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Flutkatastrophe: GGG hilft zwei Schulen bei Dessau

om; 16. Sep 2002, 23:10 Uhr
Oberberg Aktuell
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Flutkatastrophe: GGG hilft zwei Schulen bei Dessau

om; 16. Sep 2002, 23:10 Uhr
(om/16.9.2002-23:15) Gummersbach - Eine Spende von 6.000 € haben heute Vertreter des Grotenbach-Gymnasiums für zwei vom Hochwasser betroffene Schulen in Ostdeutschland übergeben.

[Bild: Mengedoht --- Schulleiter Schmitt, die Lehrer Wiertz und Honisch, die beim Sozialwerk des GGG für die Abwicklung der Projekte zuständige Rosi Rusert, Elternvertreterin Edda Laub sowie die Schüler Vanessa Schwab, Hanna Kramer, Sarah Reiß und Luca Kaiser übergaben heute symbolisch den "Scheck" über 6.000 €, den die Dessauer Schulen in den nächsten Tagen für den Wiederaufbau erhalten werden..]



"Durch persönliche Kontakte von Studienrätin Marie-Luise Wiertz haben wir von der Not an den Schulen bei Dessau erfahren", berichtete Lehrer Peter Honisch bei dem Pressetermin. Die Schule Wardensee, eine Grundschule mit 113 Schülern, sei von der Flut komplett überspült worden, die Schule Mildensee, deren Keller überflutet worden war, hat bis zur Wiederherstellung der Grundschule deren Schüler aufgenommen. Aber auch Schüler der Sekundarschule Mildensee sind privat betroffen.



So weit es geht, helfen sich die Schüler der betroffenen Schulen auch untereinander in der Notsituation, damit der Schulbetrieb nicht langfristig unterbrochen werden muss: Sie teilen Hefte, Stifte, sogar Sportkleidung, da viele Familien schwer von der Flut getroffen sind und die Schüler zu Hause fast alles verloren haben, verdeutlichte Wiertz die schwierige Situation. Sie hatte sich bei Freunden in Dessau nach der Lage dort erkundigt und von den immensen Problemen der beiden Schulen erfahren und Kontakt aufgenommen.



Da gebe es zwar Hilfen - die Schulen bekommen Nachlässe bei den Kopierkosten und Schulbuchverlage bieten an, die vernichteten Bücher zum halben Listenpreis zu ersetzen, zwei Verlage halfen sogar kostenlos -, aber für vieles fehle dennoch das Geld. Neben Schulmaterialien wie Heften und Büchern benötigten die Schulen dringend Sportmaterial, wie Matten und Bälle, denn durch Einquartierung von Helfern in der schuleigenen Turnhalle Mildensee sei viel Material abhanden gekommen. Auch anstehende Exkursionen können von den Eltern im Moment nicht mehr bezahlt werden. Von den Schulen wurden Anträge auf Hilfsmittel gestellt, doch das Geld wird der Auskunft nach zunächst nur an "noch schlimmer Betroffene", das heißt an "ausgelöschte Betriebe" und ruinierte Familien ausgezahlt.



Daher hat das Sozialwerk am Gymnaium Grotenbach entschieden, mit Hilfe der Rücklage für Sofortmaßnahmen den Schulen Mildensee und Wardensee in Dessau den Betrag von 6.000 € zweckgebunden zur Verfügung zu stellen, damit davon schnell und unbürokratisch Bücher und Sportmaterial angeschafft werden können. Das Sozialwerk des GGG existiert seit über 40 Jahren und sammelt generell Geld für sozial Schwache in der Region oder der Dritten Welt. "Da prinzipiell bei der Vergabe der Mittel des Sozialwerkes ein persönlicher Kontakt von Schulmitgliedern - hier Studienrätin Wiertz - existiert, ist gewährleistet, dass keine Verwaltungskosten entstehen und das Geld ausschließlich für den angegebenen Zweck verwendet wird", erläuterte der kommissarische Schulleiter Berthold Schmitt abschließend.

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