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Handball am Wochenende kurz und kompakt
Oberberg - Auf dieser Seite erhalten Interessierte kurz und kompakt die wichtigsten Infos zu den nächsten Spielen der oberbergischen Handballteams in der Dritten Liga sowie dem Handballverband Mittelrhein.
Vorschau Dritte LigaVfL Gummersbach II VfL Eintracht Hagen (So. 17 Uhr).
Es fehlt: keiner
Der Sieg seines Teams beim Titel-Mitfavoriten aus Wermelskirchen ließ nicht nur Trainer Maik Thiele, sondern auch seine Spieler aufatmen. Diese Punkte in der Höhle des Löwen waren nun mal gar nicht eingeplant, doch umso lieber nahm man nach einem starken Spiel die Zähler mit in die Kreisstadt. Vergoldet werden soll der Auftritt im Bergischen jetzt mit einem Sieg gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, den VfL Eintracht Hagen. Mit dann zwölf Pluspunkten läge man voll im Soll und könnte dem Jahreswechsel wenn nicht entspannt, so doch zuversichtlich entgegensehen. Doch Hagen hat sich nach miserablem Start gefestigt und am vergangenen Wochenende etwa dem Spitzenreiter aus Lemgo beim 30:34 einen großen Kampf geliefert. Auffälligste Akteure beim sonntäglichen Gegner und Tabellenvorletzten sind Maciej Dmytruszyski, Marius Kraus und Marc Oberste.
Dass seine Mannschaft Hagen tunlichst nicht unterschätzen sollte, ist auch Maik Thiele klar. Das wäre grob fahrlässig. Wir müssen hoch konzentriert agieren und unser Spiel durchbringen. Hagen ist besser als sein Tabellenstand vermuten lässt, weiß der Coach , dass Erfolge gegen direkte Konkurrenten zwar nicht doppelt zählen, jedoch der Sicherheitsabstand zu den Abstiegsplätzen erheblich wachsen könnte. Das Spiel in Wermelskirchen hat dem Trainer gezeigt, dass mit einer konzentrierten Leistung gegen jeden Gegner der Liga etwas drin ist. Wichtig ist nach der Rückkehr von Keeper Lucas Puhl auch die Disziplin in den Angriffsaktionen. Verzichtet der VfL auf überhastete Aktionen und entwickelt die Geduld vor dem Tor, sprechen viele Vorzeichen für einen Sieg und damit ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für die Blau Weißen. Mit dabei sind die A-Jugendspieler, die allerdings zuvor noch selbst ein Meisterschaftsspiel in der Bundesliga absolvieren müssen.
Vorschau Oberliga Männer
Longericher SC SSV Nümbrecht (Sa. 18 Uhr).
Es fehlt: keiner
Einsatz fraglich: Björn Lefherz (Fußverletzung)
Nach dem Hochgefühl des Derbysiegs gegen Oberwiehl steht dem SSV Nümbrecht nunmehr wieder der graue Ligaalttag bevor. Oder sollte man doch lieber von einem Highlight sprechen? Schließlich liegt der SSV mit derzeit 13:11 Punkten voll in der Spur und hat die Erwartungen der Verantwortlichen absolut erfüllt. Wir wollten besser dastehen als in der Vorsaison und genau das ist uns bisher gut gelungen, freut sich Nümbrechts Handballchef Jörg Weber. Zudem hat man alle drei oberbergischen Konkurrenten in der Hinrunde besiegen können, was eine gewisse Zufriedenheit auslöst. Dennoch wird man sich am Samstag auf einen heißen Tanz vorbereiten können, denn neben Opladen ist Longerich so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Nach verhaltenem Start in die Saison hat das Team von Trainer Christian Stark zuletzt vier Siege in Folge eingefahren, was den zweiten Platz einbrachte, nur einen Zähler hinter dem Tabellenführer Weidener TV.
Da ist klar, dass sich die Spieler aus dem Kölner Norden besonders ins Zeug legen werden, um oben dran zu bleiben. Nümbrecht seinerseits kann befreit aufspielen und steht nicht unter Druck. Ein möglicherweise nicht unerheblicher Vorteil, denn Hartmann, Jatzke, Funk & Co. Werden sicherlich alles versuchen, dem Favoriten in die Suppe zu spucken. Wir wollen den guten Eindruck der Hinserie nicht durch einen leidenschaftslosen Auftritt in der Domstadt kaputt machen, so Weber.
