Archivbild --- Vor allem Busse und Lastwagen hatten an Steigungen Probleme.
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Großes Schneechaos blieb bislang aus
Oberberg - Die Polizei verzeichnete im gesamten Kreisgebiet 38 glättebedingte Unfälle - Busse und Lastwagen haben in höheren Lagen massive Probleme - Situation hat sich entspannt (AKTUALISIERT).
Von Nils HühnWährend sich gestern Nachmittag, als die ersten Flocken vom Himmel fielen, 15 Unfälle ereigneten (OA berichtete), kamen bis heute Mittag 12:30 Uhr 23 weitere hinzu. Zwischen Donnerstag 16 Uhr und heute Morgen 6 Uhr verzeichnete die Polizei insgesamt sechs glättebedingte Unfälle. In allen Fällen blieb es beim Blechschaden, erklärte Polizeisprecher Jürgen Dzuballe. Ab 6 Uhr, gleichzeitig mit Beginn des Berufsverkehrs, wurden der Polizei die nächsten witterungsbedingten Verkehrsunfälle gemeldet. Der vorerst letzte ereignete sich um 12:30 Uhr. Insgesamt musste die Polizei in dieser Zeit zu 17 Verkehrsunfällen ausrücken, bei dem überwiegenden Teil blieb es bei Sachschäden.
Zwei Verkehrsunfälle in Wiehl und in Reichshof-Erdingen forderten vier Leichtverletzte. Um 7:35 Uhr fuhr eine 21-jährige Nümbrechterin mit ihrem Auto auf der L 344 aus Richtung Sengelbusch kommend in Richtung L 324. An der Kreuzung L 344/L324 musste sie aufgrund des dortigen Stoppschildes anhalten. Ein nachfolgender 25-jähriger Autofahrer kam aufgrund winterglatter Fahrbahn nicht rechtzeitig zum Stehen und touchierte beim Ausweichmanöver das vor ihm stehende Fahrzeug im hinteren Bereich, teilte die Polizei mit. Dabei wurde die 21-Jährige leicht verletzt und es entstand mittlerer Sachschaden.
Drei Leichtverletzte forderte ein Verkehrsunfall in Wiehl-Ohlerhammer. Um 7:50 Uhr musste ein 29-jähriger Autofahrer aus Köln vor dem dortigen Kreisverkehr L336/ Ohlerhammer verkehrsbedingt anhalten. Ein nachfolgender 20-jähriger Autofahrer aus Morsbach fuhr auf winterglatter Fahrbahn auf den Pkw des Kölners auf. Dabei wurde der Kölner als auch seine beiden Mitfahrer im Alter von 45 und 31 Jahren leicht verletzt. Es entstand mittlerer Sachschaden. Die 15 Verkehrsunfälle mit Sachschaden waren kreisweit verteilt: Gummersbach (5), Wipperfürth (2), Nümbrecht (2), Wiehl (2), Radevormwald (1), Hückeswagen (1), Reichshof (1) und Marienheide (1).
Das befürchtete große Verkehrschaos blieb glücklicherweise aus. Aufgrund der angekündigten Schneefälle waren die meisten Verkehrsteilnehmer gut vorbereitet. Derzeit ist die Lage laut der oberbergischen Polizei ruhig. Hin und wieder würde lediglich noch ein Lastwagen quer stehen oder es zu anderen Verkehrsbehinderungen kommen. Die Busse der OVAG hatten heute Morgen besonders in den höheren Lagen wie in Berghausen, Lieberhausen, Hackenberg und Neuenothe Probleme. In Gummersbach-Wasserfuhr rutschte ein Linienbus in eine Böschung, aber es blieb dort beim Blechschaden. Problematisch waren die Intervalle, so OVAG-Betriebsleiter Rolf Peuster. Während es in den höheren Lagen massiv schneite, regnete es in den Tälern. Jetzt müsste man abwarten, wie sich das Wetter entwickelt und ob es ab dem Nachmittag zu Frost kommen wird. Keinerlei Probleme mit dem Winterwetter hatte die Deutsche Bahn auf der Strecke der RB 25.
Schlimmer sind die Folgen des Schneefalls in den benachbarten östlichen Kreisen. Nach einem Lkw-Unfall war die A 45 bis 14 Uhr gesperrt. Ein Lastwagen durchbrach ein Brückengeländer und das Führerhaus hängt noch über der darunter verlaufenden Straße. Durch die Sperrung zwischen Hagen und Olpe staut sich der Verkehr massiv in Richtung Frankfurt. Beim ersten flächendeckenden Winterdiensteinsatz auf den Autobahnen von NRW waren zeitweise mehr als 100 Fahrzeuge und 200 Straßenwärter des Landesbetriebes Straßenbau Nordrhein-Westfalen zeitgleich im Einsatz, um die Strecken möglichst schnee- und eisfrei zu halten.
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