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HB-Landesliga: Bittere Schlappe für VfL II – Gelpetal gewinnt Derby

bv; 6. Apr 2003, 19:46 Uhr
Oberberg Aktuell
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HB-Landesliga: Bittere Schlappe für VfL II – Gelpetal gewinnt Derby

bv; 6. Apr 2003, 19:46 Uhr
(bv/6.4.2003-12:30) Oberberg – Der VfL Gummersbach unterlag überraschend gegen Dollendorf, Gelpetal behielt gegen Strombach die Oberhand, Marienheide verlor gegen Rheindorf und Oberwiehl feierte einen Kantersieg gegen Wahn.
[Gelpetals Marc Bubenzer erzielt einen Treffer --- Bilder: Oliver Mengedoht.]



TV Gelpetal – TV Strombach 22:20 (11:10).



In einem ausgesprochen fairen Ortsderby behielten die abstiegsgefährdeten Gelpetaler etwas überraschend die Oberhand und dürfen jetzt wieder von einem Relegationsplatz träumen. Geprägt war das Spiel von zahlreichen technischen Fehlern auf beiden Seiten. Die Euteneuer-Truppe machte aus ihren Möglichkeiten jedoch mehr als der TVS, der in der Rückrunde bis zu dem in der vergangenen Woche verlorenen Spiel gegen Rösrath acht Mal hintereinander siegreich geblieben war.





[Gelpetals Kreisläufer Jürgen Klemm hat sich gegen die Strombacher Deckung durchgesetzt.]





Im ersten Durchgang lag der TVG zwar ständig in Führung, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. Strombach blieb hartnäckig den Gastgebern auf den Fersen. Das änderte sich mit Beginn der zweiten Halbzeit, als Gelpetal drei Treffer in Folge erzielen konnte. Doch auch diesmal wusste der TVS eine Antwort und glich zum 14:14 aus. An diesem Tag allerdings besaßen die Gelpetaler die größere Willensstärke, erzielten in der 54. Minute eine 21:16-Führung und ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. Da nutzte Strombach auch nicht mehr die offene Deckung, mit der man gegen Ende noch aufholen, das Spiel aber nicht mehr drehen konnte.





[Tempogegenstoß des TVS durch Markus Herzig, der sicher verwandelt.]





TVG-Trainer Stefan Euteneuer zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden, die endlich auch kämpferisch den Erwartungen entsprochen habe. Besonders herausheben wollte er Rückraum-Routinier Hartmut Pape, der neun Treffer erzielte, Abwehrchef Dietmar Exner sowie Keeper Martin Canisius, der eine starke Partie ablieferte.



Strombachs Coach Reiner Schumacher dagegen war ziemlich enttäuscht von der Vorstellung seines Teams. "Das war schon einigermaßen blamabel", kritisierte er vor allem die schwache Chancenverwertung und hatte mit Markus Herzig nur einen Akteur gesehen, der seine Normalform gezeigt habe. Vier Siebenmeter und sechs Freistehende vergab der TVS gegen Gelpetals Torhüter Canisius. Die jetzige Osterpause sei dringend notwendig, um den Akku wieder aufzuladen, meinte Schumacher. Die Siegesserie in der Rückrunde habe offenbar einiges an Substanz gekostet.





[TVG-Abwehrchef Dietmar Exner setzte sich auch im Angriff effektiv in Szene.]





Torschützen TV Gelpetal:Hartmut Pape (9/1), Eric Voß (5), Dirk Engelbertz (2), Jürgen Klemm (2), Mark Bubenzer (2), Matthias Gawletta (1), Dietmar Exner (1).



Torschützen TV Strombach: Markus Herzig (10), Jens Piepenbrink (3), Nasif Marovac (3), Achim Panske (2/1), Olaf Krieger (1), Matthias Kritzler (1).





[Matthais Kritzler im Anflug auf das TVG-Tor.]





TV Jahn Wahn II – CVJM Oberwiehl 24:42 (9:21).



