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Rauchentwicklung in Schulgebäude - Zum Glück nur eine Übung

mg; 23. Feb 2014, 17:22 Uhr
Bilder: Michael Gauger -- Jürgen Berresheim, Peter Hamacher und Patrick Langenströr (von links) sprechen ihre Vorgehensweise an der Vorderseite des verrauchten Gebäudes ab.
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Rauchentwicklung in Schulgebäude - Zum Glück nur eine Übung

mg; 23. Feb 2014, 17:22 Uhr
Engelskirchen - Zu einer unangekündigten Alarmübung rückten die Feuerwehren Engelskirchen und Loope in eine leerstehende Schule aus - Beobachter ziehen positives Fazit.
Um 15:58 Uhr wurden am Samstag der Löschzug Engelskirchen und die Löschgruppe Loope mittels Sirene und Meldeempfänger zu einer unangekündigten Übung an die ehemalige Grundschule am Burger Weg gerufen. Die Tatsache, dass das Gebäude zur Zeit noch leersteht, ermöglichte die Durchführung der Einsatzsimulation in diesem großen Umfang. Regelmäßige Übungseinheiten unter realistischen Bedingungen sind nicht nur für die Einsatzkräfte wichtig, auch die Bürger selbst profitieren davon.


[Mittels Pyrotechnik wurde die Übung für die Kameraden sehr realistisch gestaltet.]

Das Einsatzstichwort für die alarmierten Kameraden lautete „Brandeinsatz – Menschenleben in Gefahr“. Als das erste von  insgesamt  acht eingesetzten Fahrzeugen eintraf, erkannte der Fahrzeugführer eine starke Rauchentwicklung aus dem Gebäudekomplex. Es wurde nach eingehender Erkundung festgestellt, dass sich noch drei Jugendliche im Gebäude befinden, wovon einer am Fenster stand. Aufgrund der starken Rauchentwicklung, die durch zwei Nebelmaschinen und Pyrotechnik erzeugt wurde, wurde die Sicht stark eingeschränkt und die Personenrettung erheblich erschwert.

Wehrführer Andreas Stommel leitete mit insgesamt sechs Trupps unter Atemschutz die Personenrettung ein. Der am Fenster stehende "Schüler" wurde betreut und später mit einer Fluchthaube über die Steckleiter gerettet. "Insgesamt wurden mit den Gebäudezugängen Nord und Süd, der Atemschutzüberwachung sowie den freien Kräften vier separate Einsatzabschnitte gebildet", berichtete Stommel.


[Wehrführer Andreas Stommel bekommt die Meldung, dass sich mehrere Personen im Gebäude befinden.]  

Nachdem die Personenrettung ohne weitere Ergebnisse abgeschlossen werden konnte, wurde das gesamte Gebäude belüftet und die Übung, an der 55 Einsatzkräfte beteiligt waren, nach zwei Stunden beendet. Die gesamte Übung wurde  geplant, beobachtet und dokumentiert vom stellvertretenden Wehrführer Thomas Krimmel, Oberbrandmeister Stefan Neier sowie Unterbrandmeister Philipp Söhngen. Alle drei zogen bei der anschließenden  Manöverkritik eine positive Bilanz. Neben vielen anderen Beobachtungsschwerpunkten wurde vor allem die Kommunikation unter den einzelnen Abschnitten bewertet. Da das Übungsobjekt sich als sehr groß herausstellte und zahlreiche Räumlichkeiten vorwies, musste immer wieder abgeglichen werden, wo schon gesucht worden war.

Auch die langen Wege stellten ein Problem für die Atemschutztrupps dar. Sie mussten ihre mit Wasser gefüllte Schlauchleitung teilweise bis in die weit vom Eingang entfernten Räume des vierten Obergeschosses mit sich führen, was aber bestens gelang. Nachdem die Aufräumarbeiten abgeschlossen waren, rückten die Einheiten Loope und Engelskirchen gegen 17:30 Uhr ab und stellten ihre Einsatzbereitschaft wieder her.

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