Bilder: Michael Kleinjung --- Für Holpe-Steimelhagen, hier Jan Jarausch, gab's gegen Nümbrecht II kein Durchkommen.
ARCHIV
Nümbrecht macht es wie Schalke
Oberberg - Mit einer überschaubaren Leistung sichert sich der SSV drei Punkte gegen Holpe - Schönenbacher Ausrufezeichen gegen den Tabellenprimus - Wiehl II stoppt Niederlagenserie - Zwei schwere Verletzungen in Refrath (AKTUALISIERT).
SSV Homburg-Nümbrecht II SpVgg. Holpe-Steimelhagen 3:0 (1:0).Ein bisschen fühlte sich SSV-Trainer Florian Schmidt an die Bundesligapartie Schalke gegen Gladbach vom vergangenen Freitag erinnert. Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht wider, sagte der siegreiche Nümbrechter Coach. Die Gäste machten in der ersten Halbzeit das Spiel und hatten zunächst Pech, als der Ball an der Latte abprallte. Auf der anderen Seite machten die Hausherren mit der ersten guten Aktion das 1:0 Christian Neumann auf Vorarbeit von David Simon. Danach wieder die Spielvereinigung im Pech mit einem Pfostentreffer. Nach dem Seitenwechsel traf Nümbrechts Alexander Steimel auch nur die Latte. Holpes Moritz Leidig brachte einen heranstürmenden SSV-Kicker im Strafraum zu Fall, der Schiedsrichter ließ jedoch weiterspielen.
[Für die Spielvereinigung mit Routinier Marc Nossol (li.). wird die Situation immer prekärer; Christian Neumann (re.) erzielte das 1:0.]
Trainer Michael Schmidt wollte sich nach dem Spiel fairerweise nicht festlegen: Ich konnte es nicht genau sehen. Er suche die Gründe für die Niederlage stattdessen im eigenen Auftreten: Wir haben viel zu ängstlich gespielt und falsche Entscheidungen getroffen, so die Analyse von Schmidt. Der Gegner hat aus wenig viel gemacht, es läuft einfach alles gegen uns im Moment. Manuel Marks erzielte nach Vorlage von Dustin Schlegel das zweite Tor für die Gastgeber. In der Nachspielzeit verwandelte der starke David Simon einen direkten Freistoß zum 3:0. Morgen fragt keiner mehr, wie das Ergebnis zustande gekommen ist, freute sich SSV-Trainer Schmidt über die Punkte.
Torschützen
1:0 Christian Neumann (35. David Simon)
2:0 Manuel Marks (72. Dustin Schlegel)
3:0 David Simon (90.).
Heiligenhauser SV II FV Wiehl II 1:2 (1:1).
Die Gastgeber wollten die Partie eigentlich möglichst lange offen gestalten, doch bereits nach vier Minuten war dieser Plan dahin: Önder Betin brachte Wiehl in Führung. Da waren wir zu schläfrig, sind dann aber gut reingekommen und haben den verdienten Ausgleich erzielt, so Trainer Marco Hartenfels. Simon Arndt traf auf Vorlage von Nico Dietz zum 1:1. Nach dem Gegentor haben wir unkonzentriert gespielt, sagte Wiehls Trainer Jan Kordt. Beide Mannschaften hatten gute Chancen auf den Führungstreffer, unter anderem Maik Derksen, der zunächst im Eins-gegen-Eins an Keeper Patric Schmitz scheiterte. Wenige Minuten später machte es Derksen aber besser und überlistete Schmitz mit einem schönen Heber ins lange Eck zum 1:2. Danach war es nur noch ein Gebolze, so Kordt, der heute nur elf Spieler und auf der Ersatzbank lediglich seinen Co-Trainer zur Verfügung hatte. In der Nachspielzeit verpasste Wiehl die Entscheidung, der HSV traf nach einer Ecke nur den Außenpfosten. Insgesamt ein verdienter und wichtiger Sieg für die Moral, sagte Kordt nach dem Ende der Pleitenserie. Hartenfels erklärte: Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen.
Torschützen
0:1 Önder Betin (4.)
1:1 Simon Arndt (64. Nico Dietz)
1:2 Maik Derksen (64.).
[Manuel Marks baute die SSV-Führung aus.]
BV 09 Drabenderhöhe TV Hoffnungsthal 1:4 (0:1).