Oberwiehls Trainer Jürgen Manske war stocksauer – nicht auf seine Mannschaft, sondern auf den Gegner. "Sportlich ist das eine Farce. Das macht doch keinen Spass, wenn man den Gegner derart deklassiert", ärgerte sich der Coach über die Art und Weise wie sich Köln präsentierte. "Die waren selbst als lockerer Trainingsgegner zu schwach", befand der CVJM-Trainer.



Schon nach der ersten Hälfte war die Partie entschieden. Da hatte Oberwiehl schon locker einen Zwölf-Tore-Vorsprung herausgearbeitet, der im zweiten Durchgang auch ohne große Mühe ausgebaut wurde. Überzeugend beim Sieger neben Sebastian Maassen auch Robert Waschka und Nils Thönes.



Torschützen CVJM Oberwiehl:Sebastian Maassen (10/4), Robert Waschka (7), Nils Thönes (6), Mischa Peters (5), Peter Madel (4), André Meyer (4), Jörg Dannenberg (3), Florian Vierbaum (3).







[Betretene Gesichter beim TV Strombach (li.), während auf der Gelpetaler Bank gejubelt wird.]





SSV Marienheide – TuS Rheindorf 21:24 (12:9).



In der ersten Halbzeit lieferte der SSV ein tolles Spiel ab. Aus einer sicheren Abwehr ging es im Express-Tempo nach vorne, wo man mit sehenswerten Kombinationen schöne Tore erzielte. Das Spitzenteam aus Rheindorf war in dieser Situation nur passiver Zuschauer. Nach dem Wechsel konnte man den Vorsprung sogar auf vier Treffer ausbauen, musste dann aber rasch den Ausgleich der Farbenstädter hinnehmen.



Allmählich wendete sich das Blatt, auch wenn die "Heier" die Partie bis zum 18:18 noch offen halten konnten. Als man jedoch zwischen der 44. und 54. Minute ohne Torerfolg blieb, war der Siegeszug ohne den SSV abgefahren. Rheindorf legte auf 18:23 vor, das Spiel entschieden. "Wir können zwar gegen die Spitzenteams mithalten, aber eben noch nicht gewinnen", befand SSV-Sprecher Werner Schuster.



Torschützen SSV Marienheide: Volker Pack (5), Matthias Huster (4), Markus Schneider (4/2), Patrik Debnar (3), Eduard Debnar (3), Jens Fach (1), Gunnar Cichon (1).







[Hartmut Pape (TVG) präsentierte sich wieder in bestechender Form (li.). Jens Piepenbrink blieb im Derby unter seinen Möglichkeiten (Mi.). Allein Markus Herzig erfüllte beim TVS die Erwartungen (re.)]





VfL Gummersbach – HSG Dollendorf/Königswinter 34:35 (15:16).



VfL-Coach Uli Pohl war auch einen Tag nach der Pleite gegen die Siegkreisler nicht gut zu sprechen auf sein Team und lief sich in Oberbergs Wäldern den Frust von der Seele. Eigentlich hatte die junge VfL-Mannschaft den Gast lange Zeit sicher im Griff, führte mehrmals mit mehreren Treffern. Doch am Ende stand man mit leeren Händen da, weil verschossene Strafwürfe und mehrere "Black-Outs" Dollendorf wieder ins Spiel gebracht hatten. "Offenbar müssen einige Spieler erst lernen, dass Handball auch etwas mit Kämpfen und Einsatz zu tun hat", analysierte Pohl.



Anders waren die groben Schnitzer der auf einem Aufstiegsplatz stehenden VfL’er tatsächlich nicht zu erklären. Vor allem in der Deckung fehlte jegliches Engagement. So konnte auch der oberligaerfahrene Keeper Peter Wester, der sich trotz Verletzung zur Verfügung gestellt hatte, die Niederlage nicht verhindern.



"Mit dieser Einstellung haben wir auf einem Aufstiegsplatz nichts verloren", stellte Pohl unmissverständlich fest.





[Markus Herzig hat abgezogen, aber sein Tor findet keine Anerkennung, denn er steht im Kreis.]





Torschützen VfL Gummersbach II: Sören Mebus (6), André Heinrich (6/1), Fabian Kienbaum (6/2), Maik Pallach (5), Alen Sijaric (4), Mirza Sijaric (3), Timo Bay (2), Felipe Arroyo (2).





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