Bilder: Michael Kleinjung ---- Der TV Strombach spielt ab der kommenden Saison wieder in der Verbandsliga.
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Die Unaufsteigbaren entledigen sich ihres Titels
Oberberg - 'Endlich' werden viele Handballer beim TV Strombach gedacht haben: Nach zwölf Jahren kehrt der TVS in die Verbandsliga zurück - CVJM gewinnt das Südkreisderby - HSG und TVB mit versöhnlichem Abschluss - TVW unterirdisch. (AKTUALISIERT)
TV Strombach Longericher SC II 37:26 (16:14).
[Fabian Hamacher steuerte sechs Treffer zum letzten Saisonsieg bei.]
Großer Jubel und knallende Sektkorken nach dem heutigen Schlusspfiff in Strombach. Nachdem der TVS bereits ein wenig als die Unaufsteigbaren galt, hat es der Verein nach dem Abstieg 1999/2000 endlich geschafft in die Verbandsliga zurückzukehren. Wir wollten uns das heute einfach nicht mehr nehmen lassen und haben alles für diesen Aufstieg getan, fasste Trainer Holger Faulenbach eine Partie zusammen, die trotz des am Ende deutlichen Endergebnisses kein Selbstläufer war. Longerich ist hier hochmotiviert mit vollem Kader angereist und hat uns zwischenzeitlich das Leben richtig schwer gemacht, so Faulenbach weiter. Zwar legten die Gastgeber aus einer starken Deckung einen 11:4-Blitzstart (15.) hin, doch danach verzettelte sich Strombach in mehrere Einzelaktionen, so dass die Begegnung zur Pause wieder offen war.
Nach dem Seitenwechsel machten die Hausherren aber endgültig ernst und eine Viertelstunde vor Schluss war bei neun Toren Vorsprung klar, dass der Aufsteiger dieses Jahr aus Strombach kommen würde. Der Rest war grenzenloser Jubel. Jetzt wird erst einmal gefeiert und dann können wir anfangen die nächste Saison zu planen. Nägel mit Köpfen können wir ja erst ab heute machen, freut sich Faulenbach bereits auf die kommende Verbandsligaspielzeit.
Tore TV Strombach: Jacek Krajnik (9/2), Fabian Hamacher (6/1), Jannes Pulla (6/2), Fabian Wohlfromm (4), Marcus Gillmann (4), Sven Georgewitsch (2), Christoph Ibisch (2), Tino Steuck (1), Robert Fischer (1), Arthur Kunkel (1), Stefan Hildebrandt (1).
[Nach dem Spiel bekam Holger Faulenbach eine Sektdusche.]
SSV Nümbrecht II CVJM Oberwiehl II 28:31 (13:11).
Eine Anleihe beim gestrigen DFB-Pokalendspiel suchte SSV-Spielertrainer Patrick Seebaum nach dem verlorenen Südkreisderby gegen die CVJM-Reserve: Es war wie Bayern gegen Dortmund. Die routinierte Truppe wurde von den jungen Wilden überrannt. Man hat bei uns, wie so oft diese Saison gesehen, dass eine Basis vorhanden ist, es bei der Umsetzung aber immer wieder hapert. Dabei hatte sein Team noch einen echten Blitzstart hingelegt 6:0 stand es nach neun Minuten, was laut CVJM-Trainer Florian König vor allem der frühen Anwurfzeit geschuldet war: Durch die dieses Wochenende stattfindenden CVJM-Meisterschaften waren die Jungs doch ein wenig müde in den Anfangsminuten. Doch nach und nach steigerten sich die Gäste und kamen nach einer Deckungsumstellung zurück in die Partie. Nach dem Seitenwechsel war die Partie nun geprägt von zahlreichen Zeitstrafen, wobei die Gäste schlussendlich die größeren Kraftreserven hatten.
Nächstes Jahr müssen wir solche Spiele gewinnen, denn die Liga wird stärker, verabschiedete Seebaum mit den Heß-Brüdern, Mario Mattowitz und Markus Neermann gleich vier Spieler Richtung dritte Mannschaft. Und auch Co-Trainer Linus Biegale legt eine Pause ein.
