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Fußball am Wochenende kurz und kompakt

lo,jlo; 11. Oct 2018, 01:45 Uhr
Archivbild: Michael Kleinjung.
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Fußball am Wochenende kurz und kompakt

lo,jlo; 11. Oct 2018, 01:45 Uhr
Oberberg - Hier erhalten Sie die wichtigsten Informationen zu den Spielen am kommenden Wochenende.
Zur Anmeldung zum Kreisliga A-Tippspiel unter MeinOA 

Vorschau Landesliga (8. Spieltag)

FV Bonn-Endenich – SSV Homburg-Nümbrecht (Sonntag, 15:15 Uhr).

Es fehlen: Johannes Volk, Jonas Henscheid, Mike Großberndt, Christian Salmen, Manuel Marks, Robert Arnds, Julian Schwarz, Pascal Rüsche, Michel Hock, Jonas Wagner, Joscha Trommler, Aron Jungjohann, Alexander Epstein, Sebastian Ghofranifar.

Einsatz fraglich: Thomas Ziegler, Tom Barth, Philipp Wirsing.  

Zum Spiel: Durchbeißen lautet die Devise für den SSV Homburg-Nümbrecht, der auch im Herbst 2018 von horrenden Verletzungssorgen heimgesucht wird. Wenn’s ganz dicke kommt, fehlen am Sonntag 17 Spieler. Jonas Henscheid (Gelb-Rot-Sperre) und Manuel Marks (Nasenbeinbruch) erweitern die Ausfallliste. Wann die Nummer eins Christian Salmen zurückkehrt, ist offen. Er erlitt im Pokalfinale gegen Bergisch Gladbach eine Schädigung des hinteren Kreuzbandes sowie des Knorpels. Da Ersatzmann Pascal Rüsche bis Januar außer Gefecht gesetzt ist, rückt erneut Florian Schneider (2. Mannschaft) zwischen die Pfosten. Bei Thomas Ziegler (muskuläre Probleme) und Tom Barth (Platzwunde am Kopf) besteht zumindest leise Hoffnung, dass sie die Auswärtsfahrt mit antreten werden. Wackelkandidat Philipp Wirsing laboriert an einer Knieblessur.     

Ein Klagelied stimmt Trainer Torsten Reisewitz angesichts der immer dünner werdenden Personaldecke nicht an. „Alle möchten in der Landesliga spielen und sich in dieser Klasse etablieren. Leider kriegen wir aufgrund der personellen Situation keinen Rhythmus herein. Die größte Herausforderung ist, die Idee zu finden, die für die Mannschaft die beste Lösung ist. Auf einigen Positionen können wir nur improvisieren“, ist der Coach zu permanenten Rochaden gezwungen. Beim 2:1-Erfolg gegen Heiligenhaus half Sturmspitze Daniel Kelm im rechten Mittelfeld aus - und war mit den Assists zu den beiden Treffern von Christian Rüttgers nachhaltig am Gewinn der drei Zähler beteiligt. Ein Musterbeispiel dafür, dass die Einstellung entscheidender ist als die Aufstellung.

„Der Sieg war enorm wichtig. Wir haben jetzt einen ordentlichen Puffer auf die Abstiegszone und stehen vor richtungsweisenden Wochen, in denen wir Farbe bekennen müssen und sich zeigen wird, ob wir oben reinschnuppern dürfen“, sagt Reisewitz. Gegen Bonn-Endenich erwartet der Übungsleiter ein schweres Duell. Das routinierte Team aus der ehemaligen Bundeshauptstadt hat unter dem neuen Trainer Dennis Ochs einen blendenden Start erwischt und belegt mit 14 Punkten den dritten Platz. „Eigentlich liegen uns die Endenicher, weil sie auch Fußball spielen wollen“, schildert Reisewitz. „Wir benötigen eine disziplinierte Leistung, sonst ist die Aufgabe für uns unlösbar.“            


FV Wiehl – Viktoria Köln II (Sonntag, 15:15 Uhr).

Es fehlen: Waldemar Kilb, Jared Jörgens, Kevin Derksen, Kevin Ufer, Jan Derksen. 

Einsatz fraglich: Michael Möller, Christopher Lieblang, Radion Miller, Maurice Häger, Davin Dresbach, Simon Weber, Zudi Hajredini.

