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Empört über JU: Schüler und JuLis reagieren auf "Kampagne" gegen Grünen Schäfer
(om/17.9.2002-0:35) Engelskirchen - Gegen die Stellungnahme der Jungen Union bezüglich der politischen Podiumsdiskussion am ATG beziehen einer der Schüler als Organisator der Veranstaltung und die JuLis deutlich Stellung - "Falsche Aussagen" und "totaler Quatsch."
Die Schülerschaft - darunter Christopher Klee - hatten die Podiumsdiskussion mit allen im Oberbergischen antretenden sechs Direktkandidaten für den Bundestag organisiert (wir berichteten). Markus Haake als Chef der Jungen Union hatte dazu Stellung genommen und den Grünen Kandidaten Helmut Schäfer hart kritisiert (wir berichteten ebenfalls).
Christoph Klee von der Jahrgangsstufe 12 des Aggertal-Gymnasiums (ATG) war einer der Organisatoren der Aktion ärgert sich über die Reaktion der Jungen Union (JU) Engelskirchen. "Die jungen Christdemokraten finden es nicht in Ordnung, dass der grüne Bundestagskandidat Helmut Schäfer, zugleich Lehrer am ATG, in der eigenen Schule politisch vor seinen Schülern auftritt", zitiert Klee den JU'ler. Zu dieser Podiumsdiskussion seien aber, "wie auch Oberberg-Aktuell berichtete, alle Direktkandidaten eingeladen und somit hatte Herr Schäfer keinesfalls eine Monopol-Stellung". Jeder habe das Recht, sich zu äußern und "es wurde niemand bevorzugt". Auf diese Tatsache verweist Klee speziell als Mitorganisator. "Dies ist schließlich auch ein Vorwurf an die Organisatoren (der Sozialwissenschaften-Kurs Stufe 12 des ATG), den ich unhaltbar finde."
Dass der Grüne Schäfer im Jugend- und Schulausschuss der Gemeinde Engelskirchen ganz offen von Umfragen erzählt habe, die er am Elternsprechtag zum Thema Schülerticket durchgeführt habe, um sie anschließend zur Umsetzung seiner politischen Ziele zu nutzen, findet Klee im Gegensatz zu Haake ebenfalls völlig in Ordnung. Es sei doch Aufgabe von Politikern, sich über zur Debatte stehende Themen zu informieren. "Und somit halte ich es nicht für verwerflich, dass Herr Schäfer die 'betroffenen' Schüler bzw. deren Eltern zum Thema 'Schülerticket' befragt hat, um anschließend im Jugend- und Schulausschuss über das Ergebnis seiner Befragung zu berichten."
"Erst kürzlich wurde eine Info-Veranstaltung zum rot-grünen Projekt Selbstständige Schule in der Aula des Gymnasiums durchgeführt. Als Referent wurde Horst Thelen, Lehrer des Lise-Meitner-Gymnasiums und Duzfreund des Grünen Helmut Schäfer eingeladen", lautete der nächste Vorwurf der JU. Zunächst ist zu sagen, betont Schüler Klee, dass Schäfer früher am Lise-Meitner-Gymnasium unterrichtet habe und es somit nicht verwunderlich sei, dass Horst Thelen sein Duzfreund sei. "Außerdem ist das Projekt 'Selbstständige Schule', ob von rot-grün angeleiert oder nicht, ein Projekt, das am ATG auf großes Interesse stieß." Seiner Meinung nach sei es von Vorteil, dass jemand über das Thema referiere, der damit schon seine eigenen Erfahrungen gemacht hat und somit wisse, wovon er rede. Da das Lise-Meitner-Gymnasium eine der ersten Schulen sei, an denen dieses Pilot-Projekt durchgeführt wurde, sei die Auswahl an Referenten wohl nicht allzu groß.
"Schäfer stellt eine Gefahr für den objektiven Unterricht des Gymnasiums dar." Auch diese Äußerung von JU-Sprecher Haake stößt Christopher Klee auf: Er hatte selbst in der 9. und 10. Klasse Unterricht bei Klassenlehrer Helmut Schäfer, und gibt zu, dass Schäfer seine Meinung zu gewissen Themen geäußert habe. "Und sicher ist hierbei auch manchmal seine politische Einstellung deutlich geworden. Ich denke jedoch, dass Schüler durchaus selbst entscheiden können, welche Partei sie befürworten und sich nicht von ihrem Lehrer beeinflussen lassen."