Tore SSV Nümbrecht: Alex Winkler (7/1), Marcel Samel (6/1), Marcus Schwemke (4/2), Patrick Seebaum (3), Ole Ullenboom (3), David Debus (2), Oliver Dax (1), Stephan Bitzer (1), Christian Neermann (1).
Tore CVJM Oberwiehl: Bastian Schneider (13/3), Christopher Suhr (6), Jens Barf (4), Jens Frey (3), Sebastian Helmenstein (2), Jan Sonka (1), Fabian Schneider (1), Maurice Heuser (1).
TV Wahlscheid HSG Refrath/Hand 23:29 (11:13).
Beide Teams haben gezeigt, warum sie kommende Saison zu Recht nicht mehr in der Landesliga antreten dürfen, fasste TVW-Coach Sascha Krings ein Duell zwischen Not und Elend zusammen. Während die Gäste trotz des bereits feststehenden Abstiegs noch einmal mit dem vollen Kader anreisten, musste Wahlscheid verletzungsbedingt auf mehrere Spieler verzichten. Es entwickelte sich von Anfang an eine zerfahrene Partie, in der die HSG über 3:5 und 9:10 bis zum 11:13-Pausenstand stets führte. Nach dem Seitenwechsel gelang den Gastgebern zwar eine kurzfristige 16:15-Führung, danach hatte der TVW sein Pulver aber verschossen und ergab sich schließlich in den Schlussminuten in sein Schicksal. Es war ein enttäuschender Abschluss einer enttäuschenden Saison. Wir haben gegen einen gleichschlechten Gegner kopflos agiert, so Krings abschließend.
Tore TV Wahlscheid: Jens Fach (9/6), Matthias Wetzler (5), Sascha Siebert (4), Marcel Mathea (2), Peter Notbohm (2), Johannes Schorn (1).
[Marcus Gillmann im Anflug auf das Gästetor.]
TV Bergneustadt TuS Rheindorf 28:28 (14:11).
Nicht auf taube Ohren gestoßen, ist der scheidende TVB-Coach Rainer Jäckel bei seiner Mannschaft, nachdem er ihr unter der Woche ins Stammbuch geschrieben hatte, dass der letzte Eindruck der beste sei. Es waren unser erster Punkt gegen ein Spitzenteam diese Saison. Wären wir immer so engagiert aufgetreten, würden wir in der Tabelle sicherlich besser stehe, resümierte der Coach nach der Partie ein durchwachsenes Jahr. Dabei verschenkte Bergneustadt gegen Rheindorf sogar einen möglichen Sieg. Doch mit einer Fehlpassorgie, so Jäckel, hielt man die Gäste stets im Spiel und musste sich schließlich mit dem Remis begnügen. Heute wäre noch mehr drin gewesen, sagte Jäckel abschließend und stellte Manuel Jäger ein Sonderlob aus.
Tore TV Bergneustadt: Manuel Jäger (6/2), Tristan Lange (4), Victor Klassen (4), Jörn Klinnert (4/2), Holger Magdzack (3), Patrick Kunert (3), Nils Meyer (2), Christian Schneider (2).
TV Jahn Köln-Wahn HSG Marienheide/Müllenbach II 27:33 (8:19).
Es war ein gutes Ende einer starken Saison, freute sich Trainer Horst Dinspel bei seinem letzten Spiel auf der HSG-Bank über einen nie gefährdeten Auswärtssieg seiner Mannschaft, durch den die Gäste ihren fünften Platz im Abschlussklassement erfolgreich verteidigen konnten. Nach einer souveränen ersten Hälfte ließen es die Oberbergischen nach dem Seitenwechsel zwar etwas ruhiger angehen, doch nachdem das Kölner Flughafenteam auf vier Treffer verkürzt hatte, schaltete die HSG wieder zwei Gänge höher und schaukelte die Partie sicher nach Hause. Ein Sonderlob verdienten sich der starke Torhüter Daniel Winkelmann sowie Danny Küsters, der zahlreiche Siebenmeter herausholte.
Tore HSG Marienheide/Müllenbach: Christian Peters (8/5), Holger Fischer (6), Willi Derksen (6/1), Danny Küsters (3), Dennis Köster (3), Nils Lange (2), Lucas Röhrig (2), André Klobes (2/1), Tom Schaukowski (1).
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