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Erntedankzug über die Lindlarer Höhen

uh; 1. Oct 2017, 21:45 Uhr
Bilder: Martin Hütt.
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Erntedankzug über die Lindlarer Höhen

uh; 1. Oct 2017, 21:45 Uhr
Lindlar - Der Ernteumzug des Heimatvereins Hohkeppel mutierte zum echten Publikumsmagneten - Zuschauer standen Schlange, um den Start im Lindlarer Freilichtmuseum mitzuerleben.
Prächtig sahen sie aus – insgesamt 14 geschmückte Wagen standen am Sonntag bereit, um den Erntedankzug des Heimatvereins Hohkeppel vom Freilichtmuseum mit Leben zu füllen. Die Traktoren, teilweise auch ältere Zugmaschinen, waren blitzblank herausgeputzt und sahen aus, als wären sie neu. Jeder Erntewagen war individuell und liebevoll dekoriert mit Sonnenblumen, Obst und Gemüse, was über den Sommer geerntet wurde.

[Dr. Ingo Bernhard freute sich über die rege Teilnahme.]

Jeder Erntewagen war ein Schmuckstück und der Stolz der jeweiligen Wagengruppe. Dr. Ingo Bernhard, Vorsitzender des Heimatvereins Hohkeppel, begrüßte die Besucher und die Zugteilnehmer. Er stellte das am Vorabend gekürte Erntepaar Michael Eich und Sarah Joest vor. Eich ist seit Jahren aktiv in der Feuerwehr tätig, Joest stammt aus Rönsahl. Die beiden wohnen seit zwei Jahren gemeinsam in Hohkeppel. Wie Bernhard betonte, findet der Erntezug bereits zum zwölften Mal statt. Er dankte besonders der Leitung des Freilichtmuseums, auch in diesem Jahr den Zug wieder im Museum starten zu dürfen.

Viele Wagen hatten auch ein Motto für den Zug gewählt, wie beispielsweise die Wagengruppe Brombacher Berg: „Wenn der Hintern wird im Winter kalt, holst du besser Holz im Wald“. Den Wagen der Jugendgruppe Wurtscheid zierte der Spruch „Sind erst alle Kartoffeln drin, legt sich der Bauer wieder hin“. Die Jugendgruppe Erlenhof hatte das Thema Bienen gewählt: „Wer die Biene nicht ehrt, ist des Honigs nicht wert“. Zeitgleich fand im Museum auch das Obstwiesenfest statt, bei dem sich alles um Obstbäume, Obsternte und Obsterzeugnisse drehte.

Nach dem Start im Freilichtmuseum, mit musikalischer Begleitung durch den Musikverein „Edelweiߓ Offermannsheide, ging es nach Kemmerich, Schmitzhöhe, Brombacher Berg, Kalkofen, Schönenborn zurück nach Fahn, Oberbergscheid, Vellingen, Frielinghausen und Hohkeppel. Am Weißen Pferdchen wurden die circa 240 Zugteilnehmer mit Kaffee und Kuchen, aber auch mit Kölsch und heißen Würstchen empfangen.