Archiv

Jonas Bergerhoff rettet Derschlag einen Punkt

bv; 26. Jan 2014, 10:51 Uhr
ARCHIV

Jonas Bergerhoff rettet Derschlag einen Punkt

bv; 26. Jan 2014, 10:51 Uhr
Oberberg – Derschlag holt Remis gegen Siebengebirge und überholt in der Tabelle den SSV Nümbrecht - Janeck-Schützlinge unterliegen bei BTB 34:25 (AKTUALISIERT).
TuS Derschlag – HSG Siebengebirge/Thomasberg 21:21 (7:10).

Am Ende war der Jubel im Lager der Gastgeber groß, nachdem Rechtsaußen Jonas Bergerhoff vier Sekunden vor dem Abpfiff eingelaufen war und vom Kreis das verdiente Unentscheiden für den TuS Derschlag markiert hatte. Zuvor hatten die Zuschauer auf dem Epelberg ein sehr abwechslungsreiches Spiel erlebt, in dem sich keine Mannschaft absetzen konnte. Derschlag musste auf Gregor Pohl verzichten und einige Akteure waren wegen Krankheit und Verletzung angeschlagen. Die Gastgeber gingen zu Beginn zwar rasch in Führung, doch blieb die Partie in den ersten dreißig Minuten lange ausgeglichen, ehe Siebengebirge vor dem Halbzeitpfiff die erste Drei-Tore-Führung erzielen konnte.


[Jonas Bergerhoff markierte den wichtigen letzten Treffer für den TuS Derschlag.]

Doch die Gastgeber blieben nach der Pause dran, erzielten nicht nur den Ausgleich, sondern hatten beim Stand von 17:16 sogar die Chance, sich per Gegenstoß ein kleines Polster zu verschaffen - doch die Gelegenheit blieb ungenutzt. So musste man bis zum letzten Moment zittern, ehe der Punkt in trockenen Tüchern war. TuS-Trainer Caslav  Dincic zeigte sich mit der Abwehrleistung sehr zufrieden. Insbesondere Torhüter Marvin Blech habe mit 16 Paraden eine herausragende Leistung gezeigt. „Siebengebirge schießt üblicherweise mehr als 30 Treffer. Dass wir ihnen heute nur 21 gestattet haben, war richtig stark.“ Allerdings ließ die Angriffsleistung sehr zu wünschen übrig. Klarste Chancen ließ man liegen, Dincic hatte im Laufe des Spiels sogar Ängstlichkeit beim Abschluss bei dem einen oder andern Akteur erspürt.

Was den Trainer aber besonders ärgerte, waren seiner Meinung nach überflüssige Hinausstellungen wegen Meckerns oder versteckter Fouls. „Das kann ich nicht mehr dulden und muss sofort aufhören. Mit diesen Spielern kann ich nicht mehr weiterplanen“, erklärte der Coach unmissverständlich.

Derschlag: Mathias Kakuschki (5/1), Michiel Lochtenbergh (4/3), Michael Romanov, Alexandre Brüning, Jonas Bergerhoff (je 3), Norman Scholz (2), Jacques Martel (1)
  

BTB Aachen – SSV Nümbrecht 34:25 (17:8).

Schon vor dem Spiel war dem SSV-Tross klar, dass man in der Kaiserstadt wohl keine Chance auf Punkte haben würde. Es war ein personelles Fiasko, mit dem Trainer Helge Janeck fertig werden musste. Stefan Ufer, Kevin Schieferdecker, Tom Rydzweski, Markus Bitzer und Harry Roth hatten die Fahrt zum Auswärtsspiel gar nicht erst angetreten, sodass Nümbrecht gezwungen war, Spieler der zweiten Mannschaft mitzunehmen. Zudem verletzte sich mit Mario Jatzke der etatmäßige Mittelmann zu Beginn der zweiten Hälfte und vergrößerte so nicht nur das Lazarett des SSV, sondern auch die Sorgenfalten in Janecks Gesicht. Und auch Philipp Winkler musste im Tor nach wenigen Minuten passen, er wurde von Co-Trainer Sven Achenbach ersetzt.


[Mario Jatzke fiel beim SSV Nümbrecht nach 35 Minuten verletzt aus.]

Die Ausfälle sorgten dann folgerichtig dafür, dass bei den Gästen in den ersten 15 Minuten nahezu nichts zusammenlief. BTB dagegen wirkte so eingespielt wie clever und nutzte die sich bietenden Gelegenheiten routiniert aus. Beim 11:3 (15.) war schon klar, dass es für den SSV nichts zu erben geben würde.

„Wir werfen zu oft die Bälle weg und nehmen uns viel zu viele unvorbereitete Würfe“, kritisierte Trainer Janeck. Hinzu kam, dass einige Spieler durch das Klister-Verbot in der Aachener Halle verunsichert wirkten. Beim 17:8 wurden die Seiten gewechselt und der SSV zeigte im zweiten Abschnitt trotz der Verletzung von Mario Jatzke eine akzeptable Leistung, konnte den Rückstand zwar nicht verkürzen, vermied aber ein Desaster.


„Jetzt müssen wir erstmal sehen, dass unsere Spieler gesund werden. Derzeit weiß ich noch nicht, wie wir in der kommenden Woche trainieren und das Derby gegen Derschlag bestreiten sollen, aber uns wird sicherlich noch etwas einfallen“, meinte Coach Janeck. Er sei froh, dass man bislang schon 18 Punkte habe einfahren können. „An der jetzigen Situation kann man sehen, wie es einen personell treffen kann. Zum Glück haben wir bis jetzt viele tolle Spiele gezeigt, das sind alles Punkte, die uns jetzt gut tun.“

Nümbrecht: Tim Hartmann (8/5), Mario Weißner, Lukas Hemmersbach, Daniel Funk (je 4), Johannes Urbach, Christof Bitzer (je 2), Marcus Schwemke (1)

Weitere Ergebnisse und Tabelle
WERBUNG