Bilder: Daniel Beer --- Manuel Chust (v.l.) und sein Chef Peter Nettler sowie Carsten Ufer und Chef Michael Jung.
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Inklusion auf dem Arbeitsmarkt
Lindlar Zwei Beschäftigte der Behinderten Werkstätten Oberberg arbeiten jetzt bei der Gemeinde Sie sind Teil eines Projekts mit dem Ziel, 1.000 Menschen mit Behinderungen den Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt zu eröffnen.
Von Daniel BeerCarsten Ufer und Manuel Chust sind Beschäftigte der Behinderten Werkstätten Oberberg (BWO), arbeiten aber als Teil des Bauhof-Teams in der Gemeinde Lindlar und somit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Beide werden in der städtischen Grünpflege eingesetzt und erledigen dort gärtnerische Arbeiten. Für Oliver Flohr von der Gemeinde Lindlar eine "Win-Win-Situation. Hier findet die Inklusion auf dem Arbeitsmarkt statt. Das ist ein sehr gelungenes Projekt, sagt er und hofft auf weitere Beteiligte.
Es soll vor allem auf die Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderung aufmerksam gemacht werden. Unsere Mitarbeiter werden in der Gesellschaft sichtbar, so Magnus Liebetanz von den Behinderten Werkstätten. Derzeit haben zwölf der rund 750 BWO-Mitarbeiter einen sogenannten Außenarbeitsplatz. Die BWO stellen einen festen Ansprechpartner für den Arbeitgeber zur Verfügung.
Ufer arbeitet beim Friedhofsdienst. Viele Bürger kennen ihn bereits und sprechen ihn auch bei Fragen an, berichtet er: Ich fühle mich hier sehr wohl. Und auch sein Chef Michael Jung ist sehr zufrieden: Manchmal muss ich ihn sogar bremsen. Schon als 16-Jähriger machte Ufer ein Praktikum bei Jung. Chust kümmert sich mit seinen Kollegen um die Pflege öffentlicher Grünanlagen.
[Alle Beteiligten hoffen auf weitere Arbeitgeber für das Projekt.]
Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) unterstützt gemeinsam mit dem Land NRW das Ziel, 1.000 Menschen mit Behinderungen den Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt zu eröffnen. Gefördert wird das Projekt aus EU-Mitteln. Das Konzept der Außenarbeitsplätze sieht vor, dass die betreffenden Personen weiterhin bei einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung beschäftigt sind. Ihrer Tätigkeit gehen sie jedoch in einem Unternehmen oder in einer Verwaltung nach. Der Betrieb zahlt einen monatlichen Betrag für die Dienstleistung an die Werkstatt. Damit sollen aber ausdrücklich keine vollen Arbeitsplätze ersetzt werden.
Wer einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen oder Näheres zu den Förderungen des Projekts erfahren möchte, kann sich an Thomas Fonck vom LVR wenden unter Tel.: 0221/ 80 97 22 0, E-Mail: thomas.fonck@lvr.de.
