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FB-Kreispokal: Bröltal trotz roter Karte für Mimini nach 120 Minuten weiter

bl; 10. Sep 2003, 08:42 Uhr
Oberberg Aktuell
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FB-Kreispokal: Bröltal trotz roter Karte für Mimini nach 120 Minuten weiter

bl; 10. Sep 2003, 08:42 Uhr
(bl/9.9.2003-23:10)
Von Björn Lange

Oberberg - Der TuS Homburg-Bröltal setzte sich im Pokal erneut gegen den TuS Immekeppel durch - Baris Spor verlor knapp mit 1:2 gegen den HSV - SV Schnellenbach gewann Kreisliga A-Duell deutlich.

[Bilder: Oliver Mengedoht --- In dieser Szene hatte der Schnellenbacher Stürmer Mimmo Galerie eine gute Chance auf dem Fuß.]



Langsam aber sicher geht der Pokalwettbewerb des Fußballkreises Berg in die entscheidende Phase. Am heutigen Abend standen die Viertelfinals auf dem Programm. Baris Spor Hackenberg, in der letzten Woche noch triumphaler Sieger gegen den Lokalrivalen SSV Bergneustadt, unterlag dem Landesligisten Heiligenhauser SV mit 1:2.



Im Kreisliga A-Duell setzte sich der SV Schnellenbach gegen den TuS Othetal deutlich mit 7:1 durch, wobei die Gäste auch nur mit der Reserve angereist waren. Der TuS Homburg-Bröltal gewann auch die Neuauflage des Pokalfinals vom letzten Jahr beim TuS Immekeppel mit 3:1 nach Verlängerung. Der TuS Lindlar hatte bereits kampflos das Halbfinale erreicht.

[Die Gäste aus Othetal in den gelben Trikots konnten nur in der ersten Halbzeit mithalten.]



SV Schnellenbach – TuS Othetal 7:1 (0:1).



Obwohl die Gäste aus Othetal nur mit der zweiten Mannschaft antraten, tat sich der SVS zunächst sehr schwer. Sie machten zwar das Spiel, trafen aber trotz zahlreicher Chancen und Aluminiumtreffer das Tor nicht. Und dann wurden sie auch noch bei einem langen Ball, der zum 0:1 aus heiterem Himmel führte, eiskalt erwischt.



Nach der Pause sorgten die Rydzewski-Schützlinge dann aber schnell für klare Verhältnisse, nahmen den Gäste direkten den ersten Ball ab, und drehten in nur wenigen Minuten den Spieß um. Einziger Wermutstropfen war der Ausfall von Stürmer Mimmo Galerie, der mit einer schweren Sprunggelenksverletzung ins Krankenhaus gebracht werden musste.



Tore

0:1 Filichi Senatori (30.)

1:1 Jan Kordt (45.)

2:1 Marcel Kind (47.)

3:1 Marcel Kind (49.)

4:1 Alexander Kriesten (53. Elfmeter)

5:1 Milan Preuß-Martinowski (55.)

6:1 Henning Buik (82.)

7:1 Jan Kordt (88.).

[Ansonsten waren die Gastgeber, wie auch bei diesem Kopfball, einfach eine Nummer zu groß für die TuS-Reserve.]



Heiligenhauser SV – Baris Spor Hackenberg 2:1 (1:0).



Auch die Hackenberger traten nicht mit ihrer ersten Elf an, sondern ließen einige Leistungsträger draußen. „Ich wollte auch einmal den jüngeren Spielern, die sonst nicht regelmäßig zum Zug kommen, eine Bewährungschance geben“, erklärte Trainer Irfan Buz. Dennoch wollte er das Spiel natürlich gewinnen, und seine Mannen konnten dem Landesligisten auch über weite Strecken Paroli bieten.



Am Ende standen die Gäste dann aber doch mit leeren Händen da. Spielerisch konnten sie zwar mithalten, nur die Durchschlagskraft im Angriff fehlte. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Viktor Köhn, der in den bisherigen drei Pokalspielen bereits acht Tore erzielen konnten, nicht mit von der Partie war. „Die jungen Spieler haben ihre Sache sehr gut gemacht. Ich bin sehr zufrieden. Der Sieg des HSV geht dennoch in Ordnung“, erklärte Buz zum Abschluss.



Tore

1:0 Daniel Schulz (10.)

2:0 Daniel Schulz (65.)

2:1 Yalcin Sarica (90.+2).

[Mimmo Galerie (rechts) musste später verletzt ausscheiden.]



TuS Immekeppel – TuS Homburg-Bröltal 1:3 n.V. (1:1, 1:1).



Der Titelverteidiger gab auch in Immekeppel zunächst den Ton an und ging verdient in Führung. Dann folgte der Schock: Elfmeter und rote Karte für Spielmacher Festim Mimini. „Ihm wurde nach einer Ecke der Ball an die Hand geköpft. Das ist natürlich bitter“, erklärte Trainer Dieter Jacobs. Dennoch steckten die Gäste auch in Unterzahl nicht auf, und retteten das 1:1 zunächst einmal in die Pause.



Nach dem Wechsel stellte Jacobs dann um, und lauerte mit Vitali Kelm und Marc Nossol nur noch auf Konter. Und das Konzept ging ganz gut auf. Immekeppel war zwar optisch überlegen, aber zu ideenlos. Auf der anderen Seite hatten Vitali Kelm und Dennis Heidenpeter gute Möglichkeiten. Und so brachten auch die 90 Minuten keine Entscheidung, da die Deckung um Torsten Jungjohann, Dennis Heidenpeter und Tobias Breilmann einmal mehr hervorragend stand.

[Fast immer waren die Rydzewski-Schützlinge einen Schritt schneller am Ball als der Gast.]



Nachdem die Gastgeber auch in den ersten 15 Minuten der Verlängerung nicht zwingend genug agierten, und auch langsam müde wurden, warfen die Gäste noch einmal alles in die Waagschale. Am Ende war es dann der schelle Vitali Kelm, der Andreas Ott beide Treffer auflegte und die 80 mitgereisten Bröltaler Fans zum Jubeln brachte. „Die Mannschaft hat sich heute zerrissen und sicherlich auch für Festim gespielt“, freute sich Jacobs.



Tore

0:1 Festim Mimini (29. Freistoß)

1:1 Ingo Daubenbüchel (34. Handelfmeter).

1:2 Andreas Ott (112. Vitali Kelm)

1:3 Andreas Ott (116. Vitali Kelm).



Besondere Vorkommnisse

Rote Karte gegen den Bröltaler Festim Mimini (34. Handspiel auf der Linie).





TuS Lindlar - TuS Derschlag 2:0 kampflos



Der TuS Derschlag konnte nicht antreten, da Trainer Stefan Witt nicht genügend Spieler zur Verfügung hatte. Am vergangen Sonntag im Spiel gegen den SV Frielingsdorf wurde der ohnehin nur noch sehr dünn besetzt Kader durch die schweren Verletzungen von Kai Schillingmann, Ali Demirkaya und Andree Zobel weiter dezimiert.





Halbfinale (16. September)



TuS Lindlar – TuS Homburg-Bröltal



SV Schnellenbach - Heiligenhauser SV





Endspiele (3. Oktober)

[Auch in dieser Szene konnten die Othetal im letzten Moment noch einen Gegentreffer verhindern.]

[Und so hielten sie trotz Dauerbelagerung die komplette erste Hälfte ihren Kasten sauber.]

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