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Mit der Kunst in Dialog treten

gre; 25. Oct 2014, 15:58 Uhr
Bilder: Michelle Grebe.
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Mit der Kunst in Dialog treten

gre; 25. Oct 2014, 15:58 Uhr
Gummersbach – Heute eröffnete die zweitägige Kunstbörse im Kreishaus, bei der zwölf regionale und überregionale Künstler einen Teil ihrer Werke vorstellen und zum Verkaufen anbieten, getreu dem Motto „Sehen, Kaufen, Mitnehmen“.
Wenn ein Herr eine Dame zum Tanz auffordert, ist dies meist nicht ungewöhnlich, doch wenn dies auf einer Tanzfläche aus Papier im Gummersbacher Kreishaus und einem Mixer in der Hand geschieht, sollte man besser zweimal hinsehen.  Mit der Performance „Mixertanz“ eröffnete Künstlerin Andrea Freiberg die zweitägige Kunstbörse des Kunstforums Gummersbach. Die Teilnehmer, Künstler und Verantwortlichen sollten zunächst bei einem langsamen Walzer und später zu Rock´n´Roll-Musik ihrem Tanz mittels am Mixer befestigten Stiften auf dem Papier Ausdruck verleihen. Und diese Interaktion zwischen Besuchern und Künstlern führte perfekt in das Thema der Ausstellung ein. „Das kleine Format - sehen, kaufen, mitnehmen“ lautet das Motto. Alle Künstler der ausgestellten Stücke sind an beiden Tagen anwesend und bereit, den Dialog mit Interessierten zu suchen, Ideen, Inspirationen und neue Projekte zu besprechen und auszutauschen. Dabei haben die meisten Künstler einen Bezug zur Kreisstadt oder kommen von außerhalb.

Marie Moeller ist in Gummersbach geboren und in Derschlag aufgewachsen und möchte bei den zahlreichen Porträts, die sie bisher gemalt hat den Heimatbezug wahren.  Als sie im Jahre 2013 sah, dass die Einwohnerzahl Oberbergs bei 279.000 lag, beschloss sie jeden 1.000. Oberberger zu zeichnen und somit 297 Porträts anzufertigen. Bis jetzt besteht dieses Projekt aus 133 fertigen Portraits und Moeller ist stets auf der Suche nach neuen Gesichtern für ihr Projekt. Auch Manuel Kurpershoek nutzt die Kunstbörse in Gummersbach, um einen Teil seiner Kunst zu präsentieren. Der aus den Niederlanden stammende Künstler lernte seine Frau, die aus Gummersbach stammt, hier kennen und freut sich demnach, seine Werke mit der Heimat seiner Frau in Verbindung zu bringen.



Dass Kunst sehr vielseitig sein kann, zeigte vor allem Andrea Freiberg mit ihrem „Mixertanz“, doch auch alle anderen Künstler überzeugten mit dem verschiedensten Facetten:  Fotografien, Zeichnungen, Skizzen, Portraits, Holzschnitzereien oder Bilder aus Plastikschläuchen, alles war bei den Künstlern Frank Breuer, Gerda Förster, Brigitta Heidtmann, Haimo Hieronymus, Christof Knapp, Peter Leidig, Manfred Schüler, Ulrike Stausberg und Marie-Luise Wulf vorhanden.  Silke Knapp-Trauzettel, 1. Vorsitzende des Kunstforums Gummersbach, forderte auch die Besucher auf, sich mit den unterschiedlichen und teils auch ungewöhnlichen Kunstformen auseinander zu setzten und mit der Kunst in Dialog zu treten. Auch Pauline Menn, Schülerin am Lindengymnasium Gummersbach, ist von der Ausstellung positiv überrascht: „Es ist sehr schön, Künstler kennenzulernen, die hier aus der Gegend stammen und auch ihre Heimat in die Kunst einfließen lassen“, so die Schülerin.

Interessierte haben noch am morgigen Sonntag 11:30 bis 18 Uhr die Möglichkeit, sich die Ausstellung anzuschauen,  Kunstwerke zu erwerben oder auch mit den Künstlern persönlich in Dialog zu treten.