Bilder: E-Motion IodaRacing Team.
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Die Aussichten für 2016 werden düsterer
Nümbrecht/ Motegi - Beim Rennen in Japan schafft es Florian Alt nicht, für eine Überraschung zu sorgen - Die Verhandlungen für die kommende Saison haben sich zusätzlich erschwert: Flo66 hat seinen Manager verloren.
Von Fabian NitschmannFlorian Alt wollte im Fahrerlager keine große Sache daraus machen. Doch mitten in der Verhandlungsphase für die kommende Saison kommt diese Meldung denkbar ungelegen: Alts bisheriger Manager Terrell Thien hat seinen Job beim 19 Jahre alten Talent aus Nümbrecht an den Nagel gehängt.
[Keine Zeit mehr für eine angemessene Betreuung: Terrell Thien ist nicht mehr Manager von Florian Alt.]
Hintergrund ist Thiens neuer Job als Leiter des Racing Team Germany (Moto3). Der MotoGP- Veranstalter Dorna hat dem Rennstall für das Jahr 2016 zwei Startplätze zugesagt, wenn der bisherige Teamchef Dirk Heidolf in den Hintergrund tritt. Heidolfs Nachfolger ist Terrell Thien, der mit Beginn des Oktobers nach Berichten der Speedweek bereits voll in die neue Arbeit einsteigen musste. Daher fehle nun die Zeit, Florian Alt angemessen zu betreuen, sagte Thien gegenüber dem Motorsport-Magazin.
Florian Alt, der nach bisherigen Erkenntnissen mitten in den Verhandlungen mit seinem Team E-Motion Iodaracing sowie dem Team Gresini steht, fehlt damit nun eine der wichtigsten Personen in seinem Umfeld. Laut Speedweek übernehmen derzeit Vater Uwe Alt sowie eine nicht näher benannte Person die Management-Aufgaben.
Angesichts der bisherigen Platzierungen dürfte eine Zukunft in der Moto2-WM damit umso schwerer werden. Der junge Rennfahrer selbst kann dem Wechsel im Team aber auch etwas Positives abgewinnen. "Das öffnet auch neue Türen", sagt Alt. Ein schneller Vertragsabschluss sei aber aktuell nicht in Sicht. Auf der Strecke konnte Alt am vergangenen Wochenende ebenfalls für keine Neuigkeiten sorgen. Nach einem holprigen Einstieg ins Rennwochenende auf der für den Nümbrechter noch unbekannten Strecke von Motegi hatten Fahrer und Team große Hoffnungen in das Rennen auf regennasser Fahrbahn gelegt. Doch: "Dieses Rennen endete mit einer riesengrossen Enttäuschung."
"Wir haben uns am Vormittag während des Warm Ups gut auf die geänderten Verhältnisse eingestellt und ich hatte im Regen ein gutes Gefühl. Doch nach nur einer Runde war schlagartig der Vorderreifen kaputt. Das Motorrad war kaum mehr zu beherrschen, sagte Alt nach dem Rennen. Alt beendete das Rennen letztlich als 21.. Am Sonntag besteht für Florian Alt in Australien die nächste Möglichkeit, vielleicht doch noch die ersten WM-Punkte seiner Karriere einzufahren.
[Der Start spülte Alt in Motegi (Japan) zunächst weit nach vorne. Doch die Probleme ließen nicht lange auf sich warten.]
