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Kampf für den Erhalt der Turnhalle

bv; 13. Jul 2017, 06:00 Uhr
Bild: Bernd Vorländer --- Die Halle des TV Osberghausen ist stark sanierungsbedürftig.
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Kampf für den Erhalt der Turnhalle

bv; 13. Jul 2017, 06:00 Uhr
Engelskirchen – Der TV Osberghausen muss 80.000 € für den Erhalt seiner Sportstätte aufwenden und sucht jetzt nach Unterstützern.
Von Bernd Vorländer

Ein Turnverein ohne Turnhalle – nein, das geht nicht. Doch droht genau dieses Szenario dem traditionsreichen TV  Osberghausen, der in der Vergangenheit sogar in der Faustball-Bundesliga für Furore sorgte. Mit einer Rettungsaktion will der Vorstand des TVO jetzt dafür sorgen, dass die gute Stube des Vereins erhalten bleibt. Doch der Reihe nach: Bereits Ende der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde in Osberghausen an der Jahnstraße ein Sportlerheim gebaut, das aber nach dem Krieg aufgrund von Beschädigungen in der unmittelbaren Umgebung abgerissen werden musste. Schon 1949 konnte der Verein eine neue Turnhalle einweihen, die in der Folge mehrfach umgebaut und erweitert wurde. Noch vor einigen Jahren wurden Sanitär- und Umkleideräume erneuert. Dennoch hat sich ein Sanierungsstau ergeben, der jetzt wie Blei auf den Schultern der Vereinsführung lastet.


„Investitionen von etwa 80.000 € sind notwendig, um unsere Sporthalle wieder herzurichten“, so Vereinsvorsitzender Peter Vierbaum, der die notwendigen Maßnahmen mit dem Engelskirchener Architekten Ralf Rother abgesprochen hat. So ist die Rückwand der Bühne ebenso wie das Dach marode. Notwendige Brandschutzmaßnahmen müssen ebenfalls getätigt werden. Der Bühnenbereich würde bei der Sanierung künftig wegfallen. Jetzt gilt es zu handeln und vor allem die notwendigen Geldmittel aufzutreiben. „Die Existenz des Vereins wäre gefährdet, wenn  wir unsere Sporthalle nicht erhalten könnten“, hat Vereinschef Vierbaum bereits der Mitgliederversammlung die drastischen Folgen aufgezeigt, sollte man die Finanzmittel nicht aufbringen können. Dabei hat man in einigen Abteilungen sogar einen erheblichen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. Etwa im Prellball, wo vier Jugendmannschaften an den Start gehen. Oder im Kinderturnen – hier sind 30 Kleinere aktiv. Außerdem wird Sport für Ältere und Karate angeboten. Jedenfalls sind die 176 Mitglieder für die Lage des Vereins sensibilisiert.

Inzwischen werden im Verein bereits Konzepte in Arbeitsgruppen erörtert, um die nötigen Finanzmittel zu akquirieren. Geschäftsleute und Firmen aus dem Aggertal, aber auch die Politik soll mit ins Boot genommen werden, um die Unterstützung sicherzustellen. Mit dem Aggertaler Turnverband gibt es Gespräche, ob eine stärkere spätere Nutzung der Turnhalle möglich ist. Und auch eigene Aktionen sind vorgesehen, wie etwa ein großes Faustballturnier am 5. August auf dem Rasenplatz in Osberghausen, zu dem bekannte Mannschaften eingeladen wurden. Der Erlös soll in die Hallensanierung fließen. Auch die Bürgerstiftung Engelskirchen hat bereits einen Betrag zugesagt. „Bis Ende 2018 wollen wir fertig sein, aber es liegt noch sehr viel Arbeit vor uns“, weiß Peter Vierbaum.
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