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Lützelberger-Debüt missglückt

pn; 20. Dec 2015, 21:40 Uhr
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Lützelberger-Debüt missglückt

pn; 20. Dec 2015, 21:40 Uhr
Oberberg - Der neue Trainer der HSG Gummersbach/Derschlag sieht beim Abstiegsgipfel in Soest zwar positive Ansätze, muss aber mit seinem Team eine verdiente Niederlage einstecken und hat nun viel Arbeit vor sich.
Soester TV – HSG Gummersbach/Derschlag 27:23 (14:11).


Der erhoffte Befreiungsschlag durch den Trainerwechsel auf der Bank der Gummersbacher Bank ist zum Rückrundenauftakt ausgeblieben. Auch im letzten Spiel des Jahr verlor die HSG Gummersbach/Derschlag das Spiel und allmählich auch den Kontakt zu den Nichtabstiegsrängen. Drei Punkte Rückstand auf den Tabellendreizehnten Aurich und das nach Schlusslicht Habenhausen mit Abstand schlechteste Torverhältnis der Liga sind eine dicke Hypothek, die der neue Coach Jörg Lützelberger mit seinem Team im neuen Jahr aufzuarbeiten haben wird.


Dabei konnte der Handballlehrer dem Spiel seiner Mannschaft aber durchaus auch positive Aspekte abgewinnen. „Der Einsatz stimmte. Es war aber auch klar, dass wir nach vier Trainingseinheiten noch keine runderneuerte Mannschaft haben werden“, sprach er nach der Niederlage von einem Neustart, vor dem das Team nun stehe: „Da werden wir uns einiges noch erarbeiten müssen.“ In Soest machte den Oberbergern jedenfalls die Nervosität und Unerfahrenheit einen Strich durch die Rechnung. Geschlagene neun Minuten und dreißig Sekunden dauerte es bis Alexandre Brüning den Ball endlich das erste Mal im Gehäuse von Birk Muhr untergebracht hatte. Zum Glück rissen auch die Gastgeber keine Bäume aus dem Boden und führten zu diesem Zeitpunkt nur mit 3:0.





Die HSG kam nun besser in die Partie und glich beim 5:5 (15.) durch einen weiteren Brüning-Treffer sogar aus. Vor allem in der Defensive agierten die Gäste nun deutlich beherzter, scheiterten in der Offensive aber weiter zu oft an der starken Deckung der Hausherren. Besonders schmerzhaft waren dabei die insgesamt drei verworfenen Siebenmeter. Bis zum 9:9 (22.) blieb es aber ein Duell auf Augenhöhe, ehe die Kreisstädter erneut zu zaghaft vor dem gegnerischen Gehäuse agierten und mit einem 11:14-Rückstand in die Kabine gehen mussten.


Auch nach dem Seitenwechsel sollte dieser Rückstand nicht schrumpfen. Soest agierte clever aus einer guten Defensive und hatte auch auf der Torhüterposition leichte Vorteile auf seiner Seite. Vor allem die zweite Reihe der HSG strahlte ohne Lukas Bader viel zu wenig Gefahr aus. Über 21:16 (42.), 24:20 (50.) und 25:21 (58.) ronnen die Minuten dahin, ohne dass die Gäste noch einmal auf echte Schlagdistanz kamen. Zwar wurden in der Defensive gerade in der Schlussphase viele Bälle gewonnen, echten Ertrag brachte dies aufgrund des schwachen meist verpuffenden Angriffsspiels aber nicht. Hier will Lützelberger auch den Hebel ansetzen.


„Uns fehlen vor allem einfache Tore und wir machen zu viele technische Fehler. Da werden wir viel zu tun haben“, analysierte er die Schwächen, die bereits auch sein Vorgänger Lochtenbergh ausgemacht hatte. Nach der Weihnachtspause kann sich sein Team jedenfalls auf zwei intensive Trainingswochen freuen, ehe es zum nächsten Abstiegsgipfel gegen den TuS Volmetal kommt, der sich mit einem überraschenden Heimsieg gegen Korschenbroich ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk machte. „Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit und werden danach auch schon deutliche Fortschritte sehen. Die Spielanlage war heute in Ordnung, leider aufgrund der schwachen Chancenverwertung aber noch ohne Erfolg“, so der Coach abschließend.


Gummersbach/Derschlag: Alexandre Brüning (5), Albin Xhafolli (4/1), Maximilian Jaeger, Alexander Arnold (je 3), Tobias Schroeter (3/3), Vladislav Veselinov (2), Philipp Pfeil, Rutger ten Velde, Marco Curcic (je 1).


Soest: Robin Bekel, Torben Voss-Fels (je 6), Max Loer (5/2), Ruben Feldmann (3), Anton Schönle, Finn Voss-Fels (je 2), Alexander Brauckmann, Julian Vukoja, Axel Loer (je 1).


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