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Spatenstich mit langer Anlaufzeit

nh; 20. Feb 2014, 14:25 Uhr
Grafik: Architekturbüro Ralf Rother, Bilder: privat --- Der Neubau wird an der westlichen Seite des bestehenden Gebäudes angeschlossen. Hinten links erkennt man das zehn Meter hohe Lagergebäude.
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Spatenstich mit langer Anlaufzeit

nh; 20. Feb 2014, 14:25 Uhr
Morsbach - Nach vielen Jahren der Planung erhält die Zweigstelle der Behinderten Werkstätten Oberberg (BWO) in Lichtenberg einen rund zwei Millionen Euro teuren Anbau, der Platz für 60 Mitarbeiter schafft (AKTUALISIERT).
Von Nils Hühn

Seit 1985 gibt es in Morsbach-Lichtenberg eine Zweigstelle der BWO, um für die Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen aus dem Kreissüden eine Einrichtung in der Nähe zu haben. Der Standort war zunächst für 100 Personen konzipiert und bereits acht Jahre später wurde das Angebot um 75 Plätze erweitert. „Da die Zugangszahlen an Mitarbeitern auch in den vergangenen Jahren permanent gestiegen sind und auch noch weiter steigen werden, hatten wir uns schon vor vielen Jahren mit dem Erwerb von Grundstücken hier in Lichtenberg auseinandergesetzt und Gespräche mit der Gemeinde geführt“, berichtete BWO-Geschäftsführer Dietmar Groß, gestern in Lichtenberg.

Allerdings dauerte es bis ins Jahr 2010, ehe die Werkstatt ein Grundstück von 4.400 Quadratmetern von der Gemeinde kaufen konnte. „Nachdem die Grundstücksfragen geklärt waren, schloss sich ein nicht ganz einfacher Weg durch die Verwaltungsmühlen unserer Kostenträger an“, musste Groß berichten. Daher erfolgte der erste Spatenstich für den Anbau, der in Zukunft Platz für 60 Mitarbeiter bietet, erst gestern. Diesen führte der BWO-Geschäftsführer gemeinsam mit Morsbachs Bürgermeister Jörg Bukowski, Klaus Pütz, Vorsitzender des Trägervereins, sowie Lichtenbergs Werkstattleiter Oliver Meinhold und dem Engelskirchener Architekten Ralf Rother durch.


Insgesamt zwei Millionen Euro investiert die BWO in den neuen zweistöckigen Anbau, der ein zehn Meter hohes Lager hat, das möglichst viel Raum für Regale und Paletten bietet, erklärte Architekt Ralf Rother. Finanzielle Unterstützung erhält die BWO vom Landesministerium für Arbeit, Integration und Soziales (765.720 €), vom Integrationsamt des Landesverbandes Rheinland (425.400 €) und der Agentur für Arbeit (40.156 €). Der Rest wird mit Eigenmitteln finanziert.


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Neben dem neuen Gebäudekomplex soll auch die Verkehrssituation rund um die Werkstatt und damit die Sicherheit für die Mitarbeiter verbessert werden. So soll im Zuge der Baumaßnahme eine weitere Zufahrtsstraße entstehen, damit die Busse, mit denen die Mitarbeiter zur Werkstatt gebracht werden, den neuen Haupteingang erreichen können. Ein Teil des bestehenden Gebäudes wird abgerissen und dort wird eine neue Mensa ihren Platz finden. Mit den Erdarbeiten konnte aufgrund der wenig winterlichen Witterung bereits begonnen werden.