TuS Derschlag Pulheimer SC (Sa. 19 Uhr).
Es fehlt: keiner
Tiefes Durchatmen war beim TuS Derschlag nach dem dringend notwendigen Erfolgserlebnis in Niederpleis angesagt. Das Trainer-Duo Rainer Schumacher und Uli Pohl sah ihr Team vor allem in der Deckung verbessert, denn bei nur 21 Gegentoren gab es kaum etwas zu meckern. Gegen den Rivalen aus Pulheim ist aber gerade die Abwehr besonders gefragt, denn der Gegner ist derzeit gut drauf und entzauberte am vergangenen Spieltag ausgerechnet den Primus aus Weiden. Wir wissen, was da auf uns zukommt. Pulheim ist hervorragend besetzt. Das ist wirklich eine harte Nuss, so Rainer Schumacher. Gegen Weiden bot das gesamte Team des PSC eine ausgeglichene und gute Vorstellung, von der sich lediglich noch der fantastisch agierende Torwart Christian Landgraf abhob. Trotz des Sieges entspricht der Tabellenstand der Pulheimer eigentlich nicht den internen Vorstellungen, denn etwas mehr als den 8. Platz hatte man sich schon erhofft. Doch das gilt auch für Derschlag, die sich auf dem 10. Rang gar nicht wohlfühlen. Um im nächsten Jahr eine kleine Aufholjagd zu starten bedarf es aber auch eines Sieges gegen den PSC. Ich weiß, dass sich die Spieler noch einmal richtig reinhängen werden, hofft Schumacher auf zwei Punkte.
Weidener TV HSG Marienheide/Müllenbach (Sa. 19:30 Uhr).
Wenn der Erste gegen den Letzten in der Tabelle antritt, bedarf es eigentlich keiner großen Worte, zumal dann, wenn das Schlusslicht auch noch immer auf den ersten Punkt überhaupt wartet. Die Favoritenrolle ist klar vergeben und es bedürfte schon eines kleinen Handballwunders, wenn der HSG Marienheide/Müllenbach ausgerechnet beim Tabellenführer aus Weiden das erste Erfolgserlebnis gelingen sollte. Wir sind ja nicht naiv und wissen, dass wir krasser Außenseiter sind, aber wir wollen uns möglichst gut verkaufen und ein bisschen Mut für die schwere Rückrunde sammeln, schätzt HSG-Trainer Gunnar Ruddat die Lage ein. Weiden dürfte mit ziemlich Wut im Bauch in die Partie gehen, kassierte man doch am vergangenen Spieltag eine unerwartete Pleite in Pulheim. Wenn wir mit der Einstellung vom Spiel gegen Longerich agieren, ist mir nicht bange, so Ruddat. Mit Kampf und der Bereitschaft, keinen Ball verloren zu geben, soll dem WTV Paroli geboten werden. Wir wollen keine Klatsche bekommen und versuchen, den Favoriten ein wenig zu ärgern. Dann kann Weihnachten kommen, so der HSG-Trainer, der auf die verletzten Sebastian Raymund und Tobias Wohlfromm verzichten muss.
CVJM Oberwiehl TuS Opladen (So. 16 Uhr).
Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt trifft der CVJM Oberwiehl auf den TuS Opladen, der derzeit das Maß der Dinge in der Oberliga zu sein scheint. Hatte das Team von Trainer Patrick Luig anfangs noch Anlaufschwierigkeiten und unterlag etwa in Nümbrecht und gegen Westwacht Weiden, läuft der TuS inzwischen zu Hochform auf und fegte am vergangenen Spieltag etwa Siebengebirge mit 39:25 vom Feld. Grund genug für den CVJM Oberwiehl, dem sonntäglichen Gegner mit Respekt zu begegnen. Eine bärenstarke Mannschaft mit dem Glanzstück Rückraum. Da dürfen wir auf keinen Fall im Hurra-Stil agieren und denen nicht ins offene Messer laufen, weiß Oberwiehls Trainer Helge Janeck, der sich vernünftig in die Weihnachtspause verabschieden will. Dieses Unterfangen wird durch die Ausfälle einiger Leistungsträger erschwert. So fehlt mit Torhüter Timo Pötzsch ein Schwergewicht, das am vergangenen Samstag gegen Nümbrecht zeigte, wie wichtig er für Oberwiehl ist. Zudem fällt der junge Rückraumspieler Michael Romanov aus und hinter dem angeschlagenen Kersten Kopietz steht ein Fragezeichen. Solange wir unsere Fehlerquote minimieren können, werden wir es dem TuS schwer machen, ihre Tore zu erzielen. Alles weitere wird sich finden, so Janeck.