Drabenderhöhes Edgar Wörmke war mit dem Spiel seiner Mannschaft nach der 15:0-Klatsche von vergangener Woche diesmal ganz zufrieden. Das war gar nicht so schlecht, aber so einen Gegner kann man auch nicht 90 Minuten ausschalten, so Wörmke, der sich vor dem Spiel zur Unterstützung Spieler von den Alten Herren geholt hatte. Hoffnungsthals Sascha Brandenburg war mit seiner Mannschaft nicht wirklich zufrieden: Wir waren schwach und haben kein gutes Spiel gezeigt, aber auch Respekt an den Gegner, der bis zur letzten Minute gekämpft und geackert hat.
Torschützen
0:1 Konstantin Strauß (25.)
0:2 Aykut Durdu (53.)
0:3 Aykut Durdu (67.)
1:3 Fabian Hann (85.)
1:4 Sebastian Fischer (87.).
TuRa Dieringhausen - DJK Wipperfeld 1:2 (0:1).
Wenn du denkst, du hast schon alles gesehen und fährst dann nach Dieringhausen. Dann lernst du doch wieder etwas dazu, haderte DJK-Trainer Giovanni Bernardo erneut über die mehr als fahrlässige Chancenverwertung seiner Mannschaft. Mit den drei Punkten konnte er natürlich gut leben, aber er hätte gerne schon viel früher vor dem Schlusspfiff tief durchgeatmet. Wir haben wieder viel zu viele Chancen liegen lassen, ärgerte er sich. Einmal laufen wir mit vier Mann auf den Torwart zu und machen das Ding nicht rein. Stattdessen gibt es noch Freistoß für den Torwart, haderte er. Die TuRa verpasste den Einstieg in die Partie total und lief nur hinterher. Nach 40 Minuten musste Sacha Jonen dann mit einem Cut unterm Auge verletzt raus. Für ihn kam der A-Jugendliche Leon Hühn in die Partie. Nur drei Minuten später war die Begegnung für Hühn nach einer Notbremse dann schon wieder beendet. In Unterzahl kam Dieringhausen dann aber immer besser in Tritt. Marius Reinelt konnte sogar den Führungstreffer von Patrick Philipp ausgleichen. Allerdings gelang Sebastian Eck kurz vor dem Ende der Big-Point für den Gast. Für uns wird es jetzt ganz schwer, ist sich auch Dieringhausens Trainer Thorsten Prangenberg bewusst.
Tore
0:1 Patrick Philipp (23. Sebastian Selbach)
1:1 Marius Reinelt (78.)
1:2 Sebastian Eck (88. Sebastian Selbach).
Besonderes Vorkommnis
Rot für Dieringhausens Leon Hühn (43. Notbremse).

[Florian Schmidt kämpt sich mit seiner Truppe Schritt für Schritt nach vorne.]
SV Eintracht Hohkeppel - SSV Süng 1:1 (0:0).
Am Ende sprachen sowohl SVE-Trainer Peyman Rabet, als auch Gästecoach Andrea Esposito von einer gerechten Punketeilung. Besonders im ersten Durchgang hatten sich beide Mannschaften absolut neutralisiert und wenig Chancen des Gegners zugelassen. In einem Derby ist unabhängig von irgendwelchen Tabellenplatzierungen alles möglich, war Rabet mit der ersten Punkteteilung in der Rückserie zufrieden. Leon Teschendorf hatte sein Team in Front geschossen. Danach aber stellte Esposito seine Elf von Vierer- auf Dreierkette um und erhöhte somit etwas den Druck nach vorne. Tobias Spiegel (56.) testete kurz darauf das erste Mal das Eintracht-Aluminium. Gute zehn Minuten später wiederholte er das Kunststück. Den Abpraller erkämpfte er sich aber zurück und legte für den kurz zuvor eingewechselten Deniz Can auf, der zum Ausgleich vollstreckte. Den Punkt haben wir uns am Ende richtig verdient, freute sich Esposito über das Remis beim Gemeindenachbarn.
Tore
1:0 Leon Teschendorf (50.)
1:1 Deniz Can (80. Tobias Spiegel).

[Abstiegskampf im Doppeldorf: Die Jungs von Coach Michael Schmidt brauchen unbedingt ein Erfolgserlebnis.]
SV Schönenbach SC Vilkerath 4:1 (1:1).
