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Arbeitsagentur prüft Ansprüche

fj; 19. Dec 2012, 16:03 Uhr
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Arbeitsagentur prüft Ansprüche

fj; 19. Dec 2012, 16:03 Uhr
Morsbach - Am vergangenen Freitag haben die Unternehmen Koch-Bohrer und USH Schraubwerkzeugfabrik Insolvenz angemeldet – Derzeit prüft die Agentur für Arbeit den Antrag auf Insolvenzgeld, durch das die ausstehenden Löhne gezahlt werden könnten.
Seit vergangenem Freitag sind die beiden Unternehmen Carl Koch GmbH und die USH Schraubwerkzeugfabrik Ulrich Schmidt offiziell zahlungsunfähig. Geschäftsführer Rainer Giehler reichte die entsprechenden Insolvenzanträge am Bonner Amtsgericht ein, zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Bonner Rechtsanwalt Dirk Obermüller bestellt. Der konnte den insgesamt 150 Mitarbeitern der beiden Unternehmen, die derzeit noch immer auf ihre ausstehenden November-Gehälter warten, nun etwas Hoffnung machen.

Bei der Agentur für Arbeit sei inzwischen der Antrag auf Insolvenzgeld gestellt worden, so Obermüller. Die Entscheidung, ob und wann die Gelder ausgezahlt werden, erwartet er für kommenden Freitag. „Es gibt gewisse Anhaltspunkte dafür, dass die Mitarbeiter ihre noch ausstehenden Gehälter zwischen den Feiertagen erhalten werden“, zeigte sich der Bonner Anwalt optimistisch. Auch die Produktion würde „kurzfristig“ wieder aufgenommen, derzeit prüfe man die Aufträge und spreche mit den Kunden.

„Wir sind im Prozess, die Produktion wieder anlaufen zu lassen, wann die gesamte Produktion wieder aufgenommen wird, kann derzeit aber noch nicht gesagt werden.“ Die vielleicht beste Nachricht: Mögliche Investoren hätten bereits – wenn auch zarte – Interessensbekundungen vernehmen lassen. In weitere Gespräche steige man jetzt ein, sodass ein Sanierungskonzept entwickelt werden kann. Das Bonner Amtsgericht muss spätestens bis Ende Januar über die Insolvenzanträge der beiden Unternehmen entscheiden.
  
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