen regelmäßig zu hinterfragen, von der Kundenanfrage über das Angebot bis hin zur Rechnungslegung. Denn: „Wenn die Bilanzzahlen noch stimmen, kann die Zukunft des Unternehmens schon verspielt sein“, so Blanke.

Zum Abschluss der Veranstaltung stellte Andre Jaeschke, Unternehmer aus Engelskirchen, dar, wie sein Unternehmen schon heute auf ein gutes Rating hinarbeitet. Er verstehe das Rating als Chance und nicht als Bedrohung. Sein Fazit: „Frühzeitig Entwicklungen erkennen und dann das Richtige tun“. Dies sei Ziel des Rating und liege zugleich im ureigenen Interesse eines jeden Unternehmens. Er riet seinen Unternehmerkollegen zu einer offenen Informationspolitik gegenüber der Sparkasse. Da die Ergebnisse des Rating offen mit dem Unternehmen zu besprechen sind, werde das Beratungs- und Beziehungsbanking weiter zunehmen.

WERBUNG