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CVJM-Reserve führt ersatzgeschwächte HSG vor
Oberberg - Marienheide/Müllenbach erlebt im Derby einen Rückfall in alte Zeiten - Nümbrecht verliert das Spiel und Stephan Bitzer - Bergneustadt siegt glanzlos - Gelpetal muss im Abstiegskampf weiter zittern.
HSG Marienheide/Müllenbach II CVJM Oberwiehl II 13:29 (6:14).Einen Rückfall in längst vergangen geglaubte Zeiten erlebte die Heier Reserve gegen die Zweitvertretung aus Oberwiehl. Kurzfristig hatten mit Christian Peters, Danny Küsters und Willi Derksen alle erfahrenen Spieler die Partie abgesagt, so dass die junge Mannschaft von Georg Gallus von der ersten Minute an auf verlorenem Posten stand. Kurz vor Schluss haben wir uns dann mit dem 13. Treffer auch noch unsere Quote, nur alle fünf Minuten zu treffen, kaputt gemacht. Ohne Jens Haarhaus, der 23 Bälle und zwei Siebenmeter gehalten hat, wäre das ein Schlachtfest geworden, flüchtete sich HSG-Teamchef Heinz Jürgen Walter in Galgenhumor. CVJM-Coach Florian König hakte die Partie derweil schnell ab: Marienheide ist überraschend nur mit der zweiten Garde angetreten und war hoffnungslos unterlegen. Wir mussten uns noch nicht einmal sonderlich anstrengen.
Tore HSG Marienheide/Müllenbach: Sven Höttgen (3), Marco Krause, Timo Krause, Christopher Kreutzer (je 2), Lucas Röhrig, Lucas Hofmann, Thilo Rein (je 1), Nils Meinhardt (1/1).
Tore CVJM Oberwiehl: Elias Ghalib, Maurice Heuser, Fabian Schneider (je 4), Bastian Schneider (4/2), Arthur Gartung (3), Robin Ziegler (3/1), Jan Sonka, Sebastian Helmenstein, Jens Frey (je 2), Marco Dabringhausen (1).
TV Gelpetal TuS Rheindorf 22:27 (12:14).
Wie schon gegen Opladen machte der TV Gelpetal auch gegen den Tabellendritten aus Rheindorf eine gute Figur, musste aber am Ende dem hohen Einsatz Tribut zollen. Es war ein Spiegelbild der Partie von Dienstag. Die Jungs haben hervorragend gekämpft und eine tolle Deckungsleistung gezeigt, war Trainer Horst Dinspel zufrieden mit dem Auftreten seines Teams. Womit er weniger zufrieden sein konnte, war allerdings die schwache Chancenverwertung. Denn ohne Andreas Granzin fehlten im Rückraum die Alternativen und von den Außen kam überhaupt nichts. So blieb Gelpetal bis Mitte der zweiten Hälfte auf Schlagdistanz, musste in den letzten zwölf Minuten den Gegner aber davonziehen lassen. Wir gucken im Abstiegskampf jetzt nur noch von Spiel zu Spiel und wissen, dass es hart wird, steht Dinspel mit seiner Mannschaft nach wie vor einen Punkt besser als MTVD Köln.
Tore TV Gelpetal: André Heinrich (8/3), Andreas Becker (4), Daniel Rodriguez (4/1), Otto Hetzl, Eugen Burow (je 3).
TV Bergneustadt Pulheimer SC II 28:21 (12:11).
Einen glanzlosen Sieg feierte die Mannschaft von Ralph Weinheimer über eine stark dezimiert angereiste Pulheimer Reserve. Bis zum 5:8 waren die Gäste dabei sogar noch die bessere Mannschaft, ehe Weinheimer den starken Phillip Pendro in Manndeckung nehmen ließ und damit das Spiel der Gäste zerstörte. Nach dem Seitenwechsel kam Bergneustadt hierdurch zu vielen Gegenstößen und setzte sich schnell auf 23:15 ab. Ich konnte danach viel durchwechseln und alle Spieler haben sich in die Torschützenliste eingetragen, sah Weinheimer, die Partie in den Schlussminuten dahinplätschern. Ein Sonderlob verdiente sich Fabian Felsenheim, der sein Gehäuse weitestgehend sauber hielt.
Tore TV Bergneustadt: Holger Magdzack (10/4), Christian Schneider (5), Thorben Schneider (3), Nils Meyer, Patrick Kunert, Manuel Jäger (je 2), Nils Welke, Marcel Neese, Jürgen Baltres, Lars Andersen (je 1).
HSV Frechen SSV Nümbrecht II 37:27 (19:9).
Nichts zu holen gab es für die Nümbrechter Reserve in Frechen. Ohne ihren Spielertrainer Patrick Seebaum erwies sich die anfängliche 5:1-Deckung als Reinfall, so dass sich die Gastgeber bereits frühzeitig absetzen konnten. Eine ansich unspektakuläre Partie bot so lediglich zwei Aufreger. Zunächst sah HSV-Kreisläufer Nicolai Schleining die Rote Karte, nachdem er Christian Mertens einen Siebenmeter ins Gesicht geworfen hatte und kurz vor der Pause kugelte sich zudem Stephan Bitzer nach einem Foul die Schulter aus. Ohne ihren Coach Linus Biegale, der mit Bitzer ins nächste Krankenhaus fuhr, gelang es Nümbrecht nach dem Seitenwechsel dann aber immerhin das Ergebnis konstant bei zehn Toren zu halten. Dennoch war Biegale nicht zufrieden: Wir waren von Anfang an chancenlos und dürfen das Fehlen von Patrick nicht als Ausrede gelten lassen.
Tore SSV Nümbrecht: Marcus Schwemke (7/3), Marcel Samel, Nico Keyser (je 5), Ben Schieferdecker (3), Gunnar Jürges, Stephan Bitzer (je 2), Lucas Söntgerath, David Debus, Thorsten Engelberth (je 1).
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