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FB-Landesliga: Jonen und Köhn lassen Marienheide wieder vom Aufstieg träumen

lo; 17. May 2003, 21:45 Uhr
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FB-Landesliga: Jonen und Köhn lassen Marienheide wieder vom Aufstieg träumen

lo; 17. May 2003, 21:45 Uhr
(lo/17.5.2003-20:25 AKTUALISIERT 21:40) Oberberg – Der SSV Marienheide gewann das Landesliga-Derby gegen Baris Spor Hackenberg unspektakulär, aber hochverdient mit 2:0 und wahrt sich damit die Chancen auf den Wiederaufstieg in die Verbandsliga.

[Bilder: Peter Lenz --- Nach dem Erfolg ließen sich die SSV-Kicker von ihren Anhängern feiern.]

[In seinem letzten Heimspiel für den SSV Marienheide kam Achim Wesenberg (weißes Trikot) eine halbe Stunde zum Einsatz - hier im Kopfballduell mit Mohammed Kara.]



SSV Marienheide - Baris Spor Hackenberg 2:0 (1:0).



Die Gastgeber begannen im Gegensatz zur Vorwoche gleich auf vier Positionen verändert. Trainer Theo Boxberg ließ „die jungen Wilden“ Sascha Jonen, Jen Supra und Edwin Olescher ran, dazu spielte Adam Angres als Manndecker. Die arrivierten Kräfte Achim Wesenberg, Rolf Zikeli, Andree Zobel und Matthias Rothstein nahmen auf der Bank Platz. Boxbergs Begründung: „Die Vier waren zuletzt formschwach und die Jüngeren haben es beim 2:2 gegen Meckenheim noch herumgebogen.“



Für Adam Angres, der in dieser Saison nur noch sporadisch zum Einsatz kam, war es eine Art Abschiedsgeschenk: Er beendet seine Karriere als aktiver Spieler und „wechselt“ in den Vorstand des Vereins. Baris Spor Hackenberg startete mit zwei Veränderungen gegenüber dem 0:2 gegen Schlebusch: Andreas Roemmer stand nach seiner Rot-Speere wieder im Tor, Burak Kuzu begann für Adi Klepp.

[Hervorragende Schusstechnik: SSV-Goalgetter Viktor Köhn bei einem Freistoß.]

[Hier hat Sascha Jonen das Nachsehen gegen Hayder Tokmak, ansonsten war der SSV-Stürmer aber seinen Gegenspielern meistens voraus.]



Marienheide war von Beginn an bemüht, die Negativserie der letzten Wochen zu beenden und setzte die Gäste schon in der eigenen Hälfte unter Druck. Bereits in der 6. Spielminute hatte dieses Rezept Erfolg: Marco Holländer erkämpfte sich den Ball im Mittelfeld, legte ab auf Sascha Jonen, der nach einer schönen Drehung um Gegenspieler Abudi Charif trocken aus 20 Metern in den Winkel des Baris-Spor-Kastens traf.



Vor allem über die rechte Angriffseite (Angres, Küper, Supra) machte der SSV auch in den folgende Minuten Druck, Marco Holländer hatte Pech mit einem Kopfball, den Andreas Roemmer gut parierte.

[Viktor Köhn (Mitte) im Duell mit Baris Spor-Kapitän Adem Ilkay, der mit einer Leistenverletzung ins Spiel ging.]

[Timo Küper (weißes Trikot) machte heute richtig Dampf über die rechte Seite.]



Danach war es aber vorbei mit der Marienheider Herrlichkeit: Anstatt die keineswegs sattelfeste Hintermannschaft von Baris Spor weiter zu beschäftigen, agierte man zu umständlich, der entscheidende Pass kam oft nicht an. So konnten sich die Gäste befreien und hatte durch Yalcin Sarica – heute einzige Spitze – sogar die Möglichkeit zum Ausgleich (21.). Die Gastgeber tauchten vor dem Seitenwechsel nur noch einmal gefährlich vor Roemmer auf: Viktor Köhn köpfte nach einem Freistoß von Adam Angres knapp daneben (31.).



Wie schon im ersten Durchgang nutzte die Boxberg-Elf auch nach der Pause gleich ihre erste Torchance: Sascha Jonen zog zwei Gegenspieler auf sich, spielte einen schönen Pass auf den dadurch freistehenden Viktor Köhn, der Andreas Roemmer keine Abwehrchance ließ (48.).



Damit war das Spiel gelaufen. Richtig aufregend wurde es nur noch, als Isa Bülbül (Marienheide, 72.) und Denis Muratovic (Hackenberg, 78.) jeweils Gelb-Rot sahen sowie Boxbergs Hereinnahme von Achim Wesenberg, dessen Einsatz von den Fans bei seinem letzten Heimspiel für den SSV – Wesenberg geht zum SV Frielingsdorf - frenetisch gefordert wurde. Zudem verpasste Sascha Jonen in der Schlussphase zweimal (87., 88.), die Führung noch höher zu schrauben.

[Werden im nächsten Jahr nicht mehr mit dabei sein: Adam Angres (Karriereende), Jamal Imaankaf (TuS Lindlar) und Rolf Zikeli ("Babypause") (v.l.).]



„Wir haben nicht überragend gespielt, den Gegner aber beherrscht und verdient gewonnen. Erfreulich war, wie die jungen Spieler wieder gekämpft haben. Wäre der Einsatz in den letzten Spielen genauso hoch gewesen, hätten wir jetzt sieben Punkte mehr“, kommentierte Boxberg den Arbeitssieg seines Teams. Baris Spor-Vorsitzender und derzeitiger Coach Sadettin Gültekin hatte dagegen bei seinen Schützlingen wieder die altbekannten Probleme ausgemacht: „Den Burschen fehlt einfach das Selbstvertrauen. Wir spielen eigentlich immer ganz gut mit, aber im Strafraum, da wo es brennt, fehlt uns jede Menge.“



Tore

1:0 Sascha Jonen (6.)

2:0 Viktor Köhn (48.)



Besondere Vorkommnisse

Gelb-Rot für Isa Bülbül (SSV Marienheide, 72.)

Gelb-Rot für Denis Muratovic (Baris Spor Hackenberg, 78.)



SSV Marienheide

Julius Büscher, Ciprian Alexandru, Adam Angres, Isa Bülbül, Jen Supra (72. Matthias Rothstein), Erkan Yorganci (60. Achim Wesenberg), Marco Holländer, Timo Küper, Edwin Olescher (60. Rolf Zikeli), Sascha Jonen, Viktor Köhn



Baris Spor Hackenberg

Andreas Roemmer, Abudi Charif (78. Hayder Tokmak), Adem Ilkay, Ugur Karakavuz, Seyfi Yilmaz, Sebahattin Yilmaz, Burak Kuzu, Murat Sarica (70. Adi Klepp), Yalcin Sarica (65. Serdal Balli), Denis Muratovic, Mohammed Kara



Tabellen und Ergebnisse Landesliga

[Seyfi Yilmaz verzieht einen Freistoß, für den heutigen Gegner SSV Marienheide will er in der nächsten Saison besser zielen - er wechselt zusammen mit seinem Bruder Sebahattin an die Jahnstraße.]

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