Der Tabellenprimus trat mit geschwellter Brust beim bis dato in der Rückrunde noch sieglosen SVS an und erspielte sich auch direkt ein optisches Übergewicht. Schönenbach wollte eigentlich den Gast kommen lassen und über Konter zum Erfolg kommen. Bereits nach 24 Minuten schloss Gästeangreifer David Wecker aber einen schönen Angriff erfolgreich ab und zwang damit Schönenbachs Trainer Torsten Graß zu einigen Umstellungen. Dieser beorderte Routinier Mehmet Ümit auf den eigentlich ungewohnten Posten des Mittelstürmer. Das hat sich bezahlt gemacht, freute sich Graß über seinen Schachzug. Ümit konnte sich immer wieder gut in Szene setzen und verschaffte seinen Mitspielern viel Raum. Ricardo Held gelang noch vor der Pause der Ausgleich. Nach dem Wechsel setzte die Heimelf dann immer wieder unangenehme Nadelstiche und schloss die Konter dieses Mal eiskalt ab. Das haben wir super gemacht, jubelte Graß nach der Partie über dieses Ausrufezeichchen im Aufstiegskampf. Ein Sonderlob verteilte er an Keeper Kevin Riemschoß, der seinen Kasten im zweiten Durchgang sauber hielt. Das Spiel war immer offen. Hier konnten jederzeit Tore auf beiden Seiten fallen, wollte Vilkeraths Trainer Uwe Ommer seinen Schützlingen noch nicht einmal einen Vorwurf machen. Zum Schluss haben wir es Schönenbach vielleicht etwas zu leicht gemacht.
Tore
0:1 David Wecker (24. Güven Gün)
1:1 Ricardo Held (38.)
2:1 Ricardo Held (54.)
3:1 Eduard Kelm sen. (76.)
4:1 Hans-Josef Juppi Held (88.).

FC Bensberg Borussia Derschlag 2:0 (1:0).
Während Derschlags Spielertrainer Christoper Lieblang von der unnötigsten Niederlage seiner Trainerkarriere sprach, hatte Bensbergs Co-Trainer Ignazio Giambrone sein Team mit dem deutlich besseren Spiel gesehen. Das war ein verdienter Erfolg. Wir hatten fußballerisch mehr drauf, bilanzierte er und lobte dabei die tolle Moral seiner Trupe, die immerhin 50 Minuten lang in Unterzahl spielen musste. Wir hatten hier 85 Prozent Ballbesitz und waren mit dem Ball fast dauernd in der gegnerischen Hälfte, wunderte sich Lieblang über die Aussage seines Gegenübers. Ich kann meiner Mannschaft nur den Vorwurf machen, hier kein Tor geschossen zu haben. Ansonsten waren wir hier klar überlegen. Die beiden Bensberger Treffer hätten aus deren einizigen zwei Torchancen resultiert. Das war halt sehr bitter, haderte Lieblang.
Tore
1:0 Alfred Gutwin (26. Tugay Düzelten)
2:0 Jonas Müller-Frank (90.+2).
Besonderes Vorkommnis
Rot für den Bensberger Tobias Müller (40. Tätlichkeit)

[David Simon machte den Sack zu.]
SV Refrath SV Morsbach 2:1 (0:0).
Refraths Trainer Jürgen Glomb freute sich über die tolle Moral seiner Mannschaft und über die drei errungenen Punkte. Dank denen liegt seine Elf nämlich nun punktgleich mit Vilkerath an der Tabellenspitze. Allerdings hatte Glomb in der ersten halben Stunde der Begegnung nicht viel Grund zur Freude. Nach einem Zweikampf war die Partie für Mikel Spiegelmacher bereits nach 19 Minuten mit einem Knöchelbruch beendet. Der gerufene Notarzt war noch nicht eingetroffen, als sich auch noch Timo Busch verletzte. Diagnose: Schlüsselbeinbruch. Da mussten wir direkt den zweiten Rettungswagen rufen, lobte der Refrather Trainer die Einstellung seiner Mannschaft. Diese konzentrierte sich trotz dieser schlimmen Verletzungen in den eigenen Reihen auf den Sport und holte sich die Punkte verdient. Das sah auch Gästetrainer Maik Greb so. Wir wollten hier eigentlich etwas mitnehmen, aber der Sieg geht in Ordnung. Nach dem Anschlusstreffer von Benedikt Stricker kam zwar noch etwas Hoffnung bei den Gästen auf, aber Refraths gab die Zähler nicht mehr her.
Tore
1:0 Mario de Vree (29.)
2:0 Martin Köppe (45.)
2:1 Benedikt Stricker (57. Mohamed Tivalo).
Tabelle und Ergebnisse Kreisliga A
