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Open Air Bielstein: 3.500 begeistert von T.Rex, Sweet und Slade
(ls/1.9.2001 - AKTUALISIERT: 20:55) Von Leif Schmittgen
Wiehl-Bielstein - Gestern Abend sorgten T.Rex, Sweet und Slade, allesamt Kultbands der 70-er Jahre, für eine Superstimmung im Bielsteiner Brauereipark.
[Bilder: Oliver Mengedoht --- T.Rex, Sweet und Slade begeisterten 3.500 Zuschauer in den Wiehlauen.]
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[Wieder mal ein gelungenes Open Air-Konzert von Kulturkreis Wiehl und Erzquell-Brauerei.]
Als Slade um kurz nach halb zehn die Bühne betrat, war der Brauereipark bereits in Höchststimmung, denn die 3.500 Gäste hatten zuvor ja schon die Bands T.Rex und Sweet begeistert gefeiert. Dazu aber später mehr. Die Alt-Rocker betraten die Bühne mit den Worten "Slade is back in town. Are you ready for Rock`n Roll?" Gleich danach verwöhnten sie ihre Fans mit gekonnten Gitarrenriffen, die den Brauereipark schnell zum Kochen brachten, da die Band sich bei manchen Stücken auf die Boxen stellte und so richtig los rockte.
[Sänger Rob Benson von T.Rex und das begeisterte Publikum.]
Hits am laufenden Band waren angesagt. So spielten Slade Ohrwürmer wie "Good bye to Jane" und "We´re all cracy now". Bei "Far Far Away" hatten die Leute im Publikum dann Hunderte von Wunderkertzen angezündet, was bei dem nicht allzu warmen, aber trockenen Wetter ein tolles Bild bot und das Veranstaltungsgelände hell erleuchtete. Die Rocker, zum Teil mit silbernen Umhängen bekleidet, leisteten Schwerstarbeit und ließen es sich auch nicht nehmen, bei dem ein oder anderen Song auf die Wiese vor der Bühne zu gehen, um ihren Fans ganz nah zu sein.
Als das Spektakel sich dem Ende neigte, wollten die Zuschauer ihre Stars nicht einfach verschwinden lassen, sondern sie forderten lautstark eine Zugabe. Also kamen die Künstler zurück und gaben "May oh May" zum besten, bevor sie entgültig hinter der Bühne verschwanden.
[Wunderkerzen wurden an diesem Abend häufiger gebraucht.]
Aber da waren ja noch T.Rex und Sweet. Erstere begannen um kurz nach 19 Uhr mit ihrer Show. Bei ihren Hits "Children of the Revolutin ", "Get it on", oder "21st Century Boy", merkte man dass sich überhaupt nichts verlernt hatten. Auch wenn Rob Benson nun schon der dritte Sänger bei der Kultband ist, kommt er dem Original Marc Bolan, der am 13.9.1977 auf tragische Weise bei einem Autounfall ums Leben kam, mit seiner Stimme sehr nah. Die "alten Dinosaurier" gingen mit Schlagzeug, Bongos, Bass und Gitarre zu Werke - wenngleich die Tonabmischung leider zu wünschen übrig ließ, wie viele Besucher ärgerlich anmerkten.
[ T.Rex leistete Schwerstarbeit.]
Sänger Rob Benson berichtete gegenüber Oberberg-Aktuell, dass er seit 1998 bei der Band sei. "T.Rex spielte damals in London. Da haben sie meine Stimme gehört und meinten, dass die meine der von Marc sehr nah komme. Deshalb war ich sofort engagiert." Von der Veranstaltung zeigte sich Benson begeistert: "Das ist ein tolles Publikum hier. Wir spielen in vielen Stätden auf der ganzen Welt, aber hier hat es uns besonders gut gefallen."
[T.Rex.]
Ähnlich war der Auftritt von Sweet. Die Altrocker haben seit ihrer Gründung Ende 1968 absolut nichts verlernt. Natürlich sind sie etwas älter geworden, aber bei Ohrwürmern wie "Blockbuster" und "Baldroom Blitz" entfalteten sie ihren vollen Elan. Dieser wurde auch auf das Publikum übertragen, denn jung und alt tanzten, klatschten und feierten gemeinsam zu "Fox on the Run" und anderen "Evergreens". Der Park bebte. Bei "Love is like Oxidence" wurden dann auch die ersten Wunderkerzen ausgepackt.
[Auch der Zunft Kölsch-Ballon sorgte wieder für eine gelungene optische Kulisse.]
Und für die Arbeit, die Sweet auf der Bühne ablieferte, zollte das Publikum der Gruppe mit lauten "We want Sweet"-Rufen seinen Dank. Genauso wie sein Kollege Rob Benson von T-Rex zeigte sich Jeff Brown von Sweet über das Publikum begeistert "Die haben super mitgemacht. So macht das Musikmachen Spaß! Eine tolle Veranstaltung hier." Die Gäste kamen aus vielen Ecken der Region und waren von 14 bis 60 Jahre alt.
[Slade.]
[Sweet.]
Da war zum Beispiel Ecki Kunze (44) aus Hattingen. Ein eingefleischter T.Rex-Fan. Und wie es sich für einen echten Fan gehört, durften T-Shirt mit Band, Lederjacke und Marc Bolan-Stickern nicht fehlen. "Der Abend hat mir sehr gut gefallen, und die Stimmung war toll." Ecki reist mit "seinen Jungs" durch ganz Europa "Morgen geht es nach Marburg", wo die drei Bands ihren nächsten gemeinsamen Auftritt haben werden.
[Echte Fans bekunden ihre Leidenschaft mit solchen Transparenten.]
Auf dem Brauereigelände waren Getränkestände aufgebaut, wo das neue Mixgetränk "Black" von der Erzquell-Brauerei reißenden Absatz fand. Auch kulinarisch konnten sich die Besucher mit Steaks, Würstchen oder frischen Brezeln versorgen.
[Junge und ältere Fans feierten gemeinsam.]
Insgesamt waren etwa 120 Helfer von Kulturkreis, Brauerei, DRK, Feuerwehr und Polizei im Einsatz. Der Werbemanager der Erzquell-Brauerei, Oliver Pack, war mit der Organisation und dem Ablauf sehr zufrieden. "Es hat alles super funktioniert. Auch die Bands waren sehr freundlich." Pack berichtete, dass in den letzten jahren auch schon ameikanische Gruppen zu Gast in Bielstein waren "Die haben wesentlich höhere Ansprüche an uns gesellt, als die Britischen Bands, die heute Abend hier sind."
[T.Rex-Sänger Rob Benson.]
Der Meinung von Pack schloss sich auch Hans-Joachim Klein, Vorsitzender des Kulturkreises Wiehl, an. "Die Stimmung war toll. Wir hatten in diesem Jahr zwei Open Air Konzerte und beide waren ausverkauft. Was will man mehr?" Er berichtete auch, dass es Dank der zahlreichen Helfer zu einem reibungslosen Ablauf der Veranstaltung gekommen ist. Also darf man gespannt sein, was die Organisatoren sich für Open Air-Festivals in 2002 überlegen werden.
[T.Rex.]
[T.Rex.]
[Sweet.]
[T.Rex.]
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Eine nette und informative, private Homepage zu T.Rex und Alan Silson hat übrigens Leserin Martina Glasow!