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VfL muss zwei weitere Abgänge bei der Jugend hinnehmen
Gummersbach - Julius Schroeder und Luis Drux wechseln zu den Füchsen Berlin - 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' präsentiert die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.
In Berlin ist mit Paul Drux bereits ein ehemaliger Gummersbacher aktiv. Ihm folgen nunmehr mit Luis Drux und Julius Schroeder zwei weitere Talente des VfL. Für jedes Leistungszentrum in Deutschland ist es noch am ehesten zu verstehen, wenn sich ein Spieler für Berlin entscheidet. Das tut zwar sehr weh, aber ich weiß, dass die Jungs dort genauso hervorragende Bedingungen vorfinden, dass sie leistungsstarke Teams, ein gutes Training und gute Bedingungen im Alltag haben. Wenn ein Verein wie Berlin in diesem Jahr Deutscher Meister der A- und der B-Junioren wird, kann ich schon verstehen, dass Jungs darauf anspringen, die dort ihre Chance sehen, so der Gummersbacher Akademieleiter Jörg Lützelberger. Für den VfL müsse jetzt Ziel sein, die Bedingungen für Talente im eigenen Leistungszentrum Stück für Stück zu optimieren. Dann werde man im Scouting erfolgreicher sein und seltener Spieler an andere Clubs verlieren, meinte Lützelberger..Der Akademiechef weist darauf hin, dass die Jugendabteilung in den vergangenen Jahren einen enormen Aderlass verzeichnen musste. In beiden aktuellen A-Jugendjahrgängen der Geburtsjahre 1995 und 1996 haben wir in jüngerer Vergangenheit enormen Substanzverlust gehabt. Sowohl während der abgelaufenen Saison, allerdings auch schon davor. Neben Paul Drux hätten auch Jo-Gerrit Genz, Benjamin Zander, Philipp Keusgen und Jesse Frieling den Verein verlassen. Mit diesen Spielern hätten wir unter Garantie die Qualifikation geschafft, wären aber vermutlich auch erst gar nicht in die Situation gekommen, uns erneut qualifizieren zu müssen, sagt Lützelberger.
In der nächsten Saison werde ein Umbruch erfolgen. So würden die Bedingungen in der So würden die Bedingungen in der Akademie nochmals verbessert. Erstmals gebe es eine Anschlussförderung im Bereich der U23 und auch im Bereich von A- und B-Jugend gebe es hervorragende Ausbildungsbedingungen. Natürlich fehle die Teilnahme am Spielbetrieb der A-Juniorenbundesliga, die das Team ganz anders fordern würde. Jetzt gehe es darum, Kontinuität und Geduld aufzubringen. Vom ersten Tag an verrichten wir Schwerstarbeit. Keiner schaut auf die Uhr. Inzwischen haben wir den Schulterschluss mit Aufsichtsrat, Geschäftsführung und Abteilungsvorstand geschafft. Alle ziehen an einem Strang und sprechen dieselbe Sprache. Wir lassen uns dabei nicht aus der Ruhe bringen, was nicht heißt, dass wir nicht offen für Kritik sind. Wir sind für jeden konstruktiven Dialog offen und dankbar, meint Lützelberger, der seit kurzem Inhaber der A-Lizenz ist.
