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Viele Besonderheiten bei neuer Kita

nh; 25. Jun 2014, 13:55 Uhr
Bilder: Nils Hühn --- Das 'Sinfonie-Orchester des Kindergartens' trat beim heutigen Fest im künftigen Familienzentrum auf.
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Viele Besonderheiten bei neuer Kita

nh; 25. Jun 2014, 13:55 Uhr
Gummersbach - Heute wurde Richtfest und Grundsteinlegung der neuen Kindertagesstätte St. Raphael an der Singerbrinkstraße gefeiert - „Sinfonie-Orchester“ der Kita spielte beim Fest für das knapp drei Millionen Euro teure Bauprojekt.
Von Nils Hühn

Mit Geigen, Kontrabass, Flöten und Xylofon war das „Sinfonie-Orchester des Kindergartens“ ausgestattet, das beim heutigen Fest im künftigen Familienzentrum Oberberg Mitte auftrat. Die Kinder von St. Raphael gaben gleich drei Lieder an der Stelle zum Besten, wo in rund vier Monaten der Versammlungsort des neuen Familienzentrums sein soll. 60 Kinder werden dann in den drei U3-Gruppen Platz finden. Rund zwei Millionen Euro kostet der Neubau der zweigeschossigen Kita. „Eine weitere Million Euro kostete zudem die Abbiegespur und die Stützmauer“, berichtete Rita Sackmann vom Vorstand der Pfarrgemeinde St. Franziskus. Neben Zuschüssen vom Land gab auch die Stadt Gummersbach 324.000 € für das Projekt. Der Rest wird vom Erzbistum Köln finanziert. „Vielen Dank an alle, die Kirchensteuer zahlen“, freute sich Pfarrer Christoph Bersch, dass es immer noch zahlreiche Kirchenmitglieder gibt.


[Anette Kühr, Leiterin des katholischen Kindergartens St. Raphael, Architekt Wilhelm Schulte, Bürgermeister Frank Helmenstein, Pfarrer Christoph Bersch und Rita Sackmann (v.l.n.r.) hatten großen Spaß bei der Grundsteinlegung.]

Gut neun Monate nach dem offiziellen Spatenstich wurden nun Richtfest und Grundsteinlegung in einem gefeiert. Dies war für Architekt Wilhelm Schulte auch eine Besonderheit. Er stellte die Vorzüge des barrierefreien Baus in den Vordergrund und erklärte, dass sich die Kindertagesstätte optimal in das Gelände einfügen werde. So können die Kinder aus allen Gruppenräumen direkt nach draußen gehen. Wenn der Bau fertiggestellt ist, wird er ein echter „Hingucker“, versprach Schulte. Nach anfänglichen Problemen, die zu einer Verzögerung der Arbeiten um rund zwei Monate führte, verlief der Bauphase ohne größere Behinderungen.


[Frank Kasubeck sprach den Richtspruch und warf ein Weinglas zu Boden.]

Mit einem goldenen Cent, allen Fingerabdrücken der Kinder von St. Raphael, einem Schutzengel, einer Tageszeitung und einem Bild der Kindertagesstätte wurde eine Plombe gefüllt, die im Grundstein versenkt wurde. Bürgermeister Frank Helmenstein legte auch noch das „letzte Stadtwappen“ bei. Pfarrer Bersch segnete die Plombe stellvertretend für den gesamten Bau. Anschließend sprach Stahlbetonbauer Frank Kasubeck vom Morsbacher Bauunternehmen Weschenbach den Richtspruch und warf ein Weinglas vom Dach der Kita, welches auch glücklicherweise zerbrach.


[Die Abbiegespur auf der Singerbrinkstraße und die bis zu 3,50 Meter hohe Bruchstein-Stützmauer schlugen mit rund einer Million Euro zu Buche.]

Am Rande der Feier verriet Rita Sackmann, dass an der Stelle der jetzigen Kindertagesstätte ein Altenheim mit Pfarrsaal gebaut werden soll. Die Planungen für dieses Projekt stecken allerdings noch in den Kinderschuhen. Die volle Aufmerksamkeit gilt daher erst einmal dem Kita-Neubau. Im Herbst sollen die Kinder dort einziehen und das neue Familienzentrum mit Leben füllen sowie sie es bei der heutigen Feier schon getan hatten – dann aber dauerhaft.