Klee selber ist in keiner Partei tätig und will "nur ein wenig Objektivität in die ganze Sache bringen, weil diese in der Pressemitteilung der JU fehlt". Er hält die Mitteilung "nur für das Ergebnis von Unzufriedenheit. Vielleicht merkt die JU, dass ihr langsam aber sicher die Felle davon schwimmen und hält es deshalb für nötig, mit solch schlichtweg falschen Aussagen auf sich aufmerksam zu machen." Diese Äußerungen der JU würden nicht nur ein schlechtes Bild auf Schäfer werfen, sondern auch auf das Aggertal-Gymnasium. "Ich empfehle der JU, sich vor der nächsten Pressemitteilung besser kundig zu machen." Auch der als "Veranstalter" aufgetretene SoWi-Kurs des Gymnasiums werde sich noch zu dem Thema äußern, kündigte Klee an.
Auch die Jungen Liberalen der Gemeinde Engelskirchen sind empört über die "Diffamierungs-Kampagne" gegen Helmut Schäfer. Laut Haake nutze Schäfer das Aggertal-Gymnasium als "politische Plattform und versuche massiv, seine ideologischen Vorstellungen am ATG umzusetzen". Der Vorsitzende der Engelskirchener JuLis und Schüler am ATG, Matthias Boyke, dazu: "Das ist totaler Quatsch!"
Schäfer setze sich für das Wohl der Schule ein. Einen Lehrer von solchen Engagement könne man sich als Schüler nur wünschen, berichtet der JuLi-Vertreter. "Er hat noch nie versucht seine politischen Interessen im Unterricht einzubringen, geschweige denn einen Schüler zu bekehren." Alle Aktionen, die Schäfer am ATG durchführe, geschehen mit dem Einverständnis der Schulleitung oder der Schulkonferenz. Desweiteren bezweifelt Boyke, ob Markus Haake überhaupt fähig sei, sich ein Urteil über Helmut Schäfer und seine Arbeit am ATG zu machen. "Er ist schon seit Jahren kein Schüler mehr des ATG und betrachtet das Schulleben nur noch als Außenstehender."
Das abschließende Urteil der Jungen Liberalen ist eindeutig: "Wir finden es schade, dass Markus Haake und der JU im Wahlkampf nichts Besseres einfällt, als ihre politischen Gegner persönlich anzugreifen und als Demagogen zu bezeichnen."
Christoph Klee von der Jahrgangsstufe 12 des Aggertal-Gymnasiums (ATG) war einer der Organisatoren der Aktion ärgert sich über die Reaktion der Jungen Union (JU) Engelskirchen. "Die jungen Christdemokraten finden es nicht in Ordnung, dass der grüne Bundestagskandidat Helmut Schäfer, zugleich Lehrer am ATG, in der eigenen Schule politisch vor seinen Schülern auftritt", zitiert Klee den JU'ler. Zu dieser Podiumsdiskussion seien aber, "wie auch Oberberg-Aktuell berichtete, alle Direktkandidaten eingeladen und somit hatte Herr Schäfer keinesfalls eine Monopol-Stellung". Jeder habe das Recht, sich zu äußern und "es wurde niemand bevorzugt". Auf diese Tatsache verweist Klee speziell als Mitorganisator. "Dies ist schließlich auch ein Vorwurf an die Organisatoren (der Sozialwissenschaften-Kurs Stufe 12 des ATG), den ich unhaltbar finde."
Dass der Grüne Schäfer im Jugend- und Schulausschuss der Gemeinde Engelskirchen ganz offen von Umfragen erzählt habe, die er am Elternsprechtag zum Thema Schülerticket durchgeführt habe, um sie anschließend zur Umsetzung seiner politischen Ziele zu nutzen, findet Klee im Gegensatz zu Haake ebenfalls völlig in Ordnung. Es sei doch Aufgabe von Politikern, sich über zur Debatte stehende Themen zu informieren. "Und somit halte ich es nicht für verwerflich, dass Herr Schäfer die 'betroffenen' Schüler bzw. deren Eltern zum Thema 'Schülerticket' befragt hat, um anschließend im Jugend- und Schulausschuss über das Ergebnis seiner Befragung zu berichten."
