Bild: privat --- (v. li.) Rainer Pietsch (RSGV), Michael Kühr, Thomas Bremer (beide Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt).
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Sparkasse bereitet Kunden auf SEPA-Umstellung vor
Gummersbach Die Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt lud Vereins- und Firmenkunden zum Informationsabend ein, um sie über die SEPA-Umstellung zu informieren.
Lang ist es nicht mehr hin, bis am 1. Februar 2014 die nationalen Zahlverfahren zu Gunsten des europaweit einheitlichen Verfahrens SEPA (Single Euro Payments Area) abgeschaltet werden. Und schenkt man der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (kurz BaFin), ihrerseits die oberste Aufsichtsbehörde für Banken und Sparkassen, Glauben, so sind die Deutschen zu großen Teilen noch nicht, oder zumindest noch nicht ausreichend genug, über das Thema SEPA informiert. So geht laut Studien immer noch ein Großteil der Befragten davon aus, dass sich die SEPA-Umstellung allein auf den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr bezieht. Doch weit gefehlt, denn auch inländische Überweisungen, aber vor allem Lastschrifteinreichungen und Abbuchungsaufträge, sind von der Umstellung betroffen.Während Privatkunden, für die bei Inlandsüberweisungen noch eine Übergangsfrist bis zum 1. Februar .2016 gilt, sich nur auf die Verwendung von IBAN (International Bank Account Number = Internationale Kontonummer) und BIC (Business Identification Number = Internationale Bankleitzahl) anstelle von Kontonummer und Bankleitzahl einstellen müssen, fällt der Umstellungsbedarf bei Firmen und Vereinen ungleich höher aus. Denn wer nach dem 1. Februar kommenden Jahres noch Mitgliedsbeiträge, Mieten oder sonstige Zahlungen direkt vom Kunden einziehen möchten, muss sich aktuell zwangsläufig mit Begriffen wie Gläubiger-ID, Lastschrift-Mandat oder Umwidmungserklärung herumschlagen. Dazu kommen unter anderem noch die Umstellung der Bankingsoftware sowie die Umstellung aller Mitglieds-/Kundendatensätze auf das geforderte SEPA-Format.
Wer hier nicht früh genug handelt, riskiert ab Februar ein Liquiditätsproblem, so Frank Grebe, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt. Denn für künftige Geldeinzüge gelten mit der Umstellung auf SEPA ganz andere Anforderungen. Sein Kreditinstitut befasst sich seit über einem Jahr im Rahmen einer internen Projektgruppe mit dem Thema SEPA und der entsprechenden Kundenkommunikation. Unser Ziel ist es, so Grebe weiter, unseren Kunden größtmögliche Aufklärung und Transparenz zum Thema SEPA zu bieten und ihnen bei Fragen oder notwendigen Umstellungen hilfreich zur Seite zu stehen. Seit Jahresbeginn führt die Sparkasse daher fast täglich persönliche Beratungsgespräche mit hilfesuchenden Kunden. Mehrstündige Hausbesuche bei Firmen- oder Vereinskunden sind dabei ebenfalls keine Seltenheit.
Im Rahmen einer abendlichen Informationsveranstaltung am vergangenen Dienstag in der Halle 32, hatte die Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt nochmal alle Lastschrifteinreicherkunden geladen. Und diese waren zahlreich erschienen. Dass sich insgesamt über 130 Kunden angemeldet haben, hat uns gezeigt, dass der Informationsbedarf bei Firmen und Vereinen aktuell noch sehr hoch ist, resümiert der Sparkassendirektor. Zahlreiche Kunden der Sparkasse waren der Einladung gefolgt und ließen sich von Rainer Pietsch, zuständig für das Anlage- und Dienstleistungsgeschäft beim Rheinischen Sparkassen- und Giroverband in Düsseldorf, sowie von Michael Kühr und Thomas Bremer (beide SEPA-Projektmitglieder der Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt) über die notwendigen Tätigkeiten, sowie die Unterstützungsleistungen der Sparkasse unterrichten. Den Erfolg einer Kundenveranstaltung kann man meist an Anzahl und Umfang der persönlichen Fragen in der Diskussionsrunde ablesen. Und am Dienstagabend wurden
viele Fragen gestellt. lautet Grebes Fazit.
