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Einblick in Nümbrechts Vereinslandschaft

js; 14. May 2015, 08:00 Uhr
Bilder: Jessica Schöler --- Gelungene Generalprobe: Das 'Nachbarschaftsmeeting' war gut besucht.
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Einblick in Nümbrechts Vereinslandschaft

js; 14. May 2015, 08:00 Uhr
Nümbrecht - Die Gemeindewerke Nümbrecht luden gestern erstmals zum Vereinsempfang - Im vergangenen Jahr wurden 35 ortsansässige Institutionen mit insgesamt 55.000 € versorgt - Spendenempfänger gaben beim „Nachbarschaftsmeeting“ Einblick in ihre Projekte.
Unter dem Titel „Nachbarschaftsmeeting“. Im Rathaus kamen Vertreter und Mitglieder von Initiativen, Schulen und Vereinen zusammen, um sich kennenzulernen und über die jeweiligen Aktivitäten auszutauschen. Obwohl die Bandbreite der Interessen und Projekte groß war, teilten die Gäste eine Gemeinsamkeit – alle wurden im vergangenen Jahr von den GWN mit Spenden unterstützt.


[Eine Einradvorführung war Teil des abwechslungsreichen Programms.]

Im Jahr 2014 hat das gemeindeeigene Unternehmen 35 ortsansässige Vereine, Schulen und Initiativen mit einer Finanzspritze oder einer Sachspende im Gesamtwert von fast 55.000 € beschenkt. Möglich wird dies, weil ein Großteil der finanziellen Gewinne des Strom-, Gas- und Wasserversorgers in die Gemeinde Nümbrecht zurückfließt. „Damit wird ein kleiner Beitrag zu ihrer wertvollen Arbeit geleistet“, erklärte Hilko Redenius mit Blick auf „viele bekannte Gesichter“ im Publikum. Er hieß die Gäste nicht nur als Bürgermeister, sondern auch als GWN-Aufsichtsratsmitglied willkommen. In dieser Funktion entscheidet er mit elf weiteren Mitgliedern über die Verteilung der Spenden.




Wofür die jeweilige Förderung eingesetzt wird, ist so unterschiedlich, wie die bedachten Empfänger. Einen Einblick in die vielfältige Verwendungsweise gab es gestern mit der Vorstellung einzelner Projekte. Der Posaunenchor Wirtenbach war zum 125-jährigen Jubiläum mit einer Finanzspritze versorgt worden. Während des „Nachbarschaftsmeetings“ bedankte man sich mit einem Querschnitt des musikalischen Repertoires. Mehrere Abteilungen des SSV Nümbrecht konnte sich im vergangenen Jahr über Hilfestellung freuen. Stellvertretend für alle Einradfahrer des Vereins traten die 14-jährige Finnja Groß und die ein Jahr jüngere Kim Höser in die Pedale. Die Mädchen trugen eine Choreografie vor, die sie zwei Wochen lang für den Vereinsempfang einstudiert hatten.


[Die Grötzenberger Grundschüler zeigten ihr tänzerisches Können.]

Christoph Gosse vom TuS Elsenroth 1913 berichtete über das durchgeführte Kunstrasenprojekt der Fußballabteilung. Nachdem man 2009 mit der Planung des Projekts begonnen hatte, konnte die Einweihung des neuen Platzes pünktlich zum 100. Vereinsgeburtstag im Juni 2013 gefeiert werden. Die Finanzierung wurde auch durch den GWN ermöglicht. Am Homburgischen Gymnasium Nümbrecht kann man inzwischen auf moderne Computertechnik zurückgreifen, weil die Gemeindewerke der Schule bei der Anschaffung von Tablets unter die Arme griff. In vielen Fächer können nun spezielle Apps zum Lernen benutzt werden. Eine Vorstellung der Möglichkeiten und Programmvielfalt gab es gestern.


Die Kinder der Gemeinschaftsgrundschule Grötzenberg führten einen Tanz vor. Mit dem Einsatz von Kissen, bunten Seilen und tänzerischem Geschick zeigten sie, was die Förderung im Bereich Kultur möglich gemacht hat. Theresia Mittler berichtete über die Arbeit der Tafel Oberberg Süd. Im vergangenen Advent beteiligte sich die GWN an einer Geschenkaktion für Kinder und Jugendliche und finanzierte ihnen Winterbekleidung, wie Jacken, Schuhe oder Mützen. "Fast 50 Kinder konnten sich warme Kleidung aussuchen, die ihnen sonst fehlt", erklärte Mittler.


[Die musiaklische Begleitung übernahm dem Posaunenchor Wirtenbach.]

GWN-Geschäftsführerin Marion Wallérus freute sich über die Darbietungen und Berichte der Spendenempfänger und machte deutlich, dass man die neu eingeführte Veranstaltung auch in Zukunft beibehalten wolle. Das Wirken der engagierten Nümbrechter solle weiterhin durch den Energieversorger gefördert werden: „Besonders in Zeiten knapper Kassen ist uns diese nachhaltige Unterstützung wichtig.“