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Heiner Brand konnte nur zu Platz vier gratulieren

nh; 7. Mar 2014, 16:55 Uhr
Bilder: privat (1,2), OBK (3,4, Galerie) --- Auch wenn es am Ende 'nur' zu Platz vier reichte, konnten die Spielerinnen des Homburgischen Gymnasiums Nümbrecht bei der Siegerehrung strahlen.
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Heiner Brand konnte nur zu Platz vier gratulieren

nh; 7. Mar 2014, 16:55 Uhr
Gummersbach - Im NRW-Landesfinale überragte erneut Sabrina Heinrichs bei den Handballerinnen des Homburgischen Gymnasiums Nümbrecht - SCHWALBE arena erwies sich als perfekte Wettkampfstätte für das Großereignis (AKTUALISIERT).
Von Nils Hühn

Aus den fünf NRW-Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster hatte sich jeweils nur eine Mannschaft für das Landesfinale im Handball der Schulen im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia“ qualifiziert. In der Wettkampfklasse II (Jahrgänge 1999 bis 2002) vertrat das Homburgische Gymnasium Nümbrecht den Regierungsbezirk Köln. Zwölf Spielerinnen standen Lehrerin Marion Sturm und Trainerin Jutta Harscheid zur Verfügung. Bis auf die zweite Torfrau Caroline Dick, die sonst beim Fußball zwischen den Pfosten steht, sind alle Mädchen bei Handballvereinen im Kreis untergebracht. Da das diesjährige Finale in der SCHWALBE arena stattfand, hatten die Nümbrecht quasi ein Heimspiel und ab der zweiten Partie sorgten die drei angereisten „Fan-Klassen“ sowie die Eltern für großartige Stimmung.


[Verletzungssorgen und etwas Wurfpech verhinderten eine bessere Platzierung.]

Allerdings hatte das Team des Homburgischen Gymnasiums bereits zu diesem Zeitpunkt ein Spiel verloren. Trotz einer 7:3-Führung verlor man gegen den späteren Zweiten aus Burgsteinfurt das erste Spiel mit 10:14. Mit den Fans im Rücken lief es dann besser und gegen Schwerte wurde ein knapper 12:11-Sieg gefeiert. „Die Mädels bewiesen enormen Kampfgeist, bei dem sich Sabrina Heinrichs mit acht Torerfolgen und Torhüterin Carina Ringsdorf mit einem gehaltenen Siebenmeter und mehreren guten Paraden in den Vordergrund spielten“, berichtete Lehrerin Sturm.


Mit der 10:12-Pleite gegen die späteren Turniersieger aus Kempen waren die Hoffnungen auf das Bundesfinale in Berlin abgeschrieben. Zu der bereits angeschlagenen Megan Sanin gesellte sich nun auch noch Lena Hage, die sich am Fuß verletzte und nicht mehr weiterspielen konnte. Dennoch fuhr sie anschließend zusammen mit Sabrina Heinrichs, die im gesamten Turnier sagenhafte 26 Treffer erzielte, zur DHB-Sichtung nach Stuttgart. Im letzten Spiel gegen die Marienschule aus Bielefeld waren die Strapazen sowie das Verletzungspech der vorherigen Spiele deutlich spürbar. Zu einem früheren Zeitpunkt hätte es wahrscheinlich zu einem Sieg gereicht, aber so wurde es  nur ein 11:11. Drei Punkte aus vier Spielen bedeuteten am Ende Platz vier.


„Alles in allem waren die aktive Teilnahme an diesem Turnier und auch das Zuschauen einmal mehr ein großartiges sportliches Ereignis für die Schüler des Homburgischen Gymnasiums Nümbrecht“, erklärte Sturm. Auch das Überreichen der Urkunden durch den als Ehrengast eingeladenen Ex-Bundestrainer Heiner Brand bei der abschließenden Siegerehrung werde sicherlich in der Erinnerung der Teilnehmer haften bleiben.

  
Auch die Ausrichter, der Ausschuss für Schulsport im Oberbergischen Kreis, waren mit dem Turnier sehr zufrieden. Alles habe perfekt funktioniert, versicherte Jürgen Töllner als 1. Vorsitzender. Auch das Zusammenspiel mit dem Handballkreis Oberberg. Aufgrund der großen Spielfläche konnten die Turniere der Wettkampfklasse II und III gleichzeitig stattfinden, was Sportdezernent Peter Lambertz sehr freute. Bereits am Montag geht es in der SCHWALBE arena weiter, denn dann spielen die Jungen ihren Landesmeister aus. Aus Oberberg ist wieder einmal die Gesamtschule Marienheide dabei.

Homburgisches Gymnasium Nümbrecht: Carina Ringsdorf, Caroline Dick - Sabrina Heinrichs (26), Lena Hage (5), Megan Sanin (4), Sophie Baum, Lara Hennecken (je 3), Luna Dehler, Lisa Schwind (je 1), Tamara Kellner, Celine Mosberger.
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