Bilder: Daniel Beer --- Cathleen Buschbeck (v.l. Teremed), Ulrich Kappenstein (Geschäftsführer Teremed), Museumsleiter Michael Kamp und Silvia Kremer (Teremed).
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Barrierefreies Freizeitvergnügen
Lindlar - Die behindertengerechte Museumsherberge des Freilichtmuseums verfügt jetzt über medizinische Geräte und Hilfsmittel zur Versorgung von Schwerbehinderten.
Seit Mai vergangen Jahres hat die neue Museumsherberge des LVR-Freilichtmuseums in Lindlar geöffnet. Das Gebäude wurde barrierefrei, also behindertengerecht, konzipiert. Für die Versorgung von Schwerbehinderten stehen jetzt auch die passenden medizinischen Geräte und Hilfsmittel bereit ein Patientenlifter, ein fahrbarer Duschstuhl, ein Gummistoffbett und ein Toilettenstuhl.
[Barrierefreiheit auch bei den sanitären Einrichtungen.]
Museumsleiter Michael Kamp sieht viele Vorteile, nicht nur für behinderte Menschen: Es trägt auch dazu bei, das Thema in das gesellschaftliche Bewusstsein zu bringen. Ein wichtiger Schritt in Richtung Inklusion. Das Sanitätshaus Teremed aus Wiehl hat die Geräte zu Sonderkonditionen zur Verfügung gestellt. Schon vor längerer Zeit hat das Unternehmen dem Museum auch kostenlose Rollstühle zur Verfügung gestellt und übernimmt auch die Wartung. Wir wollen behinderten Menschen die Möglichkeit geben, so eine kulturhistorische Einrichtung zu erkunden, sagt Geschäftsführer Ulrich Kappenstein.
Bei den Gästen kommt die Ausstattung sehr gut an, wie Herbergsmutter Elisabeth Walter berichten konnte. Besonders die Förderschulen kommen nach dem ersten Besuch auch gerne wieder. Sie sagen mir, so was hätten sie noch nicht gesehen. Der LVR erfüllt rheinlandweit Aufgaben in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und der Kultur. Er betreibt 41 Förderschulen, zehn Kliniken und drei Netze Heilpädagogischer Hilfen sowie elf Museen und vielfältige Kultureinrichtungen.