Zum Spiel: Auf den ersten Blick keine schlechte Bilanz: Der FV Wiehl ist seit vier Begegnungen ungeschlagen. Die Kehrseite der Medaille: Bloß einmal verbuchte die Auswahl von Coach Jan Kordt einen Sieg (2:1 in Nümbrecht), die Unentschieden gegen Windeck, Rheinbach und Brühl haben eher bremsende Wirkung. „Die letzten beiden Spiele hätten wir durchaus gewinnen können. Dann wären wir jetzt Achter“, klagt Kordt. Das Remis in Brühl liegt dem Übungsleiter besonders schwer im Magen. Dass der gegnerische Keeper mit seinem Ausgleich in der Nachspielzeit den Dreier zunichtemachte, ist ärgerlich. Auf die Palme brachte Kordt aber der fahrlässige Umgang mit den Tor- und Kontergelegenheiten beim Stande von 2:1 für die Gäste.

„Neben unseren Chancen haben wir vier, fünf Situationen leichtfertig hergeschenkt. Da muss man sich am Ende auch nicht über das 2:2 wundern“, übt Kordt unverhohlene Kritik an der Offensivabteilung, die sich in Brühl wahrlich nicht mit Ruhm bekleckerte. Davon abgesehen hat Kordt eine Steigerung registriert. „Wir treten inzwischen als Einheit auf und verteidigen gut. Schade ist, dass wir uns zuletzt für unsere Leistungen nicht belohnt haben.“ An der taktischen Ausrichtung wird Kordt beim Auftritt gegen Viktoria Köln II nicht rütteln - Mittelfeldpressing mit dem Ziel, schnelle Umschaltaktionen zu kreieren. Der Rest hängt von der Treffsicherheit und dem Selbstvertrauen der Angreifer ab.

„Köln hat eine junge Mannschaft, die viel läuft und aggressiv ist. Aber wir schauen nur auf uns. Wir wollen die richtige Einstellung an den Tag legen und im Heimspiel dreifach punkten“, erläutert Kordt die Marschroute für Sonntag. Aufgrund einer Erkältungswelle ist das Mitwirken von sieben Akteuren ungewiss. Kapitän Waldemar Kilb, der bereits gegen Brühl ausgefallen war, ist wegen des Verdachts auf einen Muskelfaserriss vorerst nicht diensttauglich.




Vorschau Bezirksliga (8. Spieltag)

Eintracht Hohkeppel – TV Hoffnungsthal (Sonntag, 15:15 Uhr).

Es fehlen: Steve Ememekwe, Jonas Stiefelhagen, Fabian Apel, Robin Theisen, Fabian Reudenbach, Güven Gün, Mathias Hartwig, Hoang-Nam Chau, Leon Legat.

Einsatz fraglich: Tibor Heber, Carsten Gülden sowie Dennis Weis

Zum Spiel: Bei der Eintracht ist das Sportliche in den Hintergrund gerückt. Nach Angaben des sportlichen Leiters Kevin Theisen hat Spieler Steve Ememekwe am Montag einen Schlaganfall erlitten und wird derzeit im Krankenhaus behandelt. Eine schreckliche Nachricht, die den Fußball zur Nebensache werden lässt. „Wir sind total schockiert und wünschen Steve alles Gute. Die Mannschaft fährt diese Woche geschlossen ins Krankenhaus, um ihn zu besuchen“, erklärt Theisen. Beim Last-Minute-Erfolg gegen den FC Bensberg tags zuvor hatte der 30-Jährige noch über die volle Distanz mitgewirkt.

Eine Verschiebung der nächsten Partie wäre absolut nachvollziehbar, steht allerdings nicht im Raum. Theisen hofft, dass sich das Team trotz der Sorgen um den Kollegen auf das Spitzenduell gegen den starken Liga-Neuling TV Hoffnungsthal konzentrieren kann. „Das wird den Jungs nicht leichtfallen, aber grundsätzlich haben wir genügend Qualität, um das Spiel für uns zu entscheiden“, so der Sportchef. Des Weiteren muss Trainer Taner Durdu Jonas Stiefelhagen (Muskelfaserriss) und Fabian Apel (Handgelenksverletzung) ersetzen. Tibor Heber, Carsten Gülden und Dennis Weis sind fraglich.            

Die Gäste hatten zwischenzeitlich sogar die Pole Position inne, handelten sich zuletzt jedoch eine deftige Heimschlappe gegen Germania Geyen ein (1:5). Ein einmaliges Streichergebnis oder der Beginn eines Negativlaufes für die Schützlinge von Coach Sascha Brandenburg? Theisen: „Ich kenne die Hoffnungsthaler Spieler und den Trainer. Wir werden taktisch bestens auf den Gegner eingestellt sein.“      


TuS Lindlar – SC West Köln (Sonntag, 15:15 Uhr).

Es fehlen: Luca Jansen, Faruk Tokay, Moritz Stellberg, Rico Brochhaus, Moussa Daffe.

