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Die neue Schulrätin Angelika Freund sorgt für "relativ geordnete Bahnen"

ms; 7. Jul 2003, 16:36 Uhr
Oberberg Aktuell
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Die neue Schulrätin Angelika Freund sorgt für "relativ geordnete Bahnen"

ms; 7. Jul 2003, 16:36 Uhr
(ms/7.7.2003-15:25) Oberberg - Vor kurzem konnte die seit einem knappen Jahr vakante Stelle im Schulaufsichtsbezirk II neu besetzt werden: Angelika Freund wird sich fortan um die Belange der Grundschulen kümmern und legt großen Wert auf die Qualität des Unterrichts.
[Bilder: Oliver Mengedoht --- Mit Elan bei ihren neuen Aufgaben: Angelika Freund.]



Nachdem im vergangenen Jahr Schulamtsdirektor Walter Klöckner in den Ruhestand getreten war, gab es für seinen Aufgabenbereich im Schulamt keinen direkten Nachfolger. Das Feld, in das die meisten Grundschulen in Oberberg fallen, lag zunächst brach und musste von der Kollegin Christa Kuhle mit übernommen werden.



Seit dem 13. Juni ist mit Angelika Freund eine neue, frische Kraft von der Bezirksregierung Köln an das Schulamt für den Oberbergischen Kreis abgeordnet worden. Sie übernahm also den so genannten Schulaufsichtsbezirk II, in den die Grundschulen von neun Kommunen fallen. Die restlichen vier, nämlich Gummersbach, Bergneustadt, Engelskirchen und Lindlar, fallen in den Zuständigkeitsbereich von Christa Kuhle. Für den dritten Bezirk, in dem unter anderem die Angelegenheiten Hauptschulen beinhaltet sind, fehlt zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls noch eine Kraft - diese Stelle wird bis zum nächsten Jahr voraussichtlich auch noch vakant bleiben.



Unter Berücksichtigung dieser Umstände ist es kein Wunder, dass Landrat Hans-Leo Kausemann von einem "freudigen Ereignis" sprach, als er vorwegnahm, der Betrieb im Schulamt verlaufe wieder in "relativ geordneten Bahnen".

[Die neue Vollzeitkraft im Schulamt Angelika Freund, eingerahmt von Schuldezernent Hartmut Decker und Landrat Hans-Leo Kausemann.]



Die 51-jährige Siegen-Wittgensteinerin, die sich nun den Belangen der Grundschulen annimmt, war zuvor 16 Jahre lang Lehrerin und für zwölf Schuljahre Schulleiterin im Kreis Olpe - sie weiß also sehr gut, welche Probleme in Zukunft an sie herangetragen werden können.



In den drei Wochen ihrer bisherigen Tätigkeit hat sich Schulräten Angelika Freund auch vertraut gemacht mit den bereits bestehenden Problemen und machte einige von diesen zu ihren Hauptaufgaben. So erklärte sie, das gerade erst verabschiedete Schulrechtänderungsgesetz beinhalte so viele Neuerungen für den Schulanfang, dass sie den Schulen mit Beratung, Fortbildung und Hilfestellung zusammen mit Christa Kuhle zur Seite stehen möchte.



Ein weiterer Aspekt seien die Kinder von aus dem Ausland zugewanderten Eltern, die oft nicht nur Schwierigkeiten mit der Sprache, sondern auch mit der Integration hätten. Hier plante Freund Maßnahmen wie zusätzlichen, "untersprachlichen" Unterricht und Integrationshilfen für das kommende Schuljahr. Aber auch Reaktionen auf die Pisa-Studie ("Ich denke mal, die Schulen sollten ihr Selbstvertrauen behalten"), als auch langfristige Einplanung von Ganztagsschulen gehören zu ihren Aufgaben.

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