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Hackenberger Fußballer Ece rastete aus und boxte Schiedsrichter nieder
(es, pl/12.8.2001-23:40) Reichshof-Eckenhagen - Das Sportwochenende des TuS Eckenhagen wurde am Freitagabend von einem bösen Zwischenfall überschattet: Nach dem Spiel des SSV Wildbergerhütte gegen die Reserve von Baris Spor Hackenberg wurde der Sinsperter Schiedsrichter Daniel Buschjost vom Hackenberger Spieler Adem Ece mit einem Boxhieb niedergestreckt, sodass er eine Betontreppe im Stadion hinunterstürzte und mit schwereren Kopfverletzungen liegen blieb.
Was war passiert? Zunächst verlief die Vorrundenbegegnung zwischen Wildbergerhütte und Hackenberg mit Ausnahme einiger gelber Karten gegen Baris-Spor-Spieler ohne Zwischenfälle. Die "Hütter" hatten mehr vom Spiel und erarbeiteten sich reihenweise gute Tormöglichkeiten. Dennoch gingen die Hackenberger durch zwei Distanzschüsse mit 2:0 in Führung. Nach dem Seitenwechsel zunächst das gleiche Bild. Wildbergerhütte stürmte, doch Hackenberg kam erneut per Fernschuss zum 3:0. Trotz der beruhigenden Drei-Tore-Führung wurde das Spiel der Hackenberger nun härter. Nach dem 1:3-Anschlusstreffer des SSV sah zunächst Pekas auf Seiten von Baris Spor nach einem Foul und anschließender Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte.
Bereits zu diesem Zeitpunkt drohte der Unparteiische das Spiel abzubrechen, da der verwiesene Spieler den Platz nicht verlassen wollte. In der Folgezeit wurde die Partie noch härter. Nach einem unerlaubten Rückpass eines Hackenbergers entschied Daniel Buschjost auf indirekten Freistoß. Noch während die Baris Spor-Kicker mit dem Schiedsrichter diskutierten, führten die "Hütter" den fälligen Freistoß aus und versenkten den Ball im verwaisten Tor, was unter den Hackenbergern für weiteren Unmut und übelste Beschimpfungen sorgte. Doch das Tor zählte - 2:3. Nun lagen die Nerven der Spieler blank. Nach einem rüden Foul von Adem Ece an Karsten Winheller ertönte der Pfiff des Schiedsrichters erneut. Der Aufforderung des Schiedsrichters, zu ihm zu kommen, wollte Ece nicht nachkommen. Nach einem lauten Wortgefecht und der berechtigten gelben Karte drohte Ece dem Schiedsrichter, was ihm die "Ampelkarte" einbrachte. Mit den Worten "Wir sehen uns nach dem Spiel" verließ er das Spielfeld.
Nach fünf Minuten Nachspielzeit und dem 3:2-Endstand für Baris Spor Hackenberg kam es dann zum angekündigten Treffen von Ece und Buschjost - der Rest ist bekannt.
Daniel Buschjost wurde mit dem Rettungswagen ins Gummersbacher Kreiskrankenhaus gebracht, wo er noch immer stationär behandelt wird. Er leidet an Gleichgewichtsstörungen, die Ärzte diagnostizierten eine Gehirnerschütterung, die wohl auf den Sturz auf die Treppe zurückzuführen ist. Eine Anzeige wegen Körperverletzung wurde von den herbeigerufenen Polizeibeamten gefertigt. Zunächst war allerdings nicht bekannt, um welchen Spieler von Baris Spor es sich handelte, da die Mannschaft sich weigerte, den Spielberichtsbogen auszufüllen. Der herbeigerufene Geschäftsführer von Baris Spor Hackenberg, Fevzi Cevik, konnte den Schuldigen jedoch schnell ermitteln und fuhr zusammen mit Adem Ece ins Krankenhaus, um sich Daniel Buschjost zu entschuldigen.
Nun erwartet den Verein eine saftige Geldstrafe. "Wir haben den Spieler vereinsintern gesperrt und warten nun erst einmal die Spruchkammersitzung ab. Danach werden wir ihn wohl je nach Urteil ganz vom Verein ausschließen. Eins ist jedenfalls sicher, für uns wird er nicht mehr spielen. Wir lassen uns unseren guten Ruf, den wir uns in zehn Jahren hart erarbeitet haben, nicht von einzelnen Spielern ruinieren", so Fevzi Cevik auf Anfrage.
"Das Urteil wird wohl über die Höchststrafe einer Jahressperre hinaus gehen", vermutet Detlef Baldauf, zweiter Vorsitzender des Fußballkreises Berg. Auch der mit der roten Karte des Feldes verwiesene Pekas muss mit einer mehrwöchigen Sperre rechnen.