Zum Spiel: Scharte ausgewetzt: Der TuS Lindlar triumphierte im prestigeträchtigen Gemeinde-Clasico gegen den SV Frielingsdorf mit 3:1 und betrieb damit Wiedergutmachung für die beiden Derbypleiten in der vergangenen Saison. „Wir waren spielerisch besser und haben verdient gewonnen“, konstatiert Coach Uli Bartsch. Seine Elf hat sich mit den Siegen gegen Geyen und den SVF im Klassement freigestrampelt und kann sich im Fall eines Heimerfolgs gegen den Aufsteiger SC West Köln sowie gleichzeitigen Ausrutschern der Konkurrenz ins eng besiedelte vordere Drittel der Tabelle vorarbeiten.

Die entspanntere Personallage und die dadurch zwangsläufig größeren taktischen Variationsmöglichkeiten tragen ihr Scherflein zum aktuellen Zwischenhoch bei, wenngleich Bartsch den Tag nicht vor dem Abend loben will. „Natürlich ist das Ziel, im Punkte-Rhythmus zu bleiben“, sagt der Trainer. „aber die Klasse ist sehr ausgeglichen. Deshalb gilt es, jeden Gegner ernst zu nehmen. Wir sind nicht in der Position, jemanden zu unterschätzen.“

Bartsch warnt speziell vor der gefährlichen Angriffsreihe der Domstädter, die ihre Fähigkeiten beim jüngsten 5:2 gegen den FC Hürth II aufblitzen ließ. Vier Treffer gingen alleine auf das Konto von Stürmer Sebastian Blass. Bartsch muss auf die Defensivstrategen Moritz Stellberg und Faruk Tokay verzichten. Eine Hiobsbotschaft gab’s am Dienstag im Training: Luca Jansen knickte um und zog sich einen Bänderriss im Sprunggelenk zu - sechs Wochen Pause. „Wir haben echt die Seuche“, stöhnt Bartsch in Anbetracht des anhaltenden Verletzungspechs.            


SV Frielingsdorf – TuS Marialinden (Donnerstag, 20 Uhr), vom 3. Spieltag
Germania Geyen – SV Frielingsdorf (Sonntag, 15:15 Uhr).

Zum Spiel: Zum Vorbericht zur Partie gegen Marialinden geht es hier.


Vorschau Kreisliga A (9. Spieltag)

TSV Ründeroth – SSV Süng (Sonntag, 15 Uhr).

Es fehlen: Edwin Olescher, Johannes Gewalt, Louis Piertzik, Michael Erdmann, Severin Hoell.

Einsatz fraglich: Phillip Stein, Gian-Luca Stomeo, Felix Stein.

Zum Spiel: In der Kreisliga A findet der 9. Spieltag statt und der TSV aus Ründeroth wartet weiter auf den ersten Dreier. Das Team von Coach Viktor Köhn konnte zwar bislang fast durchweg ein Lob der gegnerischen Trainer einheimsen, aber ein Erfolgserlebnis blieb der blutjungen Truppe bisher verwehrt. „Vor den Ergebnissen können wir die Augen natürlich nicht verschließen“, stellt Köhn klar. „Wir hätten schon mehr Punkte einfahren müssen.“ Allerdings nimmt Köhn jeglichen Druck von seiner Rasselbande. Gleich acht Akteure, die gegenwärtig regelmäßig in der Stammformation stehen, sind erst in diesem oder im vergangenen Jahr in den Seniorenbereich aufgerückt. Allen attestiert Köhn eine super Entwicklung. „Aber es fehlt halt die Erfahrung. Das sind alles noch Küken“, so der TSV-Trainer.

Die personelle Mischung sei anders geplant gewesen, jedoch mussten mehrere erfahrene Kicker verletzungsbedingt ersetzt werden. Auch die Offensivabteilung war bis auf den ehemaligen A-Jugendlichen Felix Adamietz bislang verwaist. Die schmerzlich vermissten Heilsbringer in spe Gian-Luca Stomeo und Phillip Stein (Köhn: „Er hat eine überragende Vorbereitung gespielt“) kehren nun womöglich in die Anfangself zurück. Gegen Süng erwartet Köhn daher auch nicht weniger als die maximale Ausbeute. „Der Gegner ist mir dabei völlig egal. Wir werden versuchen, das Spiel mit aller Macht zu gewinnen. Irgendwann sind wir auch mal dran“, rechnet er mit einer Trendwende.

Die weiteren Partien des 9. Spieltages (Sonntag, 15 Uhr)
FV Wiehl II – VfR Wipperfürth (13 Uhr)
Heiligenhauser SV II – SV Schönenbach (13 Uhr)
Jan Wellem Bergisch Gladbach – SV Refrath
SV Altenberg – SSV Wildbergerhütte-Odenspiel
TuS Untereschbach – Rot-Weiß Olpe
Union Rösrath – Blau-Weiß Biesfeld
TV Herkenrath II – SSV Homburg-Nümbrecht II

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