"Erst kürzlich wurde eine Info-Veranstaltung zum rot-grünen Projekt Selbstständige Schule in der Aula des Gymnasiums durchgeführt. Als Referent wurde Horst Thelen, Lehrer des Lise-Meitner-Gymnasiums und Duzfreund des Grünen Helmut Schäfer eingeladen", lautete der nächste Vorwurf der JU. Zunächst ist zu sagen, betont Schüler Klee, dass Schäfer früher am Lise-Meitner-Gymnasium unterrichtet habe und es somit nicht verwunderlich sei, dass Horst Thelen sein Duzfreund sei. "Außerdem ist das Projekt 'Selbstständige Schule', ob von rot-grün angeleiert oder nicht, ein Projekt, das am ATG auf großes Interesse stieß." Seiner Meinung nach sei es von Vorteil, dass jemand über das Thema referiere, der damit schon seine eigenen Erfahrungen gemacht hat und somit wisse, wovon er rede. Da das Lise-Meitner-Gymnasium eine der ersten Schulen sei, an denen dieses Pilot-Projekt durchgeführt wurde, sei die Auswahl an Referenten wohl nicht allzu groß.
"Schäfer stellt eine Gefahr für den objektiven Unterricht des Gymnasiums dar." Auch diese Äußerung von JU-Sprecher Haake stößt Christopher Klee auf: Er hatte selbst in der 9. und 10. Klasse Unterricht bei Klassenlehrer Helmut Schäfer, und gibt zu, dass Schäfer seine Meinung zu gewissen Themen geäußert habe. "Und sicher ist hierbei auch manchmal seine politische Einstellung deutlich geworden. Ich denke jedoch, dass Schüler durchaus selbst entscheiden können, welche Partei sie befürworten und sich nicht von ihrem Lehrer beeinflussen lassen."
Klee selber ist in keiner Partei tätig und will "nur ein wenig Objektivität in die ganze Sache bringen, weil diese in der Pressemitteilung der JU fehlt". Er hält die Mitteilung "nur für das Ergebnis von Unzufriedenheit. Vielleicht merkt die JU, dass ihr langsam aber sicher die Felle davon schwimmen und hält es deshalb für nötig, mit solch schlichtweg falschen Aussagen auf sich aufmerksam zu machen." Diese Äußerungen der JU würden nicht nur ein schlechtes Bild auf Schäfer werfen, sondern auch auf das Aggertal-Gymnasium. "Ich empfehle der JU, sich vor der nächsten Pressemitteilung besser kundig zu machen." Auch der als "Veranstalter" aufgetretene SoWi-Kurs des Gymnasiums werde sich noch zu dem Thema äußern, kündigte Klee an.
Auch die Jungen Liberalen der Gemeinde Engelskirchen sind empört über die "Diffamierungs-Kampagne" gegen Helmut Schäfer. Laut Haake nutze Schäfer das Aggertal-Gymnasium als "politische Plattform und versuche massiv, seine ideologischen Vorstellungen am ATG umzusetzen". Der Vorsitzende der Engelskirchener JuLis und Schüler am ATG, Matthias Boyke, dazu: "Das ist totaler Quatsch!"
Schäfer setze sich für das Wohl der Schule ein. Einen Lehrer von solchen Engagement könne man sich als Schüler nur wünschen, berichtet der JuLi-Vertreter. "Er hat noch nie versucht seine politischen Interessen im Unterricht einzubringen, geschweige denn einen Schüler zu bekehren." Alle Aktionen, die Schäfer am ATG durchführe, geschehen mit dem Einverständnis der Schulleitung oder der Schulkonferenz. Desweiteren bezweifelt Boyke, ob Markus Haake überhaupt fähig sei, sich ein Urteil über Helmut Schäfer und seine Arbeit am ATG zu machen. "Er ist schon seit Jahren kein Schüler mehr des ATG und betrachtet das Schulleben nur noch als Außenstehender."
Das abschließende Urteil der Jungen Liberalen ist eindeutig: "Wir finden es schade, dass Markus Haake und der JU im Wahlkampf nichts Besseres einfällt, als ihre politischen Gegner persönlich anzugreifen und als Demagogen zu bezeichnen."