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Glockenläuten in Kempershöhe

Red; 25. Dec 2012, 15:10 Uhr
Bilder: privat --- Dr. Ullrich Wimmer spielte Weihnachtslieder aufeiner historischen Drehorgel.
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Glockenläuten in Kempershöhe

Red; 25. Dec 2012, 15:10 Uhr
Marienheide – Am gestrigen Heiligabend trafen sich die Nachbarn, Freunde und Bekannten des Bergischen Drehorgelmuseums zum traditionellen Glockenläuten von Kempershöhe.
Pünktlich um 15:30 Uhr versammelten sich rund 70 Erwachsene und 15 Kinder an der Kapelle in Kempershöhe. Doris van Rhee und Dr. Ullrich Wimmer hatten rund um das Bergische Drehorgelmuseum wieder weihnachtlich geschmückt, mit kleinen Feuerkörben und dampfenden Kesseln mit Glühwein, Tee und Kaffee. Jeder Teilnehmer musste nur seine eigene Tasse mitbringen. Um kurz vor 16 Uhr wurde zum ersten Mal weihnachtliche Turmmusik von Julius van Rhee, dem Enkel der Museumsbetreiber aus Waldbröl, geblasen. Punkt 16 Uhr wurden dann die Glocken geläutet - ein vertrauter Klang, der das Örtchen Kempershöhe bereits über viele Jahrzehnte begleitete.


[Postbote Reinhard Schlotbohm  gab ein selbstgeschriebenes Lied zum Besten.]

Nachdem die Glocken wieder verstummt waren, spielte Wimmer mit einer historischen Drehorgel aus dem Jahre 1890 aus den Beständen des Bergischen Drehorgelmuseums alte Weihnachtslieder. Die vielen Gäste sangen dazu kräftig mit. Nach dem Gesang verlas Wimmer noch die traditionelle Weihnachtsgeschichte - das war in den vergangenen Jahren immer der Wink mit dem Zaunpfahl, dass nun das Glockenläuten von Kempershöhe seinem Ende entgegen ging. Nicht aber in diesem Jahr: Wimmer hatte noch einen ganz besonderen Programmpunkt vorbereitet. Erstmals war der Postbote Reinhard Schlotbohm aus Marienheide zum Glockenläuten nach Kempershöhe eingeladen worden. Bewaffnet mit einer Gitarre und einem Stuhl nahm er neben einem Feuerkorb Platz und spielte ein selbst komponiertes Lied zu Ehren des Drehorgelmuseums mit dem Titel ,,Kleine Kapelle von Kempershöhe’’. Da staunten die vielen Gäste nicht schlecht und es dauerte nur eine kurze Weile, bis alle den Refrain mitsingen konnten. Unter großem Applaus wurde der Postbote von allen verabschiedet.


Der gesammelte Erlös von rund 350 Euro wird auch in diesem Jahr wieder der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ überwiesen.



  
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