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Hinter jedem Namen steht ein Schicksal

vk; 9. Nov 2011, 15:09 Uhr
Bilder: privat --- Die Gruppe auf dem Friedhof in der Lommelner Heide.
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Hinter jedem Namen steht ein Schicksal

vk; 9. Nov 2011, 15:09 Uhr
Wiehl - Der Denkmalverein Oberwiehl-Büttinghausen veranstaltete eine Fahrt zum Soldatenfriedhof in der Lommelner Heide in Belgien.
An einer der Gedenkveranstaltungen, die der Verein jährlich am Volkstrauertag anbietet, entstand die Idee, einzelne Soldatenschicksale darzulegen, um so den Namen der Gefallenen auf den Denkmälern ein Gesicht zu geben. Vor diesem Hintergrund besuchte der Veranstalter mit einer Gruppe Interessenten den Soldaten-Friedhof in der Lommelner Heide in Belgien.

Dort erklärte ein Mitarbeiter der Deutschen Kriegsgräberfürsorge, dass der Friedhof mit nahezu 40.000 Gräbern, nach Wolgograd der größte Friedhof des Volksbundes sei. Ein Großteil der Toten sei in der erfolglosen Ardennenoffensive 1944 ums Leben gekommen. Von den Angaben auf den Grabkreuzen erfuhren die Besucher, dass die meisten Gefallenen jünger als 30 Jahre waren und häufig konnten die Toten nicht mehr identifiziert werden. An den Gräbern von Herbert Grümer aus Oberwiehl (29. April 1918 - 9. November 1940) und Helmut Leidag aus Dreisbach (5. August 1926 - 12. Dezember 1944) legten die Vorstandsmitglieder des Denkmalvereins Fritz Bergerhoff und Wilfried Hahn Blumengestecke zum Gedenken nieder.

Vor dem Gang über den Friedhof kamen die Besucher in der dortigen Krypta zu einer kurzen Besinnung zusammen. Hier wurde daran erinnert, dass Deutschland und Europa seit über 65 Jahren vom Krieg verschont geblieben seien, unter anderem dank der vertraglichen Verbindungen der Staaten untereinander.



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