Schockiert zeigte sich auch Stefan Frede, Abteilungsleiter des TuS Eckenhagen: "Natürlich haben wir sofort die Hackenberger vom Turnier ausgeschlossen. Ich muss allerdings sagen, dass sich der Vorstand und der Rest der Mannschaft von Baris Spor nach dem Vorfall sehr korrekt verhalten haben."
Bereits 1997 war es während des Mitternachts-Hallenturniers in Eckenhagen bei einem Spiel von Hackenberg damals gegen gegen Bergneustadt - zu schweren Zuschauer-Aausschreitungen gekommen, die in einer wilden Keilerei auf dem Spielfeld endeten.
Bereits zu diesem Zeitpunkt drohte der Unparteiische das Spiel abzubrechen, da der verwiesene Spieler den Platz nicht verlassen wollte. In der Folgezeit wurde die Partie noch härter. Nach einem unerlaubten Rückpass eines Hackenbergers entschied Daniel Buschjost auf indirekten Freistoß. Noch während die Baris Spor-Kicker mit dem Schiedsrichter diskutierten, führten die "Hütter" den fälligen Freistoß aus und versenkten den Ball im verwaisten Tor, was unter den Hackenbergern für weiteren Unmut und übelste Beschimpfungen sorgte. Doch das Tor zählte - 2:3. Nun lagen die Nerven der Spieler blank. Nach einem rüden Foul von Adem Ece an Karsten Winheller ertönte der Pfiff des Schiedsrichters erneut. Der Aufforderung des Schiedsrichters, zu ihm zu kommen, wollte Ece nicht nachkommen. Nach einem lauten Wortgefecht und der berechtigten gelben Karte drohte Ece dem Schiedsrichter, was ihm die "Ampelkarte" einbrachte. Mit den Worten "Wir sehen uns nach dem Spiel" verließ er das Spielfeld.
Nach fünf Minuten Nachspielzeit und dem 3:2-Endstand für Baris Spor Hackenberg kam es dann zum angekündigten Treffen von Ece und Buschjost - der Rest ist bekannt.
Daniel Buschjost wurde mit dem Rettungswagen ins Gummersbacher Kreiskrankenhaus gebracht, wo er noch immer stationär behandelt wird. Er leidet an Gleichgewichtsstörungen, die Ärzte diagnostizierten eine Gehirnerschütterung, die wohl auf den Sturz auf die Treppe zurückzuführen ist. Eine Anzeige wegen Körperverletzung wurde von den herbeigerufenen Polizeibeamten gefertigt. Zunächst war allerdings nicht bekannt, um welchen Spieler von Baris Spor es sich handelte, da die Mannschaft sich weigerte, den Spielberichtsbogen auszufüllen. Der herbeigerufene Geschäftsführer von Baris Spor Hackenberg, Fevzi Cevik, konnte den Schuldigen jedoch schnell ermitteln und fuhr zusammen mit Adem Ece ins Krankenhaus, um sich Daniel Buschjost zu entschuldigen.
Nun erwartet den Verein eine saftige Geldstrafe. "Wir haben den Spieler vereinsintern gesperrt und warten nun erst einmal die Spruchkammersitzung ab. Danach werden wir ihn wohl je nach Urteil ganz vom Verein ausschließen. Eins ist jedenfalls sicher, für uns wird er nicht mehr spielen. Wir lassen uns unseren guten Ruf, den wir uns in zehn Jahren hart erarbeitet haben, nicht von einzelnen Spielern ruinieren", so Fevzi Cevik auf Anfrage.
"Das Urteil wird wohl über die Höchststrafe einer Jahressperre hinaus gehen", vermutet Detlef Baldauf, zweiter Vorsitzender des Fußballkreises Berg. Auch der mit der roten Karte des Feldes verwiesene Pekas muss mit einer mehrwöchigen Sperre rechnen.
Schockiert zeigte sich auch Stefan Frede, Abteilungsleiter des TuS Eckenhagen: "Natürlich haben wir sofort die Hackenberger vom Turnier ausgeschlossen. Ich muss allerdings sagen, dass sich der Vorstand und der Rest der Mannschaft von Baris Spor nach dem Vorfall sehr korrekt verhalten haben."
Bereits 1997 war es während des Mitternachts-Hallenturniers in Eckenhagen bei einem Spiel von Hackenberg damals gegen gegen Bergneustadt - zu schweren Zuschauer-Aausschreitungen gekommen, die in einer wilden Keilerei auf dem Spielfeld endeten.