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Gespräch mit Gewerbetreibenden in lockerem Rahmen: Neue Beschilderung geplant

om; 16. Jul 2003, 20:30 Uhr
Oberberg Aktuell
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Gespräch mit Gewerbetreibenden in lockerem Rahmen: Neue Beschilderung geplant

om; 16. Jul 2003, 20:30 Uhr
(om/16.7.2003-20:15) Hückeswagen - Im Rahmen des Projekts "Mittelstandsfreundliche Verwaltung NRW" führt die Stadt regelmäßig Gespräche mit den "Bewohnern" der sechs Gewerbegebiete durch.

[Bilder: Oliver Mengedoht --- In lockerer Runde traf sich die Verwaltung mit den Gewerbetreibenden aus Kobeshoven in der "Zornigen Ameise" an der Bevertalsperre.]



Als eine von nur zwölf Kommunen im Bundesland nimmt Hückeswagen an dem Projekt teil, ansonsten sind eher Großstädte wie Essen, Dortmund und Duisburg vertreten, wo die Schwerpunkte meist in der Verbesserung von Dienstleistungen für die Gewerbetreibenden liegen. "Bei uns haben wir als herausragendes Projekt die Verbesserung der unzureichenden Beschilderung der sechs Gewerbegebiete Kobeshofen/Westernbrücke, Wiehagen, Schlossfabrik, Winterhagen/Scheideweg, Mühlenweg und Peterstraße, erklärte gestern Abend Dietmar Persian, Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung für Wirtschaftsförderung und Bauverwaltung.



In besonders lockerer Runde fand das Gespräch mit den Unternehmern aus dem Gewerbegebiet Kobeshofen/Westernbrücke statt, von denen die Stadt pro Jahr und Gewerbegebiet eines führt: im Biergarten der "Zornigen Ameise" an der Bevertalsperre. "Letztes Jahr beim Debüt war es etwas steril im Ratssaal", erläuterte Bürgermeister Norbert Jörgens bei der Begrüßung. Das sei spontan die Idee nach einer lockereren Runde aufgekommen und so habe man geplant, das Gespräch in einer Werkstatt durchzuführen, sei aber letztlich bei den neuen Inhabern des Traditionslokals an der Bever, Rene Köhler, Stephan Lapp und Werner Käufer gelandet, die mit ihren Firmen ebenfalls in Kobeshofen ansässig sind. Karl-Josef Blumberg sorgte mit frisch Gegrilltem für einen sättigenden Abschluss des Gesprächs zwischen Verwaltung und Gewerbe.





[Bürgermeister Jörgens (hinten l.) und Wirtschaftsförderer Persian im Gespräch mit den Unternehmern.]



Die Ausschilderung der Gewerbegebiet, so das Hauptanliegen der Stadt, dass bei den Firmen auf offene Ohren stößt, solle deutlich verbessert werden, um den Verkehr in der Stadt zu reduzieren, berichtete der Bürgermeister. Eine Idee, führte Persian aus, sei ein eigenes Leitsystem wie die Parkleitsysteme in großen Städten. Das soll auswärtige Lkw-Fahrer an der Stadtgrenze "empfangen" und eventuell sogar mit einem Bildschirmgerät führen, an die Eingänge der Gewerbegebiete sollen Schilder mit Hinweisen darauf, wo jede Firma genau zu finden ist. "Das wurde auch als förderwürdig anerkannt, aber es gibt große Probleme bei der Umsetzung", so Persian. "Es liegt zur Entscheidung im Wirtschaftsministerium, aber wir haben große Zweifel, ob wir es hinbekommen." Bis Jahresende sollen aber auf jeden Fall die Schilder an den Eingängen der Gewerbegebiete kommen.



Das größte Problem, waren sich die Unternehmer - Vertreter von Werkzeugherstellern, Gerüstbauer und Zeltverleiher, Schmiede, Rollen- und Rädertechnik, Fassadenbau, Autohaus und Veranstaltungstechnik waren ebenso anwesend wie Kämmerer Rüdiger Bonin und Stadtplaner Andreas Schröder - einig, sei die Anfahrt aus Richtung Wipperfürth. Eine Infotafel auf einem Privatparkplatz aufstellen, schlug ein Firmenchef vor. Das habe man schon geprüft, entgegneten die Verwaltungsvertreter, aber der Parkplatz liege in einer Kurve und sei daher für Lkw ungeeignet. Man überlege, ob es an der Bushaltestelle einige Meter weiter möglich sei.



Ein weiteres Thema, das den Unternehmen Sorge bereitet, sind die vielen Diebstähle. Alarmanlagen gingen oft los, wussten die Blumbergs, die das Gespräch mit der Stadt und den oftmals unbekannten Nachbarn im Gewerbegebiet sehr begrüßten. Bürgermeister Jörgens verwies auf den Sicherheitsdienst, den man seit zwei Jahren in der Innenstadt habe, um für Ordnung zu sorgen, "die bestimmte Leute nicht für nötig halten". Auch wegen der Gewerbegebiete gebe es da immer wieder Gespräche.