Vorschau Oberliga Damen
TV Strombach HSV Bocklemünd (Sa., 17:30 Uhr).
Es fehlen: Marina Häsner (Verletzung), Kimberly Hausmann (Außenbandriss),
Einsatz fraglich: Lena Steuck, Lina Klinnert (Handverletzung).
[Torhüterin Kimberly Hausmann hat sich einen Außenbandriss zugezogen und fällt erst einmal für längere Zeit aus.]
Zum Spiel: Eigentlich müsste das letzte Heimspiel des Jahres für die Strombacher Damen eine Pflichtaufgabe sein, bevor die Mannschaft im Anschluss ihre Weihnachtsfeier begehen darf. Doch der Respekt vor dem Tabellenvorletzten aus Bocklemünd ist seit dem letzten Wochenende merklich größer geworden, seit der HSV völlig überraschend Fortuna Köln schlug und auch bereits in Dünnwald mit einem Unentschieden für eine kleine Überraschung sorgte. Man sieht, dass die Liga sehr ausgeglichen ist. Fast jeder kann jeden schlagen, warnt TVS-Trainer Ralf Visser, die Gäste auf die leichte Schulter zu nehmen. Gerade gegen solche Gegner verlangt der Übungsleiter aber auch einen Sieg: Denn sonst hängen wir plötzlich selbst unten mit drin, hatten Visser und seine Strombacher eigentlich höhere Ziele vor der Saison. Gegen Bocklemünd will Visser daher noch einmal den unbedingten Siegeswillen bei seinen Damen sehen: Wir müssen über 60 Minuten unsere Kampfbereitschaft zeigen, dann sollten die Punkte bei uns bleiben.
Vorschau Verbandsliga Damen
SSV Nümbrecht Polizei SV Köln (Sa., 17:45 Uhr).
TV Oberbantenberg Westwacht Weiden (So. 17 Uhr).
Es fehlt: Diana Deubel
Gegen den Aufsteiger setzt TVO-Trainerin Simone Naaf auf Sieg. Wir spielen zu Hause und natürlich wollen wir uns da diese beiden Punkte sichern. Und da die beiden vor dem Tabellendritten platzierten Teams Königsdorf und Hand am Wochenende gegeneinander antreten müssen, winkt Bantenberg die beste Platzierung, die jemals in der Verbandsliga erreicht werden konnte. Das sollte für jede einzelne Spielerin genügend Anreiz sein, am Sonntag wirklich alles zu geben, meint Naaf. Die Trainerin ärgert sich immer noch über die liegen gelassenen Punkte in Roetgen und Nümbrecht. Da haben wir uns dumm angestellt. Ohne diese beiden Pleiten stünde der TVO jedenfalls wie Persil am Himmel. Mit einem Sieg gegen Weiden hätte man jedenfalls im neuen Jahr noch alle Chancen, im Kampf um die Meisterschaft ein ernstes Wörtchen mitsprechen zu können.
TV Bergneustadt VfL Bardenberg (So., 18 Uhr).
Vorschau Landesliga Damen
TV Birkesdorf SSV Marienheide (So., 18 Uhr).
CVJM Oberwiehl DJK Leverkusen (So., 18 Uhr).
Vorschau männliche A-Jugend Bundesliga
VfL Gummersbach TuS Griesheim (So., 14:30 Uhr).
Vorschau weibliche A-Jugend Regionalliga
HSG Bergische Panther SSV Marienheide (Sa., 17:30 Uhr).
Kreispokal Herren HVM-Gruppe Viertelfinale
HSG Marienheide/Müllenbach II TV Strombach (Sa., 18:30 Uhr).
TV Wahlscheid HSG Marienheide/Müllenbach I (Mo., 20 Uhr).